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Geplante Obsoleszenz: Ermittlungen gegen Apple und Samsung eingeleitet

Christopher Gabbert 19.01.2018 - 11:11|0
Geplante Obsoleszenz: Ermittlungen gegen Apple und Samsung eingeleitet

In Italien werden aktuell Ermittlungen gegen Apple und Samsung eingeleitet. Beiden Unternehmen wird vorgeworfen, die Lebenszeit ihrer Geräte künstlich zu verkürzen, um Kunden zum Kauf neuer Produkte zu bewegen.

Nach Frankreich wird jetzt auch in Italien gegen Apple und Samsung wegen geplanter Obsoleszenz ermittelt. Dafür hat die italienische Wettbewerbsschutzbehörde Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato (AGCM) ein Verfahren gegen die beiden Unternehmen eingeleitet. Der Vorwurf: Beide Hersteller lassen ihre Produkte vorzeitig künstlich Altern, um Kunden zum Neukauf zu bewegen.

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Dafür verringern sie der Behörde zufolge zum Beispiel die Leistungsfähigkeit ihrer Smartphones mit der Zeit. Bei Apple beruht das Verfahren auf der bekannt gewordenen Drosselung älterer iPhone-Modelle aufgrund des weniger leistungsfähigen Akkus. Neu sind solche Anschuldigungen bei Samsung. Bislang liegen keine dazu Informationen vor, wegen welcher Geräte oder Praktiken Samsung die geplante Obsoleszenz vorgeworfen wird.

Nachdem bekannt wurde, dass ältere iPhones als Schutzmaßnahme gedrosselt werden, äußerte sich Ende vergangenen Jahres Samsung noch mit den Worten: "Produktqualität war immer die höchste Priorität von Samsung Mobile und wird es auch immer sein. Wir stellen die verlängerte Akkulebensdauer unserer Mobilgeräte durch viele Vorsichtsmaßnahmen sicher. Dazu zählen Software-Algorithmen, die die Stromstärke beim Laden bestimmen und die Ladezeit anpassen. Wir verringern die CPU-Performance durch Softwareupdates während der Produktlebenszyklen des Mobiltelefons nicht."

Apple bestreitet die Vorwürfe

In Frankreich wird nach einer Sammelklage französischer Verbraucherschützer seit Anfang des Jahres gegen Apple wegen des Verdachts der Täuschung und der geplanten Obsoleszenz ermittelt. Dort gibt es seit 2015 ein Gesetz gegen die geplante Alterung von Geräten. Apple entschuldigte sich bereits für die schlechte Kommunikation mit den Kunden, bestreitet jedoch die Vorwürfe und betont, dass die Drosselung "im besten Interesse der Verbraucher" geschehe. Beschädigte Batterien auf älteren Geräten können unerwartete Abschaltungen verursachen, was zu einer schlechten Benutzererfahrung führe, heißt es seitens des Unternehmens.

Bis zum 23. Januar muss Apple zudem in den USA dem Senator John Thune aus dem US-Handelsausschuss Rede und Antwort stehen. Er will unter anderem wissen, wie Apple mit Kundenbeschwerden zu einem langsamen iPhone umgegangen sei. Außerdem erkundigt er sich, ob Kunden, die den Akku im iPhone aufgrund der Drosselung ausgetauscht und dafür den vollen Preis bezahlt haben, nachträglich ein Rabatt angeboten wurde.

iPhone-Drosselung lässt sich bald abschalten

Als Reaktion auf die massive Kritik an der iPhone-Drosselung, gibt Apple Nutzern bald die Möglichkeit, die künstliche Verlangsamung zu deaktivieren. Das gab Apple-Chef Tim Cook in einem Interview mit dem US-Fernsehsender ABC bekannt. Das Feature soll Bestandteil eines Updates für iOS 11 sein, das voraussichtlich im Frühling dieses Jahres ausgeliefert wird. Eigentlich wollte das Unternehmen zunächst nur eine Benachrichtigung einblenden, mit der Nutzer über das Heruntertakten des Prozessors informiert werden.

Mehr zum Thema: iPhone, Akku, Android-Smartphone, Smartphone, Galaxy-Smartphone

Quelle: AGCM

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