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Apple muss 136 Millionen Pfund Steuern in England nachzahlen

Stefan Schomberg 11.01.2018 - 10:09|29
Apple muss 136 Millionen Pfund Steuern in England nachzahlen

Das britische Finanzamt hat festgestellt, dass Apple insgesamt rund 136 Millionen Pfund zu wenig Steuern gezahlt hat. Die fordert das Ministerium nun zurück. Für Apple ein normaler Vorgang, der schon in den aktuellen Geschäftszahlen berücksichtigt sei.

Was in Deutschland banal "Finanzamt" heißt, trägt in England den wohlklingenden Namen "Her Majesty's Revenue and Customs", kurz HMRC. Sinn und Zweck des Ministeriums ist der Gleiche wie bei uns: Steuern eintreiben. Und genau das will man jetzt bei Apple tun. In einer laut Apple mehrjährigen Untersuchung hat das HMRC jetzt nämlich abschließend festgestellt, dass Apple etwa 136 Pfund Steuern zu wenig gezahlt hat. Das berichtet die Financial Times. Die Rückzahlungen beziehen sich auf einen Zeitraum ab 2015.

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Dem Artikel zufolge hat Apple Europe nicht genügend Einnahmen von einer irischen Schwesterfirma erhalten. In England generiert Apple Europe unter anderem über Marketingdienstleistungen Umsätze, hier sind knapp 800 Mitarbeiter angestellt. Bei den 136 Millionen Pfund handele es sich um "zusätzliche Steuern und Zinszahlungen" wegen der "vergrößerten Aktivität" von Apple Europe, so die Zeitung. Nach ihren Berechnungen zahlte Apple außerhalb den USA in 2015 im Schnitt gerade einmal 6 Prozent Steuern.

"Größter Steuerzahler" trotz 13 Milliarden Strafzahlungen?

Apple ist nach eigenen Aussagen der weltweit größte Steuerzahler und werde regelmäßig von Steuerbehörden überprüft. Die jetzt aufgerufene Nachzahlung sei Teil einer Einigung mit der HMRC und bereits in den aktuellen Geschäftszahlen verzeichnet. Mehr Sorgen, als wegen der in England vergleichsweise geringen Nachzahlung, dürfte sich Apple ohnehin wegen einer Nachforderung der EU in Irland machen. Dort soll das Unternehmen eine Strafzahlung in Höhe von etwa 13 Milliarden Euro leisten.

Quelle: Financial Times via Heise

 
Lesen Sie alle 29 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 11.01.18 15:29 Christopher Gabbert (areamobile.de)

    Die Kommentar-Funktion für diesen Artikel wurde aufgrund zahlreicher Offtopic-Beiträge deaktiviert. Bitte eröffnet einen separaten Forums-Beitrag, wenn ihr weiter über das finanziell ungleiche Gefüge in Deutschland diskutieren möchtet.

  2. 11.01.18 14:22 Stefan Schomberg (Leitender Testredakteur)

    Was geht denn hier ab? Ich sage einfach mal nix zu einigen hier, die offenbar wirklich der Meinung sind, der (Spitzen)Steuersatz wäre das größte Problem in diesem Land. Allerdings verweise ich darauf, dass es hier eigentlich um Apple und nachzuzahlene Steuern hätte gehen sollen - und nicht um Stammtischparolen angeblich Besserverdienender!
    Also: Back to topic!

    mfg

  3. 11.01.18 14:21 blueskyx (Advanced Member)

    @ foetor

    Sorry, aber die Steuern bei 54K sind doch ein Witz. :D

    @ tayler

    Du wirfst hier zwei Dinge durcheinander. Es geht hier um den Steuersatz, nciht um Sozialschmarotzer oder Arbeitsverweigerer. Zudem gibt es - Gott sei Dank! - noch genug Leute, die ihren Job aus Überzeugung machen. Gerade im Sozialbereich. Würden die alle Wert auf Karriere legen, hätten wir in vielen Bereichen schon ganz andere Probleme!

  4. 11.01.18 14:21 blueskyx (Advanced Member)

    @ foetor

    Sorry, aber die Steuern bei 54K sind doch ein Witz. :D

    @ tayler

    Du wirfst hier zwei Dinge durcheinander. Es geht hier um den Steuersatz, nciht um Sozialschmarotzer oder Arbeitsverweigerer. Zudem gibt es - Gott sei Dank! - noch genug Leute, die ihren Job aus Überzeugung machen. Gerade im Sozialbereich. Würden die alle Wert auf Karriere legen, hätten wir in vielen Bereichen schon ganz andere Probleme!

  5. 11.01.18 14:13 tayler (Advanced Member)

    Blue...,
    90% sind selbst verantwortlich.
    Der Markt der Arbeit regelt sich von selbst.
    Es wird sich immer jemand für den Ar....abputzen finden weil es a.immer wieder Faule und Bequme geben wird oder b.deren Stundenlöhne wird so hoch sein das es sich für diejenigen und Anwärter wieder richtig lohnt.

    Warum muss er jetzt diesen Job machen und hat wenig Geld!!??
    Weil er zu 90% zur ersten Gruppe gehörte und wahrscheinlich nichts besseres findet.
    Dann soll er weiter an SICH SELBST und SEINEN Veränderungsmöglichkeiten arbeiten.

  6. 11.01.18 14:04 DerZander (Handy Profi)

    Man kann sicherlich über die Details des Steuersystems sprechen, aber ich hoffe, wirklich du bist nicht älter als 12 bei deiner naiven und unwissenden politischen "Meinung" zu dem Thema, Foetor.

Diese Diskussion wurde geschlossen und es können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

 
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