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Snapdragon Tech Summit 2017: Technik-Trends vor malerischer Kulisse

Stefan Schomberg 09.12.2017 - 09:00|0
Snapdragon Tech Summit 2017: Technik-Trends vor malerischer Kulisse

Auf dem Snapdragon Tech Summit 2017 auf Hawaii stellte Qualcomm technische Neuerungen und neue Partnerschaften vor und gab einen Ausblick auf kommende Entwicklungen. Noch fehlen allerdings die Voraussetzungen für die schöne neue Technik-Welt.

Hunderte von Pressevertretern aus aller Welt hat Qualcomm zum Snapdragon Tech Summit 2017 auf der hawaiianischen Insel Maui hergekarrt. Vor malerischer Kulisse stellte das Unternehmen neue Produkte und künftige Anwendungsbeispiele vor. Dabei ging es um Themen wie den neuen Mobilprozessor Snapdragon 845, das Internet der Dinge und den Mobilfunkstandard 5G.

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Windows on ARM

Windows 10 läuft jetzt auch auf ARM-Chipsätzen wie dem aktuellen Snapdragon 835. Das war das beherrschende Thema des ersten Tages des Tech-Meetings. Dadurch werden Laptops und Laptop-artige 2-in-1-Geräte möglich, die wesentlich längere Laufzeiten als herkömmliche tragbare Computer haben. Zudem sind diese Geräte wie Smartphones permanent online und außerdem auch noch vergleichsweise günstig.

Da jegliche bisher verwendete Windows-Software emuliert wird und somit problemlos laufen soll, dürften die neuen Geräte vor allem für Durchschnittsnutzer interessant sein, die am Computer in erster Linie im Internet surfen, Texte schreiben, Filme schauen, videochatten oder sonstige eher einfache Aufgaben verrichten, die keine übertriebene Rechen- und Grafikpower benötigen. Auch wenn die Leistung für einfachere Spiele ausreicht, sind die neuen Modelle auch mit dem neuen Snapdragon 845 nichts für Hardcore-Gamer, die Triple-A-Titel in hoher Auflösung und vollen Details spielen wollen.

Snapdragon 845

Qualcomm Snapdragon 845 | (c) Areamobile
Snapdragon 845

Der Snapdragon 845 stand thematisch im Mittelpunkt des zweiten Tages. Er hat 30 Prozent mehr Leistung oder ist um 30 Prozent energiesparender als der Snapdragon 835 bei exakt der gleichen Aufgabenstellung - je nachdem, was man mit ihm macht. Reizt man die gesteigerte Leistung aus, so sollte man keine Energieeinsparung erwarten. Den Leistungszuwachs bzw. die höhere Energieeffizienz der Grafikeinheit des neuen Qualcomm-SoCs beziffert der Hersteller im Generationenvergleich ebenfalls mit 30 Prozent. Bei Anwendungen wie Augmented Reality und Virtual Reality sollen Anwender durch den Snapdragon 845 nicht nur von ausreichender Leistung, sondern auch mehr Bewegungsfreiheit, sowie schnelleren und stabileren kabellosen Datenverbindungen profitieren. Zusätzliche und überraschende Neuerung: ein dedizierter Chip zur Sicherung der biometrischen Daten und mobilen Zahlungsvorgänge.

Mit dem neuen Chipsatz von Qualcomm können Nutzer mit ihren Android-Smartphones 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde in HDR und mit gesteigertem Farbumfang aufnehmen können. Künstliche Intelligenz soll zudem helfen, die optimalen Belichtungseinstellungen für das jeweilige Motiv zu finden. Qualcomm setzt dafür allerdings nicht auf einen dedizierten Chipsatz wie Huawei mit dem Kirin 970 mit eigener NPU, sondern auf den digitalen Signalprozessors (DSP).

Die Entwicklung eines neuen Chipsatzes dauert nach Aussage von Qualcomm in der Regel satte drei Jahre - da könne man nicht von heute auf morgen auf eine andere Lösung umschwenken. Ob die Wahl des DSP anstelle einer NPU richtig oder falsch ist, bleibt abzuwarten.

Zukunftsvisionen

Am dritten Tag des Snapdragon Tech Summit 2017 ging es um künftige Anwendungszenarien. Neue Übertragungsstandards wie 5G werden Mobile Gaming sowie AR- und VR-Anwendungen immer realistischer anmuten und mobile Geräte stärker als bisher uns im Alltag unterstützen - zumindest theoretisch. Im Internet der Dinge werden unzählige Geräte um uns herum in Echtzeit Daten miteinander austauschen. Dann weiß beispielsweise der Skifahrer dank seiner Datenbrille, wie schnell er gerade fährt, welche Abfahrt er nehmen muss und wo Gefahrenstellen kommen. Oder eine Autofahrerin sieht, wie lange eine Ampel noch rot ist, wird vor einem nahenden Stauende gewarnt oder bekommt Vorschläge, auf welcher Fahrspur sie am schnellsten vorankommen wird.

Was auch denkbar ist: Wer auf Geschäftsreise ist, kann sich als Avatar - nicht materiell - quasi nach Hause beamen und mit den Daheimgebliebenen sprechen. Alles, was man dafür benötigt, sind Kameras und eine AR-Brille. Über 3D-Sound kann man trotz der großen tatsächlichen Distanz hören, von welcher Seite man angesprochen wird und entsprechend den Kopf drehen - was wiederum die Verwandten bei sich zuhause sehen.

Was erforderlich ist

Dafür, dass es soweit kommt, müssen Wirtschaft und Politik aber erst noch die Weichen stellen. Flächendeckend verfügbare schnelle Datenverbindungen, erschwingliche Zugänge mit ausreichend großem Dateninklusivvolumen sowie wirksame und vertrauenswürgige Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre der Anwender sind beispielsweise gefragt. Die 5G-Technik wird nach Angaben von Qualcomm 2019 verfügbar sein. Der EU-Ministerrat hat sich kürzlich darauf geeinigt, einen nennenswerten 5G-Ausbau bis 2025 zu erreichen.

Mehr zum Thema: Qualcomm, Smartphones, Snapdragon, Tablet

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