Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
Anzeige
 

CES-Nachschlag: Smartwatches, Headsets, Autos und mehr

Sebastian Zelada 14.01.2018 - 18:00|0
CES-Nachschlag: Smartwatches, Headsets, Autos und mehr

Die CES 2018 ist vorbei und bei all den Neuheiten gibt es durchaus einige Gadgets inner- und außerhalb des Smartphone-Kosmos, von denen wir noch nicht berichtet haben. Wir reichen die interessantesten Vorstellungen nach.

Auf der CES 2018 haben wir zahlreiche interessante Geräte bestaunen dürfen und so manche Nachricht macht Smartphone-Enthusiasten für den Rest des Jahres bereits den Mund wässrig. So beispielsweise das faltbare Smartphone von Samsung, welches noch 2018 erscheinen soll. Aber auch über dieses Jahr hinaus haben die Hersteller tolle Konzepte in der Pipeline. Naturgemäß konnten wir in der letzten Woche nicht über alle Kracher und Kuriositäten der Mega-Messe berichten. Deshalb gibt es nun den CES-Nachschlag, mit sinnvollen aber auch sinnlosen Gadgets und Geräten, zum Träumen, Staunen und Stirnrunzeln.

Anzeige

Ehemaliger Konkurrent will Qi auf die Sprünge helfen

An der Qi-Front bahnt sich eine dicke Evolution an. Nachdem Apple bekanntermaßen mit dem iPhone 8 und iPhone X erstmals überhaupt mit Qi auf kabelloses Laden setzt und damit schlagartig eine deutlich größere Zahl an Geräten den Standard unterstützen, kommt Bewegung in den Markt der strippenlosen Stromversorgung. Powermat, welches bisher der mit Qi konkurrierenden Airfuel Alliance angehörte, schließt sich dem Wireless Power Consortium an und bringt seine fortschrittliche Technologie in die Qi-Technik ein. Powermats Lösungen sind Qi in einigen Bereichen deutlich überlegen.

QI-Ladestation von Powermat lädt besonders schnell | (c) Powermat
QI-Ladestation von Powermat lädt besonders schnell | (c) Powermat

Statt 15 Watt, beherrscht Powermats Technik satte 40 Watt und kann damit nicht nur Geräte schneller aufladen, sondern hat nach eigenen Angaben auch keine erhöhten Temperaturen während des Ladevorgangs zu verbuchen. Künftig soll die Technik auch 90 Watt ermöglichen und auf diese Weise selbst Notebook kabellos laden können.

Huawei zeigt VR-Headset für PC und Smartphone

Virtual Reality wird langfristig wohl durchaus ein interessanter Faktor für den Massenmarkt. Aktuell kämpfen Firmen, die bereits VR-Brillen herstellen, jedoch um Relevanz. Huawei will mit seinem VR-Headset VR2 neue Wege gehen, denn die Brille kann sowohl mit dem PC als auch mit dem Smartphone genutzt werden. Sie verfügt über eine Auflösung von 1.440 x 1.600 Pixel bei 90 Hz und wird per USB-C mit Geräten verbunden.

Huawei VR2 Geräte | (c) Huawei
Huawei VR2 Geräte | (c) Huawei
Huawei VR-Brille nebst Mate 10 | (c) Huawei
Huawei VR-Brille nebst Mate 10 | (c) Huawei

Für das Gerät möchte Huawei Spiele und IMAX-Filme anbieten. Von letzteren haben die Chinesen sogar schon einige lizenziert. Besonders positiv: Die Brille ist äußerst leicht und setzt viel Wert auf Tragekomfort. Auch Brillenträger sollen mit ihr keine Probleme haben. Mit den in China veranschlagten 2000 Yuan, die 260 Euro entsprechen, ist das gute Stück aber auch deutlich teurer als beispielsweise Googles Daydream View. Ein Veröffentlichungstermin für den Westen steht ebenfalls noch nicht fest. User im Reich der Mitte können VR2 bereits ab dem 25. Januar nutzen.

Kickstarter-Smartwatch Blocks

Die interessante Smartwatch Blocks, die bereits vor über zwei Jahren mit 1,6 Millionen Dollar auf Kickstarter finanziert wurde, hat dieses Jahr ebenfalls wieder ihren Weg auf die CES gefunden. Nachdem der ursprüngliche Erscheinungstermin im Mai 2016 nicht eingehalten werden konnte, soll es dieses Jahr endlich mit dem Release klappen. Für 260 US-Dollar kommt die Baukasten-Uhr diesen Sommer auf den Markt. Der Clou sind die auswechselbaren Module, die jeweils 35 Euro extra kosten.

Die modulare Smartwatch Block | (c) Blocks
Die modulare Smartwatch Block | (c) Blocks

Die Basis-Uhr verfügt lediglich über das Display, WLAN und Bluetooth. Weitere Funktionen, wie ein Messgerät für die Herzfrequenz, ein extra Akkumodul, eine Taschenlampe oder GPS können hinzugekauft werden. Weitere Module mit Fingerabdruckscannern, EKG und NFC sind in Planung. Irgendwann sollen auch eine Kamera ein SIM-Modul und extra Speicher erschienen. Mit dem optionalen Zusatz-Akkupack entwickelt sich die Uhr zum Dauerläufer: 60 Stunden Standby sollen erreicht werden. Mit GPS immerhin noch 15 Stunden.
 
Das System an sich funktionierte bei Tests auf der CES tatsächlich gut. Ob die Bastelei aber Fluch oder Segen ist, müssen die Verbraucher entscheiden. Das Betriebssystem ist übrigens nicht Android Wear, sondern ein angepasstes Android in der Version 8.0. Das unterstreicht den Anspruch der Macher, mit Blocks ein eigenständiges Wearable anzubieten, welches nicht als Erweiterung von Smartphones positioniert wird, sondern als autarkes Gerät.

Garmins Forerunner wird musikalisch

Geräte wie die Apple-Watch und Motorola 360 Sport haben es bereits vorgemacht: Wearables, die Musikfunktionen autonom nutzen können, sind im Kommen. Garmin präsentierte deshalb mit der Forerunner 645 M eine neue Sportuhr. Anders als bisherige Garmin-Wearables hat das Gerät einen Speicher für bis zu 500 Songs und kann auch Playlisten, Songs und Alben von Deezer im Offline-Modus abspielen. Spotify oder Google Play Musik werden jedoch ebenso wenig unterstützt, wie Apple Music.

Garmin Forerunner Smartwatch | (c) Garmin
Garmin Forerunner Smartwatch | (c) Garmin

Neben GPS, Glonass-Empfänger, Pulssensor, Kompass, Thermometer und Barometer sind auch Messwerte für die maximale Sauerstoffaufnahme erfassbar und kontaktloses Bezahlen über NFC und Garmin Pay möglich. Zudem wird das Gerät in der Lage sein, Prognosen für Wettkämpfe abzugeben und ist mit einer Reihe von anderen Sportsensoren kompatibel. Sie ist bis 50 Meter wasserdicht und für Triathlon-Wettkämpfe geeignet. Mit 449,99 Euro ist die Musikvariante gut 50 Euro teurer als die reguläre Forerunner 645. Sie wird im ersten Quartal 2018 in einer roten und einer blauen Version erscheinen.

Shell: Die Standalone-Smartwatch

Was Apple offenbar mit seiner neuesten Version der Apple Watch vorhat, will auch Shell erreichen. Das Startup setzt mit seiner gleichnamigen Smartwatch auf ein Standalone-Konzept. Ein Handy soll also nicht mehr nötig sein, um mit dem Wearable zu telefonieren. Das gute Stück fungiert als autonomes Gerät, welches im Uhrenmodus oder im Handymodus genutzt werden kann.

Die Shell Standalone-Smartwatch | (c) Shell
Die Shell Standalone-Smartwatch | (c) Shell

Dazu trägt man es entweder am Handgelenk und nutzt es als reguläre Smartwatch oder klappt zwei Flügel aus, die als Lautsprecher und Mikrofon fungieren. Damit transformiert sich das Gerät zu einem vollwertigen Telefon. Zudem ist eine 12-Megapixel-Kamera integriert, die sowohl Fotos als auch Videos aufnehmen kann und um 360 Grad frei schwenkbar ist. Interessante Idee: Sollte der Strom knapp werden, können die Nutzer die Flügel bewegen, um das Gerät mit Energie zu versorgen. Fünf Minuten Fummelei resultieren laut Hersteller in einer ebenso langen Gesprächszeit. Ob das jedoch ein Kaufgrund ist, darf bezweifelt werden.

Byton Concept: Smarter SUV

Gut, das chinesische Unternehmen Byton, welches von ehemaligen deutschen BMW-Managern geführt wird, hat kein Smartphone gezeigt, sondern ein spektakuläres Elektro-Auto. Wir haben es dennoch in die Liste aufgenommen, da die Vision von der Integration seiner Smartfunktionen selbst den großen Bildschirm im Tesla Model 3 wie ein briefmarkengroßes Relikt aus Tagen eines Nokia 3310 wirken lassen. Der Byton Concept ist ein SUV, der bereits im kommenden Jahr in Shanghai vom Stapel fahren soll. Das Besondere: Über das gesamte Armaturenbrett ist ein 1,24 Meter (!) breites Display verbaut, welches 25 Zentimeter hoch ist und im autonomen Fahrmodus Filme anzeigen kann.

Byton Concept SUV | (c) Byton
Byton Concept SUV | (c) Byton

Neben umfangreichen Entertainment-Möglichkeiten und einem zweiten Screen, in der Mitte des Lenkrades, ist vor allem der Preis eine Ansage. Der SUV in der Größe eines X5 soll zunächst in China zum Preis eines X3 auf den Markt kommen. Für 37.500 Euro gibt es viel Auto, mit wenig Knöpfen. Während bei den Pferdestärken mit zwei Modellen (272 oder 476 PS) ordentlich zugelangt wird, schneidet Byton an anderer Stelle Zöpfe ab.

Byton Concept SUV | (c) Byton
Der Byton Concept SUV kommt ohne Außenspiegel aus | (c) Byton

Das Auto soll nämlich ohne Außenspiegel auskommen. Stattdessen verbaut die Firma Kameras, welche das Geschehen neben und hinter dem SUV-Koloss auf den Bildschirm übertragen. Eine Kamera an der Tür erkennt das Gesicht der Fahrer und lädt beim Einsteigen personalisierte Konfigurationen, wie die favorisierte Sitzposition. 2020 soll das Auto auch bei uns erscheinen und bis zu 500 Kilometer mit einer Ladung zurücklegen können. Wer eine Schnellladestation nutzt, tankt in 30 Minuten 80 Prozent der Energiezelle voll. An zahlungskräftigen Investoren mangelt es dem Projekt übrigens nicht. Zu den Geldgebern gehört unter anderem Tencent, der chinesische Internet- und App-Riese.

Sgnl Smart Strap

Einen Ausflug in bizarrere Gefilde macht die Sgnl Smart Strap. Ein Armband, das als Telefon funktioniert, indem es Schall vom Handgelenk über den Finger ans Ohr leitet. So telefoniert man, indem man sich den Zeigefinger ins Ohr steckt. Sieht gewöhnungsbedürftig aus, brachte dem Unternehmen Innomdle Lab auf Kickstarter jedoch 1,5 Millionen Dollar ein.

Das SGNL Smart Strap | (c) SGNL
Das SGNL Smart Strap | (c) SGNL

Für 250 Dollar soll das Gerät erscheinen und will den Beweis antreten, dass es das herkömmliche smarte Mobiltelefon ersetzen kann. Außer der Telefonie wird das Gadget aber nicht viel bieten. Ein Bluetooth-Headset dürfte für die meisten Menschen praktikabler sein. Damit kann man auch die Hände in den Hosentaschen lassen.

Yevo X Humanium

Zu Abschluss wird es gemeinnützig: Das schwedische Unternehmen Yevo zeigte auf der CES kabellose In-Ear-Ohrhörer, die aus Humanium gefertigt sind. Humanium ist Metall aus beschlagnahmten und eingeschmolzenen illegalen Waffen. Für den stolzen Preis von 499 Dollar unterstützen Käufer die schwedische Entwicklungsorganisation IM, welche hinter den Yevo X steckt. Sie kämpft seit 1938 gegen Armut und Ausgrenzung und operiert in 13 Ländern, rund um den Globus.

Die Yevo X Humanium | (c) Yevo
Die Yevo X Humanium | (c) Yevo

Die Hälfte der Einnahmen aus jedem Headset, also 250 Dollar pro Ohrhörerpaar, gehen deshalb an humanitäre Organisationen in Gebieten wie in Guatemala oder El Salvador und sollen die Probleme in diesen Regionen lindern, die durch illegale Waffen und der daraus entstehenden Gewalt leiden.

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, CES, Smartphone, Connected Car, Qi

Kommentar schreiben

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

 
Anzeige
Aktuelle Geräte im Test
Anzeige