Die franzöischen Mobilfunkanbieter haben zur Zeit wenig Grund zur Freude. Verantwortlich dafür ist eine Entscheidung der französichen Behörde für Wettbewerb, welche über die Netzbetreiber Orange, SFR und Bouygues Bußgelder in Höhe von 534 Millionen Euro verhängte. Mehrere Absprachen zwischen den Unternehmen sollen demnach zu einem "sehr schweren wirtschaftlichen Schaden" geführt haben, vor allem Orange und SFR sind mit 256 Millionen Euro bzw. 220 Millionen Euro von der Geldstrafe betroffen. Bouygues, der kleinste Anbieter, kommt mit 58 Millionen Euro mit einem blauen Auge davon.
In den Jahren von 1997 bis 2003 hatten die drei Anbieter untereinander strategische Informationen ausgetauscht, um damit die Marktanteile stabil zu halten und Preiskämpfe zu vermeiden. Erst Anfang November hatte die französische Wettbewerbsbehörde ein Bußgeld von 80 Millionen Euro gegen die France Telecom, den Mutter-Konzern von Orange, verhängt, weil der Netzbetreiber konkurrierenden Breitband-Anbietern zwischen 1999 und 2002 den Zugang in deren Netz verwehrt hatte.
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