Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
Anzeige
 
 

Fairphone 2: Bessere Kameras für das modulare Smartphone

Björn Brodersen 31.08.2017 - 11:05|2
Fairphone 2: Bessere Kameras für das modulare Smartphone

Das Fairphone 2 wird ab sofort mit neuen Kamera-Modulen ausgestattet, die eine höhere Auflösung und einen größeren Bildsensor als die bisherigen Knipsen im Gerät bieten. Wer bereits ein Fairphone 2 gekauft hat und nutzt, kann die neuen Kamera-Module für Preise ab 30 Euro nachkaufen und ganz einfach selbst einbauen.

Bessere Kameras für das modular aufgebaute Fairphone 2: Der niederländische Hersteller Fairphone hat auf der IFA in Berlin neue Rück- und Frontkamera-Module vorgestellt, mit denen Kunden ihr vorhandenes Fairphone 2 selbst nachrüsten können. Die rückseitige Hauptkamera für das Gerät löst mit 12 Megapixel aus und kostet 45 Euro, die 5-Megapixel-Frontkamera 30 Euro. Im Paket können beide für insgesamt 70 Euro erworben werden.

Anzeige

Die Module sind ab dem 1. September im Fairphone-Webshop sowie bei ausgewählten Partnern wie beispielsweise 1&1 und Mobilcom-Debitel in Deutschland, T-Mobile in Österreich und Swisscom in der Schweiz verfügbar. Alle ab jetzt ausgelieferten Einheiten des Fairphone 2 sind bereits mit den neuen Kameramodulen bestückt, teilt der Hersteller noch mit. Die bislang verkauften Geräte des Typs haben eine 8-Megapixel-Hauptkamera und eine 2-Megapixel-Frontkamera an Bord. Zurzeit können Interessenten das Smartphone-Modell für 521 Euro nur vorbestellen, die Auslieferung der Geräte ist zum 31. Oktober angesetzt.

Die neuen Fairphone-2-Kameras im Detail

Der Anbieter spricht von einem "Meilenstein". Erstmals gebe es damit ein Hardware-Upgrade für ein Smartphone-Modell, das die Nutzer auch noch selbst umrüsten könnten. "Der Austausch der Module gelingt mit einem einfachen Schraubenzieher binnen weniger Minuten", verspricht das Unternehmen, das sich als Motor einer Bewegung für fairer produzierte Elektronik versteht. Auf einer IFA-Veranstaltung demonstrierten Fairphone-Vertreter, wie einfach der Wechsel der Kameramodule funktioniert. Der niederländische Hersteller verspricht bessere Bildqualität und stärkeren Kontrast der mit den neuen Kameramodulen geschossenen Fotos. Beide Kamera-Module seien mit einem größeren Bildsensor und mehr Megapixel ausgestattet, die Frontkamera zudem mit einer schnelleren Linse und die Kamera auf der Rückseite mit einem Dual-LED-Blitz.

  • Specs der neuen Hauptkamera: CMOS-Kamera mit Omnivision-OV12870-Bildsensor (BSI) mit 12 Megapixel Auflösung, einer Größe von 1/2,8 Zoll, einer Pixelgröße von 1,25 μm und f/2.2-Blende
  • Specs der neuen Frontkamera: CMOS-Kamera mit Omnivision-OV05670-BIldsensor mit 5 Megapixel Auflösung, einer Größe von 1/5 Zoll, einer Pixelgröße von 1,12 μm und f/2.4-Blende

Fairphone: Längerer Produktlebenszyklus durch Hardware-Upgrade

Austauschbare Back-Cover zum Personalisieren des Fairphone 2 bietet der Hersteller seit Herbst vergangenen Jahres an. Ein Update auf Android 6.0 Marshmallow steht seit April dieses Jahres für das Gerät bereit. Eine Zusage für eine Aktualisierung auf Android 7 Nougat gibt es bislang nicht. Das erste Fairphone unterstützt das Unternehmen nicht mehr.

Durch das Kamera-Upgrade will Fairphone einen längeren Produktlebenszyklus des Smartphones erreichen. Die Kameramodule stellten nicht nur eine kostengünstigere Alternative zum Neukauf eines Smartphones dar, sondern wirkten sich auch positiv auf die Umwelt aus. Eine Studie des Fraunhofer-Institut bestätigte beispielsweise, dass eine längere Nutzungsdauer eines Smartphones von fünf Jahren den CO2-Ausstoß um bis zu 30 Prozent senken kann. Modularität ermögliche zudem eine Verbesserung der Recyclingprozesse, was Elektroschrott reduziere und zum Beispiel zu einer höheren Rückgewinnungsrate von Edelmaterialien wie Kupfer und Gold führe.

Fairphone wurde 2010 als Kampagne innerhalb der Waag Society von Bas van Abel ins Leben gerufen und ist seit 2013 als Social Business aktiv. Bisher hat es nach eigenen Angaben mehr als 130.000 Fairphones verkauft.

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone, IFA, Kamera, Modulare Smartphones

Kommentar schreiben

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Kommentare
  1. 31.08.17 15:30 Oannes (Youngster)

    Lobenswerter Ansatz. Jedoch würde ich es nicht kaufen. Ein bißchen schicker sollte ein Gerät, das man täglich so oft zur Hand nimmt, schon sein.
    Man kann nun mal nicht alles haben und berücksichtigen.

  2. 31.08.17 11:15 foetor (Expert Handy Profi)

    Sehr schön sowas ist doch mal was Gutes ;-)

antworten
 
Aktuelle Geräte im Test
Anzeige
Anzeige