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Vodafone und O2: Probleme bei der Nummernmitnahme - keine Kündigung?

Tobias Czullay 09.11.2017 - 15:06|1
Vodafone und O2: Probleme bei der Nummernmitnahme - keine Kündigung?

Vertragskündigung und Rufnummernmitnahme sind zwei paar Schuhe: Ob ein Provider eine Kündigung durchführt oder nicht, darf nicht vom Gelingen einer Rufnummernportierung abhängig gemacht werden. Eine Verbraucherschutzgruppe hatte deshalb Vodafone und O2 abgemahnt – beide Konzerne geloben Besserung.

Ob eine Vertragskündigung beim Provider durchgeht, darf nicht davon abhängen, ob die Portierung der Rufnummer gelingt oder nicht. Das sieht die Arbeitsgruppe "Marktwächter" des Verbraucherzentrale Bundesverbands so und hat die zwei Mobilfunkanbieter O2 und Vodafone abgemahnt.

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"Die Rufnummernportierung ist von der Kündigung des Telefonvertrages rechtlich unabhängig. Kündigt ein Kunde also fristgerecht seinen Vertrag, dann kann das Unternehmen nicht eigenmächtig eine Vertragsverlängerung einleiten", erklärt Tom Janneck, Teamleiter beim Marktwächter Digitale Welt in der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. "Will ein Anbieter seine Kunden glauben machen, das sei anders, dann kann man nicht nur von einer Irreführung über die dem Vertragspartner zustehenden Rechte sprechen", so Janneck weiter, "in solchen Fällen nutzen Telefónica und Vodafone schlichtweg die Rechtsunkenntnis der Verbraucher aus."

Zuvor hatten Kunden Beschwerden bei den Verbraucherschützern eingereicht und darin berichtet, dass ihre fristgemäß eingereichten Kündigungen von den Betreibern ignoriert wurden, weil die Mitnahme ihrer Rufnummer zu einem anderen Anbieter nicht umgesetzt wurde. Dafür konnten technische Probleme oder aber die Kunden selbst verantwortlich sein, die einen entsprechenden Portierungsantrag nach Einreichen der Kündigung zurückzogen. Genannte Anbieter ignorierten die Anträge und verlängerten die Verträge der Betroffenen eigenmächtig.

Anbieter lenken ein

Für die Marktwächter verlief die Abmahnung erfolgreich. Vodafone und O2 lenkten ein und gelobten Besserung. Sollte es bei der Portierung zu Problemen kommen, werden Kunden künftig nicht mehr im Glauben gelassen, ihre Vertragskündigung sei hinfällig, heißt es seitens der Verbraucherschützer.

Mehr zum Thema: Vertragslaufzeit, Tarif

Quelle: Marktwächter

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Kommentare
  1. 09.11.17 19:45 Antiappler (Handy Profi)

    Ja, die Zeiten sind schlecht, da versucht man es mit schäbigen "Tricks" die Kunden beim Anbieter zu halten. ;-)

    Was ist mit Entschädigungen? Durch solche Methoden kann man doch um die Chancen gebracht werden, in ein zu der Kündigungsfrist passendes, super günstiges Angebot einzusteigen.

    Aber offenbar sind die Strafen für solche miesen Sachen immer noch nicht hoch genug.

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