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iPhone X: Apple führt Smartphone-Preis in neue Höhen

Björn Brodersen 12.09.2017 - 22:53|53
iPhone X: Apple führt Smartphone-Preis in neue Höhen

Premium-Smartphones werden technisch immer raffinierter, aber auch immer teurer. Das zeigen schon jüngst vorgestellte neue Modelle wie das Google Pixel XL und das Samsung Galaxy Note 8. Apple toppt mit dem iPhone X das neu erreichte Preisniveau noch einmal.

10 Jahre iPhone kulminieren im iPhone X, was man aufgrund des römischen Zahlenzeichens iPhone 10 spricht. Das neue Top-Smartphone-Modell kommt rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft heraus und wird deutlich über 1.000 Euro kosten: 1.149 Euro werden für die Variante mit 64 GB Speicherkapazität fällig, 1.319 Euro für die Version mit 256 GB Fassungsvermögen. Vorbestellungen sind ab 27. Oktober möglich, der Release erfolgt am 3. November - das war vor der heutigen Apple-Keynote in Cupertino von manchen aufgrund angeblicher Produktionsprobleme angezweifelt worden.

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Die neuen Features des iPhone X

Was ist neu am iPhone X? Es bietet ein nahezu rahmenloses 5,8 Zoll großes Display auf OLED-Basis, während bisherige iPhone-Modelle mit bis zu 5,5 Zoll großen IPS-LCDs ausgestattet sind. OLED-Technologie verspricht tiefe Schwarzwerte und hohen Kontrast, die maximale typische leuchtstärke liegt laut Apple bei beachtlichen 625 cd/m². Der von Apple als "Super Retina HD Display" beworbene BIldschirm unterstützt True Tone für eine möglichst natürliche Darstellung von Farben, den erweiterten Farbraum P3, Dolby Vision und HDR10 für dynamischere Darstellungen sowie 3D-Touch-Eingaben. Mit Abmessungen von 143,6 x 70,9 x 7,7 Millimeter ist das iPhone X etwas kompakter als das iPhone 7 Plus oder das neue iPhone 8 Plus mit 5,5-Zoll-Screens.

Das silberne oder graue Gehäuse mit Glasabdeckungen an Front- und Rückseite ist nach IP67 gegen das Eindringen von Staub und Spritzwasser geschützt. Der fest eingebaute Akku kann mit Qi-Geräten drahtlos geladen werden. AirPower, ein von Apple entwickeltes kabelloses Ladezubehör für bis zu drei Smartphones, wird erst ab 2018 erhältlich sein.

Hexa-Core-Prozessor A11 Bionic mit neuraler Architektur

Unter der Haube arbeitet der neue Apple-SoC A11 Bionic mit dem M11-Motion-Coprozessor für die Überwachung der Sensoren und einer NPU-Einheit. Der Chipsatz besteht aus zwei Hochleistung-Kernen, die laut Apple um bis zu 25 Prozent schneller sind als die Performance-Krne des A10 Fusion, und vier ganz auf Energieeffizienz ausgerichteten Kernen, die im Generationenvergleich um bis zu 70 Prozent schneller sein sollen. "Ein neuer Performance Controller der zweiten Generation kann alle sechs Kerne gleichzeitig einspannen und liefert bis zu 70 Prozent mehr Leistung, so dass Kunden mehr Power zur Verfügung steht, während sie gleichzeitig zwei Stunden mehr Batterielaufzeit als bei iPhone 7 erhalten", erläutert Apple. Zum A11-Bionic-Soc gehört außerdem eine von Apple entwickelte Grafikeinheit mit einem 3-Kerne-Design, die bis zu 30 Prozent schnellere Grafikleistung als die Vorgänger-Generation liefern soll.

Der Leistungsschub eröffnet neue Möglichkeiten für maschinelles Lernen, AR-Apps und  3D-Spiele, so Apple. Bis zu 600 Milliarden Operationen pro Sekunde führt der Chipsatz für eine Echtzeitverarbeitung aus. Die neurale Architektur des A11eignet sich nach Angaben von Apple für spezielle Algorithmen des maschinellen Lernens und ermöglicht Face ID, Animoji und andere Funktionen. Was "Animoji" sind? Animojis. Die Frontkamera erfasst über 50 verschiedene Gesichtsmuskelbewegungen und animiert diese anschließend in einem Dutzend unterschiedlicher Animojis wie etwa einem Panda, einem Einhorn und einem Roboter. Über die vorinstallierte iMessage Ap, können Kunden Animoji-Nachrichten mit ihrer Stimme aufnehmen und versenden, die beispielsweise lächeln oder die Stirn runzeln.

Verbesserte Dual-Kamera

Das rückseitig am iPhone X sitzende Dual-Kamera-System mit 2 x 12 Megapixel unterscheidet sich durch einen von Apple entwickelten Bildsignalprozessor, einen neuen Farbfilter, tiefere Pixel und eine duale optische Bildstabilisierung von der Dual-Kamera des iPhone 7 Plus. Das Teleobjektiv hat eine größere Blende als beim aktuellen Plus-Modell. Videos lassen sich in 4K-Qualität mit 60 Bildern pro Sekunde aufnahmen, Full-HD-Videos mit 240 Bildern pro Sekunde.

Die Kameras des iPhone X sind laut Hersteller für AR-Anwendungen individuell mit neuen Gyro- und Beschleunigungssensoren für präzises Motion-Tracking kalibriert. Mit ARKit können iOS-Entwickler die Vorteile der Frontkamera und der rückseitigen Kameras für ihre Spiele und Apps nutzen. Ein neues Foto-Feature ist der Porträtmodus mit Porträtlicht für Beleuchtungseffekte wie bei Studioaufnahmen. Mit iOS 11 unterstützt iPhone X HEIF und HEVC für bis zu doppelt so starke Komprimierung und Speicherung von bis zu zweimal so vielen Fotos und Videos.

Bei der mit 7 Megapixel auflösenden Frontkamera spricht Apple von "TrueDepth-Kamera". Mit Hilfe eines Punktprojektors, einer Infrarotkamera und einem Infrarotbeleuchter und der Rechenleistung des  A11 Bionic kann sie ein Gesicht präzise kartographieren und erkennen - die Gesichtserkennung "Face ID" mit einem einfachen Foto oder Masken austricksen soll hier nicht möglich sein. Face ID projiziert laut Apple mehr als 30.000 unsichtbare IR-Punkte. Das IR-Bild und das Punktmuster würden durch neuronale Netze geschoben, um ein mathematisches Modell des Gesichts des Anwenders zu erstellen und die Daten an eine Secure Enclave zu senden, um eine Übereinstimmung zu bestätigen, während maschinelles Lernen körperliche Veränderungen des Erscheinungsbilds im Laufe der Zeit nachempfinde. Die gesamte Verarbeitung erfolge auf dem Gerät und nicht in der Cloud, um die Privatsphäre der Anwender zu wahren. Touch ID zum Entsperren des Smartphones oder zum Bestätigen von App-Käufen gibt es am iPhone X nicht. Nicht mal ein Home-Button findet auf dem Smartphone mit flächenfüllendem Display Platz.

Apple hebt iPhone auf ein neues Preisniveau

Ob das iPhone X so innovativ ist, wie Apple es beschreibt, werden wir in den kommenden Tagen mit etwas Abstand zur Apple-Keynote und nach ersten Testerfahrungen abschließend bewerten. Eines hat Apple aber schon geschafft: Das iPhone auf ein neues Preisniveau gehoben.

Die technischen Daten des iPhone X

  • Abmessungen:143,6 x 70,9 x 7,7 mm
  • Gewicht: 174 g
  • Schutzklasse: IP67
  • Farbvarianten: Spacegrau, Silber
  • Display: OLED mit 5,8 Zoll, 2.436 x 1.125 Pixel bzw. 458 PPI und HDR- und 3D-Touch-Unterstützung
  • Antrieb: Apple A11 Bionic (Hexa-Core: 2 + 4) mit M11-Motion-Coprozessor und NPU für KI
  • Speicher: 64 GB und 256 GB
  • Konnektivität: Lightning (auch für Kopfhörer, Bluetooth 5.0, NFC, GPS/Glonass, WLAN ac (Wifi Calling), UMTS/HSPA+, LTE (VoLTE)
  • Kameras: rückseitige Dual-Kamera mit 2 x 12 MP, f/1.8 bzw. f/2.4, 4K-Videoaufnahme mit 60 FPS sowie Frontkamera mit 7 MP, f/2.2 und Full-HD-Videoaufnahme
  • Sensoren: Näherungs-, Helligkeits- und Beschleunigungs- und 3-Achsen-Gyrosensor, Barometer, Gesichtserkennung
  • Akku: bis zu 21 Std. Sprechzeit, 60 Std. Musikwiedergabe, 13 Std. Video-Playback oder 12 Std. Internetnutzung; unterstützt Fast Charging und Wireless Charging über Qi
  • Betriebssystem: iOS 11

Mehr zum Thema: iPhone, Smartphone, Apple-Smartphones, Neuvorstellung

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Kommentare
  1. 15.09.17 18:23 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @Echse: "Welche Winkel abgedeckt werden, weißt du doch gar nicht.
    Schwierige Winkel hab ich damals geschrieben.
    Musst du dich direkt darüber beugen auf dem Tisch ? Wohl kaum .
    Aber der Scanner muss ja dein Gesicht finden."
    >>Wie kann man sich in 4 Sätzen so oft widersprechen? Weißt du nun welche Winkel abgedeckt werden und wie zuverlässig Face ID funktioniert oder nicht?

    Dann nehme ich noch die Aussage von Federighi und Satz 3 ist widerlegt: “[...] if you don’t stare at the phone, it won’t unlock. [...]”

  2. 15.09.17 15:58 Echse (Handy Master)

    Zander

    Klar warten wir. Aber schreib deine Texte auch denen welche meinem,so etwas hat es schon 2012 gegeben.
    Übrigens habe ich gestern gelesen, dass Windows selber für hello „nur“ 1:100000 angegeben hat.
    Und es mit einer Maske schon geknackt wurde.
    Von daher...

    Ibnam

    Genau vors Gesicht halten ?
    Dann schau dir die hands on nochmal an.
    Das eine was ich verlinkt habe von YouTube, da hebt der Typ es nur an .
    Das ist schon entsperrt, wenn es 30-40 cm vor dem Gesicht angekommen ist.
    Du kannst es locker vor dir halten auf brus/bauchhöhe. Und es entsperrt.
    Welche Winkel abgedeckt werden, weißt du doch gar nicht.
    Schwierige Winkel hab ich damals geschrieben.
    Musst du dich direkt darüber beugen auf dem Tisch ? Wohl kaum .
    Aber der Scanner muss ja dein Gesicht finden.
    Nur zur Erinnerung. Nennt sich gesichtsscanner.
    Etwas anderes hab ich nie geschrieben

  3. 15.09.17 14:57 DerZander (Handy Profi)

    @Echse
    >> Wir werden es erleben. Lass das x erstmal auf dem Markt sein.


    Sag derselbe, der hier seit Tage eine Lobeshymne auf Face ID absetzt. Mit der heißen Luft aus Apples Marketing kann man nichts anfangen. Es gibt genügend Szenarien, bei denen ich gespannt bin, ob die löst.

    Windows Hello arbeitet ja bereits sehr gut, aber von dem Laptop sitze ich auch selten draußen mit Skimaske, im Dunkeln unter der Bettdecke oder unter andere widrigen Umständen.

    Sollte Apple dies alles gemeistert haben, dann haben sie zurecht den Hype verdient. Aber lasst uns doch erstmal warten bis Testgeräte draussen sind.

  4. 15.09.17 14:15 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    Achja ein Punkt ist aber wohl jetzt schon klar, wenn ich das richtig gesehen habe. Man muss sich den Face Scanner vor das Gesicht halten und nicht wie Echse meinte, dass man aus fast allen Lebenslagen den Scanner nutzen kann. Das bedeutet, dass es ein Komfortverlust ist und selbstverständlich alles andere als natürlich ist.

    Der Kompromiss wäre aber in meinen Augen noch ok, wenn Face ID sauber funktioniert.

  5. 15.09.17 14:04 Torti (Advanced Member)

    Mal abgesehen davon, wie gut die Gesichtserkennung funktioniert, möchte ich gar keine haben. Wenn in Zukunft wieder alle Hersteller meinen, diesen in meinen Augen Unsinn zu verbauen, werde ich es nicht nutzen. Das der Gesichtscanner nun als eines der Highlights bejubelt wird, finde ich aus technischer Sicht (wenn er so gut sein sollte, wie behauptet) vielleicht noch nachvollziehbar.
    Ich brauch ihn nicht und ordne ihn unter "Featuritis" ein.
    Ich hab auch beim aktuellen Smartphone weder den Fingerabdruckscanner noch den Irisscanner aktiv und kann den "empfundenen Komfortgewinn" der biometrischen Entsperrmethoden einfach nicht erkennen, sehe dagegen das Problem-Potential für Sachen wie Datenschutz (eindeutige Zuordnung von Geräten /folgender Geräte aufgrund des gleichen Fingerabdrucks/Gesichts/Iris zu einer Person) eher kritisch.
    Das bezieht sich auf alle Marken.
    Der Preis des IPhone X liegt meines Erachtens nach aber jenseits von Gut und Böse.

  6. 15.09.17 13:47 Echse (Handy Master)

    Antiappler

    Wir werden es erleben. Lass das x erstmal auf dem Markt sein.
    Bis jetzt haben wir ja nur hands on

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