Die Konsolidierung des internationalen Mobilfunkmarktes schreitet weiter voran, so wie es der designierte Nokia-CEO Olli-Pekka Kallasvuo bei einer Investorenkonferenz in New York erst vor wenigen Tagen vorhersagte. Immer mehr kleinere Handyhersteller verlassen aufgrund des gestiegenen Wettbewerbsdruck den Markt oder müssen ihre Marktstrategie teilweise radikal neu überarbeiten. Letzteres gilt nun auch für das japanische Mobilfunkunternehmen Panasonic Mobile, das in Europa nur über einen Marktanteil von unter einem Prozent verfügt und nach eigenen Aussagen nicht mehr über ausreichend Mittel verfüge, um auf dem GSM-Markt mit Herstellern wie Nokia oder Samsung mithalten zu können.
Daher sind ab Januar 2006 keine GSM-Handys mehr für den Export vorgesehen, was unter einigen Mobilfunknutzern mit Sicherheit mit Bedauern aufgenommen werden dürfte, denn die auch in Deutschland erhältlichen Modelle der neuen hinterließen einen vielversprechenden Eindruck. Ebenso will man sich von der Betriebsplattform Symbian trennen und stattdessen künftig Linux-basierte UMTS-Handys herstellen. Im Zuge der Umstrukturierungsmaßnahmen werden außerdem 1.000 Arbeitsplätze gestrichen sowie die Niederlassungen auf den Philippinen und in der Tschechei geschlossen.
Durch das Ausrichten der Ressourcen auf mobile Endgeräte der nächsten Generation und durch das Zusammenfassen von Plattformen für den japanischen Markt, will Panasonic konkurrenzfähiger werden und rentabler arbeiten – es wird mit Einsparungen in Höhe von 58 Millionen US–Dollar gerechnet. Ein Großteil der Analysten begrüßen diesen Schritt, denn Panasonic ist zumindest auf seinem Heimatmarkt mit 3G Handys gut positioniert und auch japanische Konkurrenten wie z.B. Sharp konzentrieren sich bereits seit längerem auf die Produktion von Handsets der 3. Generation. Außerdem solle Panasonic künftig seine Produktpalette eher begrenzen, denn in der Vergangenheit wurden zu viele Handys vorgestellt, die technische Mängel aufwiesen oder – wie z.B. das kompakte Smartphone X700 – schlecht vermarktet wurden.
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