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Essential Phone fällt im Reparatur-Test durch

Christopher Gabbert 06.09.2017 - 09:45|0
Essential Phone fällt im Reparatur-Test durch

Nur Feuer und Eis konnten die Schale knacken: Das Essential Phone zeigt sich im Teardown von iFixit als praktisch unreparierbar. Schon um ans Innenleben des Smartphones zu gelangen, mussten die Reparaturexperten ganz spezielle Methoden anwenden.

Einer der Gründe, warum das Essential Phone aus der Masse andere Smartphones heraussticht, ist neben dem nahezu randlosen Display die Wahl des Gehäusematerials. Doch der Mix aus einem Titan-Rahmen mit Keramik-Rückseite scheint nicht nur die Fertigung zu erschweren und damit zu Lieferverzögerungen zu führen, sondern macht das Smartphone auch für versierte Nutzer nahezu unreparierbar. Das zeigt der jetzt durchgeführte Teardown des Essential Phone durch iFixit.

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Bevor die Experten von iFixit überhaupt an das Innenleben des Essential Phone gelangen konnten, standen diese schon vor der ersten Hürde. Der genutzte Kleber, um Display und Gehäuse zu verbinden, ist nämlich so stark, dass die Vorderseite erst erhitzt und danach mit einem Aerosol heruntergekühlt werden musste. Nur durch den schnellen Temperaturwechsel gab der Kleber nach und die Innereien konnten, aber auch nur mit besonderem Werkzeug, freigelegt werden. Das Displayglas selbst hat die Prozedur allerdings nicht überstanden.

Teardown des Essential Phone | (c) iFixit
Nur durch Einfrieren ließ sich die Hülle des Essential Phone knacken | (c) iFixit
Teardown des Essential Phone | (c) iFixit
Wer den USB-Port reparieren möchte, muss gleich das gesamte Motherboard austauschen | (c) iFixit

Im Inneren verdeckt eine große Metallplatte den weiteren Zugang. Ist diese abgenommen, lässt sich auch der Akku entfernen, der ebenfalls stark verklebt ist. Der USB-C-Port auf der Unterseite ist auf das Motherboard gelötet und kann somit nicht einzeln ausgetauscht werden. Das ist besonders in Anbetracht des fehlenden Klinkenanschlusses ärgerlich, da der Verschleiß des Teils im Zweifelsfall durch Aufladen und dem Anschließen von Kopfhörern deutlich höher ist.

Selber reparieren nahezu unmöglich

Eine weitere Gefahr bei der Reparatur sind zahlreiche "versteckte" Klebestellen, die einzelne Teile zusammenhalten. Bei dessen Ablösung sei die Gefahr sehr groß, wichtige Teile auf dem Mainboard zu beschädigen, so iFixit. Hinzu komme, dass selbst das große Set der Reparatur-Experten mit zahlreichen Schraubenziehern und Hebeltools zum Öffnen des Essential Phones nicht helfe und weiteres Werkzeug nötig sei.

Angesichts der zahlreichen Schwierigkeiten, die das iFixit-Team beim Teardown des Essential Phone erlebte, fällt das Urteil bei der Reparierbarkeit natürlich entsprechend schlecht aus. Mit einem von zehn Punkten gilt das PH-1 somit als unreparierbar. Damit gibt es für Käufer bei Schäden kaum eine andere Möglichkeit, als das Smartphone zur Reparatur beim Hersteller oder einem Reparaturdienst mit den entsprechenden Teilen einzureichen.

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone

Quelle: iFixit

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