Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
Anzeige
 

Apple: Auch iPhones und iPads von Meltdown und Spectre betroffen

Stefan Schomberg 05.01.2018 - 11:20|0
Apple: Auch iPhones und iPads von Meltdown und Spectre betroffen

"Meltdown" und "Spectre" heißen zwei schwere Sicherheitslücken, die im Prinzip alle Geräte betreffen – neben PCs auch Smartphones und Tablets. Jetzt musste auch Apple zugeben: Ja, auch Macs, iPhones und iPads sind verwundbar. Es gibt nur eine Ausnahme.

In einem offiziellen Statement hat Apple bestätigt, dass nicht nur PCs und Android-Smartphones sowie Android-Tablets von den gravierenden Sicherheitslücken "Meltdown" und "Spectre" betroffen sind, sondern auch alle Mac-Systeme, iPhones und iPads. Einzige Ausnahme: die Apple Watches. Gegen den Meltdown-Bug in modernen Prozessoren, den Apple als nur schwer auszunutzen ansieht, hat das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits mit iOS 11.2, macOS 10.13.2 und tvOS 11.2 erste Schritte eingeleitet. In den nächsten Tagen sollen außerdem weitere Updates folgen, mit denen die Sicherheitslöcher vollständig gestopft werden, so Apple. Dann wird auch der Safari-Browser ein Update erhalten, um ihn gegen Spectre abzusichern. Den Spectre-Bug hält Apple für weniger leicht ausnutzbar, obwohl er auch per JacaScript im Webbrowser ausgenutzt werden kann.

Anzeige

Da zum Exploit der Sicherheitslücken normalerweise zuvor infizierte Apps auf den entsprechenden Geräten installiert werden müssten, empfiehlt Apple, nur vertrauenswürdige Quellen wie den App Store für Downloads zu verwenden. Nach Angaben des Unternehmens gibt es bislang keine Berichte darüber, dass die Schwachstelle ausgenutzt wurde.

Schutzlösungen verlangsamen Geräte nicht

Auch zu den Spekulationen, Lösungen zum Schutz vor Meltdown und Spectre verlangsamten betroffene Geräte um bis zu 30 Prozent, äußerte sich Apple. Nach Angaben des Unternehmens seien Leistungseinbußen nicht vorhanden. Weder auf macOS-, noch auf iOS-Geräten sei eine messbare Verringerung der Leistung in Benchmarks oder in Browser-Tests auszumachen.

Als Meltdown wurde eine Schwachstelle in Prozessoren benannt, die einem Programm unbefugten Zugriff auf Speicherinhalte oder Virtuelle Maschinen erlaubt. Dieser Fehler beschränkt sich nach aktuellem Informationsstand auf Geräte mit Intel-Chip - also auch Macs. Als Spectre wird hingegen eine Lücke bezeichnet, durch die Programme andere Programme ausspionieren können. Dazu wird die seit Jahren in der Chipfertigung geläufige "Speculative Execution" ausgenutzt, mittels derer Prozessoren die potentielle Handlungen des Nutzers vorherzusagen versuchen, um entsprechende Ergebnisse bereitzuhalten und dadurch im Bedarfsfall schneller verwenden zu können.

Mehr zum Thema: Quad-Core-Prozessor

Quelle: Apple via 9to5mac

Kommentar schreiben

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

 
Anzeige
Aktuelle Geräte im Test
Anzeige