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Project Loon: Internet von Luftballons hilft Hurrikan-Opfern in Puerto Rico

Stefan Schomberg 10.11.2017 - 17:15|0
Project Loon: Internet von Luftballons hilft Hurrikan-Opfern in Puerto Rico

Project Loon von Googles Mutterunternehmen Alphabet, wird gerade im Katastrophenschutz getestet. Innerhalb weniger Wochen positionierten die Verantwortlichen des Projektes Ballons über Puerto Rico, dem größten und einwohnerstärksten Außengebiet der USA, das erst kürzlich von einem Hurrikan schwer getroffen wurde. Damit können theoretisch etwa 100.000 Menschen mit Mobilfunk versorgt werden.

Fast 3,5 Millionen Einwohner hat der Freistaat Puerto Rico, gerade einmal 100.000 davon werden derzeit über Ballons mit Mobilfunk versorgt. Das klingt nach einem Tropfen auf den heißen Stein, tatsächlich handelt es sich eher um einen Testkauf unter Realbedingungen. Außerdem ist die Zeit beachtenswert, in der Alphabet, Googles Holding, sein Project Loon Tausende Kilometer entfernt vom US-amerikanischen Festland und dem Bundesstaat Nevada in Stellung gebracht hat. Zusammen mit den Netzbetreibern AT&T und T-Mobile versorgen die Ballons die Menschen, die vor wenigen Wochen Opfer des Hurrikans Maria geworden sind, mit einem Minimum an mobilem Internet.

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Erstmalig verwendet Alphabet dafür auch Maschinenlernen-Algorithmen, um die Ballons in festen Clustern über den Kerngebieten der Stadt zu halten. Ob und wie lange das funktioniert ist derzeit offenbar noch nicht absehbar, gibt Projektleiter Alastair Westgarth im Project Loon Blog zu bedenken. Derzeit sind etwa 44 Prozent der Funkzellen auf Puerto Rico außer Funktion, 20 bis 60 Prozent des Inselgebietes sind derzeit ohne Netzabdeckung. Alphabet hatte erst vor 14 Tagen die Erlaubnis der US-Zulassungsbehörde FCC erhalten, den Testlauf zu starten. Alphabet arbeitet seit 2013 an Project Loon, mit dem auch entlegene Gebiete der Erde mit Mobilfunk versorgt werden sollen.

So funktioniert Project Loon

Die etwa 15 Meter durchmessenden Ballons verwenden Sonnen- und Windenergie und können grob gesteuert werden, indem sie durch einfache Höhenänderung in unterschiedliche, teils gegenläufige Luftströmungen gebracht werden, die es in der Stratosphäre gibt. Die Kommunikation der Ballons mit der Basisstation erfolgt im 2,4-GHz- und 5,8-GHz-Band zwischen den Ballons untereinander und den Empfängern. Diese Frequenzen verwendet auch WLAN, allerdings verwendet Google ein anderes Protokoll. So will das Unternehmen die weltweit Milliarden Menschen ohne Netzzugang mit Internet in 3G- und inzwischen auch 4G-Geschwindigkeit versorgen.

Quelle: Project Loon Blog via Androidauthority

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