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Google räumt den Play Store auf: Apps mit unzulässigen Zugriffen werden entfernt

Matthias Zellmer 14.11.2017 - 16:14|0
Google räumt den Play Store auf: Apps mit unzulässigen Zugriffen werden entfernt

Google informiert aktuell Software-Entwickler über die anstehende Entfernung von Android-Apps aus dem Play Store, sofern sie unberechtigt die "Accessibility Services" nutzen. Wer keine Nachweise binnen 30 Tagen liefert, fliegt.

Google arbeitet kontinuierlich an der Sicherheit des mobilen Betriebssystem Android. Unter anderem informiert das Unternehmen aktuell Android-App-Entwickler via E-Mail über die anstehende Überprüfung ihrer Anwendung im Play Store. Grund dafür ist der Verdacht, dass viele Programme die Schnittstelle für "Accessibility Services" unrechtmäßig nutzen. Hierbei handelt es sich um Anwendungen, die nicht sichtbar im Hintergrund arbeiten und von anderen laufenden Anwendungen aufgerufen werden können. Ursprünglich sind diese Dienste dafür gedacht, Menschen mit körperlicher Behinderung zusätzliche Hilfe - beispielsweise durch eingeblendete Fenster - zur Seite zu stellen.

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Ein typisches Szenario das Google jetzt verhindern will wäre eine Anwendung, die im Hintergrund ohne Root-Rechte und auf Basis der "Accessibility Services" Systemprozesse und Eingaben abfängt, ersetzt und/oder unbemerkt an einen Server sendet. Prominente Beispiele für eine missbräuchliche Anwendung war der Quadrooter- und Stagefright-Exploit.

App-Schau: Diese Apps automatisieren euer Smartphone | (c) Areamobile
App-Schau: Diese Apps automatisieren euer Smartphone
LastPass | (c) LastPass
LastPass | (c) LastPass

Leider gibt es auch gutgesinnte Anwendungen wie "Cerberus", "LastPass" oder "Tasker", die unter Verwendung von "Accessibility Services" dem Anwender nützliche Dienste erweisen. Auch diese sind nun vom Ausschluss bedroht. Entwickler aller Herrenländer lassen mit über 100 Kommentaren auf Reddit ihrem Unmut freien Lauf. Google selbst hat sich aber an der regen Diskussion noch nicht beteiligt.

Google droht mit App-Löschung und Konto-Sperrung

Bis dato war Google sehr kulant was die Verwendung der "Accessibility Services" anbelangte. Doch nun weist Google in dem Schreiben die betroffenen Developer darauf hin, entweder die verwendete API (Programmierschnittstelle) zu entfernen oder binnen 30 Tagen nachzuweisen, dass ihre Android-Anwendung in der Tat einen Mehrwert für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung bietet. Ansonsten haben sie damit zu rechnen, dass ihre Anwendung aus dem Google Play entfernt und unter Umständen ihr Google-Entwickler-Account lebenslang gesperrt wird.

Mehr zum Thema: Apps, Google Play Store, Android-Apps

Quelle: Reddit via Heise

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