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China: Google stockt Hardware-Abteilung auf

Tobias Czullay 21.12.2017 - 13:23|0
China: Google stockt Hardware-Abteilung auf

China war für Google schon immer ein schweres Pflaster, viele strenge Auflagen hindern den Konzern bislang an der Expansion. Jetzt wagt Google einen neuen Angriff und stockt die Hardware-Abteilung in Schanghai deutlich auf. Nicht nur auf dem chinesischen Markt dürfte das dem Unternehmen weiter helfen.

Dass sich Google auch im Hardware-Geschäft profilieren möchte, zeigen nicht zuletzt die unter dem eigenem Banner geführte Pixel-Sparte und die Übernahme eines Großteils der an der Smartphone-Entwicklung beteiligten HTC-Mitarbeiter. Laut einem Bericht von "The Information" stockt der Konzern auch die Belegschaft in seinen Büros in Schanghai auf: von 20 Mitarbeitern im vergangenen Jahr auf aktuell 150 Beschäftigte. Dazu hat der Android-Betreiber angeblich auch Arbeitskräfte von Amazon und Apple abgeworben. Und Google sucht weiter: Aus Stellenanzeigen (1, 2) geht hervor, dass neue Manager und Ingenieure eingestellt werden, die für die Entwicklung neuer Geräte verantwortlich sind. Dazu zählen solche aus den Bereichen Virtual Reality, Laptops, Smart Home und Smartphones.

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Doch soll die Abteilung in Schanghai offenbar nicht nur produktiven Input für Googles Hardware-Line-up bringen, sondern auch Verbindungen zu den ansässigen Zulieferern herstellen. Bislang lässt Google Geräte wie die Nexus-Smartphones von Drittanbietern fertigen, die bereits entsprechende Partnerschaften pflegen. Mit der eigenverantwortlichen Herstellung muss der Konzern selbst auf Tuchfühlung mit Komponentenlieferanten gehen. Mit einer Abteilung nahe des Produktionsstandorts hätte Google schließlich auch die Möglichkeit, die Fertigung der Geräte besser zu kontrollieren - und Qualitätsmängel wie jene bei den Pixel-Smartphones vorab zu unterbinden. Laut einem Digitmes-Bericht gehen die Pläne von Google sogar so weit, dass das Unternehmen eine eigene Smartphone-Manufaktur nahe Schanghai errichten möchte.

Google tut sich in China schwer

Abzuwarten bleibt, ob Google auch auf ansässige Smartphone-Hersteller Einfluss nehmen wird, um Geräte unter dem eigenen Firmennamen auf dem streng regulierten chinesischen Markt herauszubringen. Da Google nach wie vor die eigenen Apps und Dienste nicht in China anbieten darf, müssten Smartphones oder andere Gegenstände mit abgewandelter Software bespielt sein. Denkbar ist auch, dass günstige Smartphones in Zusammenarbeit mit chinesischen Herstellern nach Europa und in die USA verkauft werden.

Mehr zum Thema: Smartphone-Markt, Google Pixel

Quelle: The Information, Digitimes via 9to5Google

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