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iPhone X: Perfekt als Statussymbol

Stefan Schomberg 13.09.2017 - 16:10|48
iPhone X: Perfekt als Statussymbol

iPhone 8 und iPhone 8 Plus sind die typischen Weiterentwicklung der Vorgängermodelle mit marginalen Verbesserungen. Das iPhone X ist ganz anders, ein Ausnahmemodell. Wir erklären, warum das iPhone X unserer Ansicht nach trotz des hohen Kaufpreises ein Verkaufsschlager wird.

Apple hat die Reihenfolge der Vorstellung der einzelnen Gadgets auf seiner Keynote clever gewählt. Erst kam die Apple Watch Series 3, die dank zusätzlichen Telefonmoduls tatsächlich etwas Neues bietet, dann Apple TV mit 4K und HDR als großartige Fortschritte für die  Bildqualität. Anschließend, um die Erwartungshaltung vor dem großen Finale wieder etwas zu dämpfen, folgten die beiden Modelle iPhone 8 und iPhone 8 Plus, die ohne echte Neuerungen nur die Plätze der Vorgängermodelle einnehmen. Und dann sagte Apple-Chef Tim Cook das unvermeintliche "One More Thing" als passende Reminiszenz an die guten alten Zeiten unter Apple-Gründer Steve Jobs, der bei dieser Keynote im Steve Jobs Theater immer präsent war: das iPhone X.

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Apple feiert das iPhone X als Speerspitze der Smartphone-Technologie. Aber ist das wirklich gerechtfertigt? Im Vergleich zu den 8er-Modellen sicherlich. Aber auch im Vergleich zur Konkurrenz aus dem Android-Lager? Areamobile-Leser kritisieren in Forumsdiskussionen den immens hohen Preis: Schließlich erhalte man als Käufer für den Mondpreis Technik, die es mit Konkurrenzprodukten für deutlich weniger Geld gebe. Damit liegen sie zumindest in Teilen nicht falsch. Ein randloses Display bieten Konkurrenten wie LG G6, Xiaomi Mi Mix und Samsung Galaxy S8 beispielsweise auch. Dabei übersehen sie aber, dass das Display des iPhone X viel kompromissloser als bei der Konkurrenz ist. Denn an Apples neuem Smartphone gibt es auch ober- und unterhalb des Screens keinen verschwendeten Platz, der Bildschirm ist quasi um die Technik wie Frontkamera und weitere Sensoren herumgelegt. Bei den Konkurrenz-Modellen gibt es da mehr Rand - mindestens an einem der Smartphone-Enden.

Apple iPhone X | (c) Apple
Fließende Formen, randloses Display: Apple iPhone X | (c) Apple

Schnellladen und Wireless-Charging sind auch nicht neu, das gibt es an Android-Smartphones schon seit Jahren. Dual-Kameras ebenfalls, genauso wie das wasserdichte Gehäuse und Bluetooth 5.0. OLED-Displays verbaut Samsung schon seit Ewigkeiten, auch mit hohen Auflösungen und neuerdings auch mit HDR. Allerdings behauptet Apple auch hier, die Nachteile von OLED kompensiert zu haben. Für Augmented Reality stehen die Tango-Phones Lenovo Phab 2 Pro und Asus Zenfone AR schon zur Auswahl, doch schon die Apple-Demo von ARKit-Anwendungen im Juni auf der WWDC beeindruckte. Beim Iris-Scann (Samsung Galaxy Note 7) und Gigabit-LTE (Samsung Galaxy S8) waren ebenfalls Wettbewerber schneller. Was also rechtfertigt denn nun den hohen Preis des iPhone X?

Apple iPhone X | (c) Apple
Keine Innovation, aber praktisch: kabelloses Laden | (c) Apple

Perfektion statt Innovation

Bei Apple geht es um Perfektion, nicht zwingend um Innovation. Um Innovation nur, um Perfektion zu erreichen. Wie bei der Gesichtserkennung, mittels derer Apple das Smartphone entsperren und den Kunden finanzielle Transaktionen freigeben lassen will: Natürlich hat Samsung schon länger einen IR-Iris-Scanner und Gesichtserkennung, hierbei gibt es aber Einschränkungen, die den Alltagsnutzen und auch die Sicherheit einschränken. Bei Apple wird nicht einfach nur ein 2D-Bild abgeglichen, sondern ein echtes 3D-Profil ähnlich wie bei Windows Hello erstellt. Das Risiko, dass das iPhone X hierüber von jemand anderem als dem Besitzer entsperrt wird, beziffert Apple auf 1:1.000.000. Das klingt ziemlich sicher.

Apple iPhone X | (c) Apple
Verlässiches Entsperren dank Biometrie | (c) Apple

Außerdem nutzt Apple das "TrueDepth" genannte Kamera-System noch für geniale Spielereien wie die Animojis, die dank Echtzeitberechnung jede Bewegung des Nutzers verblüffend gut nachahmen. Früher oder später werden sicherlich weitere Apps folgen, die neue Anwendungsfälle für diese Technik finden. Auch an anderer Stelle setzt Apple auf überlegene Software: So berechnet die Dual-Kamera-Anwendung "Portrait Lighting" in Echtzeit die Beleuchtung der Motive und erlaubt Veränderungen. Natürlich muss das alles noch richtig ausprobiert werden, aber bislang wirkt das richtig ausgereift. Wie auch AR auf dem iPhone X. Das Spiel "The Machines", das während der Keynote gezeigt wurde, sah grafisch hervorragend aus. Dank Unreal-Engine werden hier bis zu 1,2 Millionen Polygone und 4K-Texturen direkt auf dem Smartphone berechnet, die Rechenpower des neuen A11-Bionic-Chips ist beeindruckend. Ob Spieler wirklich lieber auf einen kleinen Smartphone-Bildschirm oder nicht vielleicht doch lieber auf einen großen Monitor schauen, ist dabei erst einmal nebensächlich.

Apple iPhone X | (c) Apple
Innovation als Mittel zur Perfektion: Die TrueDepth-Kamera | (c) Apple

Fazit: Perfekt als Statussymbol

Design hin, Technik her - letztendlich dürfte der Preis der Knackpunkt für viele Interessenten sein. Irgendwann kommt der Punkt, an dem auch Fans der Marke für ein Smartphone - so gut es auch sein mag - nicht mehr jeden Preis zu zahlen bereit sind. Beim iPhone X wird das aber noch nicht der Fall sein. Das Jubiläums-iPhone wird wegen der großen Differenzierung von iPhone 7 und iPhone 8 und wegen der Alleinstellungsmerkmale wie die Tiefenkamera ein Renner, sofern Apple ausreichende Stückzahlen liefern kann. Zudem eignet sich das X-Modell gerade wegen des hohen Preises noch viel mehr als Statussymbol als alle anderen iPhones zuvor. Also werden es nicht nur Technikbegeisterte, sondern vor allem auch Statussüchtige kaufen, um zu zeigen, wer sie sind - oder gerne wären.

Mehr zum Thema: iPhone, Smartphone, Apple-Smartphones

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Kommentare
  1. 15.09.17 15:09 DerZander (Handy Profi)

    @Bocadillo
    >> Dein Beisatz " leider" lässt durchblicken daß das iphone für dich interessant wäre wenn es billiger wäre ??

    nein, da ich gerade die Reparierbarkeit als wichtigen Punkt für mich entdeckt habe und iOS (so sehr ich die Oberfläche mag) mir zu eingeschränkt ist inzwischen.

    Aber ja, der Preis stört mich. Ich zahle gerne gutes Geld für guten Gegenwert, aber Apples Margen sind so hoch, dass ich mir als Kunde verarscht vorkommen.

    Das hat auch nichts damit zu tun, dass ich es mir nicht leisten kann. Ich vermute, ich verdiene mehr als die meisten hier (teils im übrigen aus Mieteinnahmen ;). Ich fahre aber nicht unbedingt das dickste Auto, schmeiße mein Geld nicht zum Fenster hinaus und kaufe eben auch das Vorjahresmodell der Smartphones, weil es mir reicht. Wenn ich Geld ausgebe, dann muss der Gegenwert stimmen. Für gute (und faire) Lebensmittel hingegen, gebe ich durchaus Geld.

    >> "bei den reichen lernt mans sparen" ist bei uns ein gängiges sprichwort.
    das ist ein gutes und wahres Sprichwort.

  2. 15.09.17 15:01 DerZander (Handy Profi)

    Ich frage mich ja gerade wie diejenigen zu dem neuen iPhone X stehen, die immer so große Probleme mit den Androidfeature hatten.

    - Schnellladen (das macht ja angeblich den Akku so schnell kaputt: Braucht kein Mensch!
    - Qi-Laden (so ein Spiekram, Apple wird gleich auf Laden per Mikrowelle! gehen - Qi, braucht kein Mensch!
    - OLED (so ein Unsinn, nur LCD bietet gute Farben, die knalligen Farben des OLEDs sind furchtbar - braucht kein Mensch!

    Komisch, dass Apple das alles einbaut. Den Qi-Standard unterstützt, Schnellladen anbietet und das OLED-Display schön knallig einstellt. Muss ein schreckliches Gerät für die manche Apple-Anhänger hier sein.

  3. 15.09.17 12:47 foetor (Expert Handy Profi)

    Ich werde mir das X nun doch nicht holen. Bin mit meinem 7er zufrieden.

  4. 15.09.17 12:01 Arminator (Advanced Handy Profi)

    "Dein Beisatz " leider" lässt durchblicken daß das iphone für dich interessant wäre wenn es billiger wäre ?? Da sind wir beim klassisch deutschem Punkt ."

    "bei den reichen lernt mans sparen" ist bei uns ein gängiges sprichwort. Ich hätte das Geld für ein iphone, aber es ist es mir einfach nicht wert aus prinzip.
    Das ist ja kein gängiges Statussymbol wie z.B. ein Porsche bei dessen Kauf das Geld im großraum Stuttgart bleibt und viele Menschen gut davon leben. Beim iPhone geht das Geld an ein paar wenige, und die vielen in china dies am fließband zusammensetzen bekommen im besten fall mal noch ein zweites netz falls sie sich mal wieder vom Dach stürzen wollen.
    Wenn man sich mal die Methoden anschaut die Apple benutzt, das ist schon Sektenartig.
    Ich finds zwar ausgesprochen gut dass es neben google noch eine zweite starke Macht gibt die ein OS-Monopol verhindert, aber ich verabscheue die Geschäftsmethoden von Apple durch und durch. Da werden Menschen mit Milliarden Ausgaben einer Gehirnwäsche unterzogen, mit billigen Tricks Leute hinters Licht geführt und den normalos wird das Geld aus der Tasche gezogen in einer Art und weise dass man es einfach für unmoralisch halten muss.
    Das eigentliche Problem sind aber nicht solche unternehmen sondern die unmündigen Bürger dies beiweilen gar nicht mehr interssiert wenn sie offensichtlich abgezockt werden. Hab heute erst von einem Handygame erfahren, Mafia, da stecken Leute teilweise MEHRERE TAUSEND € (!) rein um irgendwelche items zu kaufen. Wahnsinn. Im Vergleich dazu ist Apple gutherzig, da bekommt man wenigstens einen reellen Gegenwert in irgendeiner Form.

  5. 15.09.17 10:09 bocadillo (GURU)

    Zander

    Dein Beisatz " leider" lässt durchblicken daß das iphone für dich interessant wäre wenn es billiger wäre ?? Da sind wir beim klassisch deutschem Punkt .

    Wenn man sich Alkeinstellungsmerkmale schafft - was oft auch mit Risiken verbunden ist - ist es nur legitim wenn man auch mehr verdient . Mitschwimmen mit der Masse hat ja nichts mit können zu tun - ubd wie war das legendäre Zitat eines Nokiamanagers -" Android ist was für pinkelnde Jungs";-)

    Für mich wäre nur das klassische 8er interessant-das 8 plus ist einfach zu groß und bei ei em randlosem
    Display hätte ich zuviel Angst das ich es zerlege??

  6. 15.09.17 09:59 Gorki (Advanced Handy Master)

    @ Nohtz, ja, irgendwie blöd gelöst ;). Das sieht z.B. beim S8 besser aus

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