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Motorola: "Sehen IP-Zertifizierungen von Smartphones kritisch"

Björn Brodersen 27.08.2017 - 10:45|11
Motorola:

Wasserdicht nach IP68 heißt nur bedingt wasserdicht. Wer mit einem Smartphone mit einer solchen IP-Zertifizierung für Unterwasserfotos tauchen geht, muss befürchten, dass die Elektronik des Geräts Schaden nimmt. Motorola verzichtet daher ganz auf IP-Zertifizierungen für Moto-Smartphones, wie ein Manager Areamobile erklärt.

Ein IP-zertifiziertes wasserdichtes Gehäuse - für manche Smartphone-Nutzer ein Muss. Nicht jeder Hersteller sieht sich aber dadurch unter Druck, die eigenen Smartphone-Modelle schutzklassengerecht zu bauen. Beispiel Motorola: Die Lenovo-Tochter setzt "nur" auf eine wasserabweisende Nanobeschichtung für die Ummantelungen der Moto-Smartphones. Die schützt die Geräte "vor moderatem Kontakt mit Wasser, etwa bei versehentlichem Verschütten, Wasserspritzern oder leichtem Regen". Der Hersteller betont, dass die Moto-Modelle "nicht wasserdicht" sind und Schaden nehmen können, wenn sie in Wasser oder andere Flüssigkeiten untergetaucht oder Wasserdruck ausgesetzt werden.

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"Wir sehen IP-Zertifizierungen kritisch, denn der Endkunde kann damit nichts anfangen", sagt Lars-Christin Weisswange, General Manager Mobile Business Group von Lenovo für Deutschland, zu Areamobile. Für die Endkunden seien Beschreibungen wie wasserdicht oder wasserfest irreführend, denn gefahrlos tauchen gehen mit den Geräten sei nicht möglich. "Wir wollen keine falschen Versprechen abgeben", so Weisswange. "Unsere Geräte sind aber alltagstauglich - man kann mit ihnen beispielsweise im Regen telefonieren, ohne dass sie dabei Schaden nehmen."

Dass das Wecken von zu hohen Erwartungen an die Wasserdichtigkeit von Smartphones Folgen haben kann, bekommt jetzt der japanische Hersteller Sony in den USA zu spüren.

Mehr zum Thema: Android-Smartphones, Smartphones, IP-Zertifizierung

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Kommentare
  1. 28.08.17 17:10 Frankfurter Knackarsch (Expert Handy Profi)

    @n73willi
    ich bin mir sicher, dass Samsung das so nicht gesagt hat. Das S5 hatte noch einen Wechselakku, und da besteht natürlich die Gefahr dass der Kunde den Deckel nicht richtig aufsteckt, so dass keine Wasserdichtigkeit mehr gewährleistet kann.

  2. 28.08.17 16:29 N73Willi (Handy Profi)

    Naja, wie hier schon von einigen gesagt sollte man solche Zertifizierungen nicht auf die Goldwage legen... ich kann mich noch sehr gut an einen Artikel über das Galaxy S5 erinnern, bei dem viele wie in der Werbung das Gerät unter fließendes Wasser gehalten haben bzw. es in ein Wasserglas gesteckt haben und das Gerät hin war... von Samsung kam dann nur sowas wie "Warum machen die Leute das auch, selbst schuld"...

  3. 28.08.17 13:47 Mx_Passi (Member)
    @ am

    "Lars-Christin" ich glaube, dass Lars-Christian das nicht so lustig findet. Bitte korrigieren.

    @ Fritz_The_Cat
    Nanobeschichtung auf wichtigen Teilen und IP68 sind meiner Meinung nach schon ein großer Unterschied. IP68 finde ich schon wichtig und ist für mich ein Kaufargument. Es ist eine Zertifizierung die bewirkt, dass das Gerät schon wasserdicht ist. Kopfhörerbuchse, Lautsprecher usw. Probier es ruhig aus. Eine Nanobeschichtung dichtet das Gehäuse hingegen nicht ab.

  4. 28.08.17 11:17 Fritz_The_Cat (Advanced Handy Master)

    Ob die Karte beim Schulhofquartett nun um eine Kategorie ("IPxx-zertifiziert") erweitert wird, die mir im Schadenfall eh nichts nützt (weil von der Garantie ausgenommen und somit nicht einklagbar) oder ob ein Gerät nun "nur" praxisgerecht wasserabweisend ist, ist mir eigentlich völlig wurscht. Ich möchte es im Grunde nur auch mit feuchten Händen oder mal bei leichtem Nieselregen bedenkenlos benutzen können. Beim Wassersport kommt das Telefon sowieso in ein "Kondom" von Aquapac.

  5. 28.08.17 10:41 AlfredENeumann (Handy Profi)

    Ob ein Gerät IP-Whatever zertifiziert ist sagt noch nichts darüber aus ob ein Wasserschaden von der Garantie abgedeckt ist. Es gibt immer Produktionsschwankungen. Daher schließen diese eine Garantie im Falle eines Wasserschadens eigentlich immer Kategorisch aus. Vor allem weil man nicht genau nachweisen kann ob es nur in seichtem Wasser oder am Boden des Sprungbeckens gelegen hat.
    Wenn der Hersteller es explizit bewirbt wie Sony es getan hat kann man dagegen natürlich angehen.

    Aber eine IP-Zertifizierung ist an sich schon besser als keine. Ich kenne min 6 Frauen denen ihr Telefon auf der Toilette ins Wasser geplumpst ist. Dort wo das Telefon IP-Zertifiziert war hat es überlebt.

  6. 28.08.17 09:59 polli69 (Advanced Handy Profi)

    Für mich hat die IP Zertifizierung schon ihre Berechtigung und kann dem Kunden einfach nur nutzen. Die Details sich genau beschrieben und jeder Kunde sollte das Einordnen können.
    Da aber z.B. schon ein starker Wasserstrahl einer Dusche mehr Druck machen kann als eine IP68 Zertifizierung hergibt, lassen sich die Hersteller gar nicht erst auf Diskussionen mit den Kunden ein.
    Bei früheren Sony Geräten musste eine Abdeckung über Micro USB Port fest verschlossen sein, damit das Gerät wasserdicht ist. Wie soll das im Zweifelsfall nachgewiesen werden?
    Ich finde die Aussage des Motorola Mitarbeiters recht schwach. Ähnlich schwach wie die Zertifizierung der Motorola Geräte.

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