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iPhone & Co.: So schützt Apple die Privatsphäre der Nutzer

Tobias Czullay 08.11.2017 - 13:45|0
iPhone & Co.: So schützt Apple die Privatsphäre der Nutzer

Die Privatsphäre der Nutzer ist Apple wichtig. Das betonte das Unternehmen in der Vergangenheit häufiger, zeigte sich bei der Erklärung entsprechender Schutzmaßnahmen bislang aber zugeknöpft. Ein offizielles Dokument gibt nun Aufschluss darüber, welche Daten gesammelt werden und was mit ihnen geschieht.

Nicht zuletzt die öffentlich gewordenen Anfragen, in denen US-Regierungsbehörden im Zuge von Ermittlungen die Freigabe von Nutzerdaten forderten, bewegten Apple zu einem Statement, aus dem die Haltung des Konzerns zur Privatsphäre der Kunden deutlich wird. Immer wieder betont Apple seitdem, dass man gar nicht an den privaten Daten der Nutzer interessiert sei und diese schon gar nicht an Dritte weitergebe. Um die eigenen Dienste zu verbessern und den Nutzern möglichst akkurate Aussagen der ans Internet angebundenen Assistenzdienste zu liefern, werden aber natürlich trotzdem bestimmte Daten erfasst. Diese werden nach Unternehmensangaben aber so verschleiert, dass keine Rückschlüsse auf den Ursprung gezogen werden können.

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In einem offiziellen Dokument erklärt Apple die Philosophie hinter der "Differential Privacy" (Differenzielle Privatsphäre). Danach werden die für das Unternehmen interessanten Informationen - Wortvorschläge, Emoji, Details aus dem Safari-Browser zu abstürzenden oder besonders energiehungrigen Webseiten und bestimmte vom Nutzer freigegebene Health-Daten - zunächst lokal gesammelt und auf dem Gerät "privatisiert". Die Daten werden dann ohne eine eindeutige Gerätekennung verschlüsselt an die Apple-Server übertragen, wo dann die IP-Adresse und weitere, nicht näher benannte Metadaten entfernt werden. Schließlich werden die relevanten Daten in einer sicheren Umgebung verarbeitet und mit anderen Nutzerdaten aggregiert, bevor die entsprechenden Apple-Mitarbeiter die erstellten Statistiken auswerten dürfen.

Privacy Budget: Nicht mehr Daten als nötig

Mit einer weiteren Maßnahme will Apple verhindern, dass aus den Daten Profile von Nutzern erstellt werden können. Das Unternehmen betont, dass dies durch die oben aufgeführten Methoden ja ohnehin nicht möglich sei, das sogenannte "Privacy Budget" ist nur eine weitere Schutzfunktion. Mit ihr wird bestimmt, dass jedes Apple-Gerät nur in bestimmten Intervallen entsprechende Diagnosedaten an das Unternehmen senden darf - das "Budget" ist dabei so klein, dass Apple gerade genug nützliche Daten erhält. Diese werden höchstens drei Monate auf den Servern gespeichert.

Apple erklärt, dass die "differenzielle Privatsphäre" an die Freigabe der Diagnosedaten auf dem Gerät gekoppelt ist, die dem Nutzer bei der Einrichtung eines iPhone, iPad oder Mac angeboten wird. Wird die Freigabe nicht erteilt, dann werden die Daten auch nicht gesammelt. Nutzer haben zudem die Möglichkeit, eine einmal gewährte Freigabe über die Geräteeinstellungen wieder zurück zu ziehen.

Quelle: Apple (PDF) via Heise

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