Der zweitgrößte deutsche Netzbetreiber Vodafone hat angekündigt, sein Angebot im MobileTV-Bereich weiter ausbauen zu wollen und das Produkt damit einer breiteren Zielgruppe zugänglich zu machen. In enger Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender n-tv bringt der Netzbetreiber das Programm parallel zur Fernsehübertragung auf das Mobiltelefon. Die Nutzungskosten belaufen sich ab dem kommenden Jahr auf drei Euro für die erste Stunde und 75 Cent für jede weitere Einheit à fünf Minuten. Bislang ist noch nicht bekannt, welche Inhalte künftig kostenpflichtig sein werden und welche fei genutzt werden können.
Foto: MobileTV mit dem Nokia N92 über DVB-H
Weltweit betreut Vodafone derzeit rund fünf Millionen UMTS-Kunden, allein in Deutschland telefonieren mehr als eine Million Endkunden via 3G. Damit ist das Potenzial für MobileTV ausgesprochen groß, allerdings dürfte der Preis viele Verbraucher noch von der Nutzung abschrecken. Während Vodafone bereits in vielen Ländern seine MobileTV-Dienste anbietet, soll auch ein globales Angebot geschaffen werden, welches Programme wie MTV und Eurosport überträgt. In den letzten Monaten wurden mehrfach Studien veröffentlicht, welche einen ersten Erfolg von MobileTV für das Jahr 2007 erwarten (AreaMobile berichtete). Wichtig ist für die Verbraucher demnach vor allem der Preis, den sie für den multimedialen Serivce bezahlen müssen. Die ermittelte Zahlungsbereitschaft beläuft sich auf fünf Euro bis 12,50 Euro im Monat und liegt damit erheblich unter den Vorgaben, die für das kommende von Vodafone zu erwarten sein werden.
Interessant ist auch die Frage, inwiefern sich DVB-H in den kommenden Monaten weiterentwickln wird. Bereits zur Fussball-Weltweisterschaft, die am 9. Juli 2006 in Berlin startet, sollen die ersten Programme verfügbar sein, der Stream via UMTS wird dann aller Voraussicht nach überflüssig, da die Qualität von DVB-H sehr viel hochwertiger ist und der Service preiswerter angeboten werden kann. Jedoch muss das Endgerät den Standard DVB-H unterstützen, was in Europa im kommenden Jahr aufgrund der geringen Verfügbarkeit jedoch nur selten der Fall sein wird.
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