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Huawei und ZTE wollen Smartphone-Nutzung revolutionieren

Björn Brodersen 13.10.2017 - 18:33|0
Huawei und ZTE wollen Smartphone-Nutzung revolutionieren

Huawei und ZTE wollen kommende Woche nicht weniger als die Smartphone-Nutzung revolutionieren. Während Huaweis Mobile-Chef Richard Yu jetzt schon einen Blick auf das Innovative des Mate 10 gewährt, beklagt ZTEs Lixin Cheng vorerst nur die bisherige Einfallslosigkeit der Branche.

Zwei chinesische Hersteller positionieren sich als Innovationstreiber im Smartphone-Markt: ZTE und Huawei. Beide Unternehmen werden in der kommenden Woche neue Smartphone-Modelle enthüllen, die es in sich haben sollen. ZTE wird am 17. Oktober mit dem Axon M vermutlich ein faltbares Smartphone präsentieren, Huawei am kommenden Montag das vom Chipsatz Kirin 970 mit Künstlicher Intelligenz versehene Mate 10. Die Mobile-Chefs beider Konzerne schüren jetzt mit Beiträgen die Erwartungen an die Geräte.

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Lixin Cheng, CEO von ZTE Mobile Devices, spricht in einem Areamobile vorliegenden Aufsatz das Thema Multitasking an. "Verbraucher nutzen ihr Smartphone von Jahr zu Jahr mehr, um verschiedenste Inhalt zu konsumieren: von Social Media über Streaming bis hin zum mobilen Surfen. Dennoch ermöglicht es die aktuelle Technologie immer noch nicht ausreichend, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun", klagt er. "Das wichtigste Gerät in unserem Leben hält uns immer noch zurück. Es ist an der Zeit, dass sich die Smartphone-Industrie weiterentwickelt, um den Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, das zu nutzen, was die Technologie heute schon möglich macht." Neue revolutionäre Konzepte sind nach Ansicht Chengs gefordert, und man kann davon ausgehen, dass ZTE am Dienstag der kommenden Woche ein solches vorstellt.

M: ZTE stellt am 17. Oktober ein neues Axon-Smartphone vor | (c) ZTE
M: ZTE stellt am 17. Oktober ein neues Axon-Smartphone vor | (c) ZTE

Gerüchten zufolge wird ZTE am Dienstag in New York ein Gerät mit zwei starren Displays mit jeweils Full-HD-Auflösung zeigen, die in der Mitte durch Scharniere miteinander verbunden sind und sich zu einem 6,8 Zoll großen Display mit einer Auflösung von 1.920 x 2.160 Pixel umklappen lassen. Zusammengeklappt soll das ZTE Axon M relativ kompakt sein und an Vorder- und Rückseite jeweils einen Touchscreen bieten.

Huawei: Künstliche Intelligenz löst den Performance-Engpass

Huaweis Mobile-Chef Richard Yu hatte bereits auf der IFA in Berlin den Mate-10-Prozessor Kirin 970 mit dedizierter NPU (Neural Processing Unit) für Künstliche Intelligenz vorgestellt. Trotz immer effektiverer Fertigungsverfahren für Prozessoren erwartet Yu für irgendwann einen Performance-Engpass. Die NPU des im 10-Nanometer-Prozess gefertigten Kirin 970 soll dieses Problem lösen: Sie liefert nach Angaben Yus "eine dramatisch bessere KI-Leistung als CPU und GPU zusammen". "Wir wissen, dass Verbraucher starke Leistung wünschen. Wir bei Huawei nutzen Künstliche Intelligenz, um dieses Ziel zu erreichen, und freuen uns, das weltweit erste Smartphone mit einer dedizierten NPU für die Verarbeitung von Künstlicher Intelligenz zu präsentieren", schreibt er in einem Blogbeitrag.

Kirin 970 | (c) Huawei
Kirin 970 | (c) Huawei

Als Anwendungsgebiet für die Künstliche Intelligenz sieht der Hersteller beispielsweise die Bild- sowie Spracherkennung und -verarbeitung. Der Kirin 970 wird ein Modul zur Gesichtserkennung an Bord haben, der auch schwierig zu erfassende Mermale wie Hautton, Augenfarbe oder durch Gegenstände verstellte Gesichter identifizieren könne, und automatisch Szenerien, Hintergründe und Objekte erkennen. "Der KI-getriebene Kirin 970 bringt die Smartphone-Fotografie von 'sichtbar' und 'klar' auf die Stufe 'intelligent'", so Yu. "Mit der Künstlichen Intelligenz befähigt der Chipsatz Smartphones, das beste Foto unter jeder Bedingung zu schießen, und so jeden Schnappschuss heller und lebendiger machen." Die HiSilicon AI genannte Neural-Engine ist beim Erkennen von 200 Fotos um 25 Prozent schneller als die CPU, rechnete Yu Anfang September in Berlin vor. Auch könne der Kirin 970 fürs Telefonieren wirkungsvoll Umgebungsgeräusche ausblenden und die Audio-Qualität verbessern.

"Das vielversprechendste Anwendungsgebiet der Künstlichen Intelligenz ist aber das Unbekannte", schließt der Mobile-Chef von Huawei. Mit Künstlicher Intelligenz könne die Smartphone-Erfahrung etwas sein, das jenseits des bislang Bekannten liegt. Der Kirin 970 sei deshalb eine für Partner und Entwickler offene KI-Plattform.

Auf welche Smartphone-Neuvorstellung bzw. -Innovation freut ihr euch mehr? Vielen Dank für eure Gedanken und Kommentare zum Thema!

Mehr zum Thema: Android-Smartphones, Smartphones, Kirin, Kirin 970

Quelle: Richard Yu (Huawei), Lixin Cheng (ZTE)

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