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Sony: Kein Sicherheits-Update gegen Spectre und Meltdown für ältere Modelle

Stefan Schomberg 26.01.2018 - 13:30|13
Sony: Kein Sicherheits-Update gegen Spectre und Meltdown für ältere Modelle

Aktuelle Smartphones bekommen auch bei Sony ein Update gegen die gravierenden Sicherheitslücken Spectre und Meltdown – das darf man von einem großen Hersteller wohl auch erwarten. Jetzt hat sich der Sony-Support allerdings zu älteren Geräten geäußert und diese Aussage dürfte Besitzer des Xperia Z5 und Co. nicht erfreuen.

Spectre und Meltdown gelten als zwei der größten Sicherheitslücken, seit es Computer gibt. Da erscheint es nur logisch, dass Hersteller alles daran setzen, diese Lücken zu schließen. Dass das machbar ist, zeigen bislang auch die meisten Hersteller. Sony war in der Liste bislang nicht vertreten, Nutzer dürfen aber wohl erwarten, dass auch Sony seine Smartphones mit entsprechenden Patches versorgt. Zumindest neuere Modelle wie Xperia XZ1 oder Xperia XZ1 Compact. Bei älteren Modellen sieht das offenbar anders aus.

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Ein Nutzer hat jetzt eine offizielle Antwort vom Sony-Support auf seine Frage nach einem entsprechenden Sicherheits-Patch für sein Sony Xperia Z5 Premium erhalten. Daraus geht hervor, dass Sony für das ehemalige Topmodell kein Update ausliefern wird, die bekannten Sicherheitslücken werden also nicht geschlossen.

Auch für andere ältere Modelle keine Updates?

Zwar wird zu weiteren älteren Modellen vom britischen Support nichts gesagt, allerdings setzen alle Modelle der Z5-Reihe, also etwa auch Xperia Z5, Xperia Z3 Plus und das Xperia Z4 Tablet auf die gleiche Built-Nummer der Firmware. Entsprechend dürften sie wohl alle keine Sicherheits-Patches gegen die beiden Sicherheitslücken bekommen. Für noch ältere Modelle wird das dann wohl erst recht gelten.

Was haltet ihr davon? Sollte ein Hersteller bei so einer gravierenden Sicherheitslücke nicht auch ältere Modelle mit entsprechenden Updates versorgen? Sollte es vielleicht sogar gesetzliche Regelungen geben, die das vorschreiben?

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone

Quelle: Xperiablog

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Kommentare
  1. 27.01.18 00:57 Frankfurter Knackarsch (Expert Handy Profi)

    sehr vorbildlich ;)
    daran könnten andere Hersteller sich ein Bsp nehmen (wie man es nicht macht)

    zu Lebzeiten sah es aber auch nicht besser aus. Sicherheitsupdates gab es nur alle 3 Monate.
    das ist schlicht inakzeptabel.

  2. 26.01.18 21:27 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @DerZander:"Ich vermute, dass wir nicht so schnell eine Malware-Bedrohung durch Meltdown und Spectre auf Smartphones sehen werden. Dazu ist die Geschichte viel zu komplex und kompliziert auszunutzen."
    >>Hatte ich ganz übersehen ... Meltdown ist vergleichsweise einfach auszunutzen ohne entsprechende Gegenmaßnahmen. Der Ansporn ist auf jeden Fall da, denn es dürften nicht wenige Geräte in Umlauf sein, die von dieser Sicherheitslücke betroffen sind. Es sind zwar auch nicht annähernd so viele wie von der hiesigen Presse gelegentlich behauptet (fast alle), aber genug, dass es sich lohnen könnte.

    Ganz nebenbei bin ich mal gespannt, wie gut Retpoline funktioniert. Soll ja angeblich der eierlegende Wollmilchsau-Fix von Google sein. Skepsis ist angebracht.

  3. 26.01.18 18:45 sehnix (Member)

    So überraschen ist das nun nicht - Sony ist ja bekannt nach zwei Jahren die Geräte fallen zu lassen...

    Zeigt nur, wie ernst man bei Sony das Problem nimmt.
    Nun gut, Sony dürften jetzt die Ersten sein, die ihre älteren Geräte "guilotinieren", aber mit Sicherheit werden's nicht die letzten sein...

    Gut für uns Kunden: wir sehen nun (endlich), wie die viel Wert die Versprechungen der Jahre 2016 und 2017 bezüglich "Sicherheitsupdates" hatten; und können diese Info in den Entscheidungsprozess bei Neukauf miteinfliessen lassen...

  4. 26.01.18 17:36 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    Wer billig gekauft hat, hat jetzt wahrscheinlich Glück. Die meisten Mid-Range/Low-End-SoCs sind nicht anfällig für Spectre und Meltdown, weil kein OOE verwendet wird. Ich weiß nicht genau wie es mit den High-End-Geräten aussieht, aber ich glaube zumindest seit dem S800 wird OOE genutzt.

    @Gorki:"Davon mal abgesehen, das ich das auch von Sony schwach finde, pauschalisiert Fritz mal wieder prächtig..."
    >>Er versteht nur stark vereinfachte Thesen und konkret versteht er nichts, aber er hat eben viel Meinung. Aus einer Diskussion nimmt er am Ende daher nur mit, dass Androidhandies "soo lange" Sicherheitsupdates bekommen. Wer das geschrieben haben soll, weiß jeder ... Fritz und sonst keiner.

  5. 26.01.18 17:28 DerZander (Handy Profi)

    @Topic
    >> Spectre und Meltdown
    Natürlich ist das schwach von Sony, aber die Gefahr durch Meltdown und Spectre I+II ist speziell auf Smartphones vergleichsweise gering. Bei nicht mehr gepflegten Androiden gibt es viel leichter angreifbare Sicherheitslücken...

    Ich vermute, dass wir nicht so schnell eine Malware-Bedrohung durch Meltdown und Spectre auf Smartphones sehen werden. Dazu ist die Geschichte viel zu komplex und kompliziert auszunutzen. Man braucht erstmal eine Malware, die auf den Geräten installiert werden muss, dann muss diese Malware exakt an die Taktung des Prozessortyps angepasst werden und dann ist es noch sehr, sehr kompliziert verwertbare Daten auszuhebeln. Da gibt es echt leichtere Möglichkeiten an Daten zu kommen.

    Ungepatcht wäre Meltdown und Spectre eine durchaus ernstzunehmende Bedrohung für Cloud Cluster wie AWS oder Azure. Wenn man sich eine VM dort holt und aus diese ausbricht. Bei so einem Szenario hätte man alle Zeit der Welt an die Daten anderer VMs und Services zu kommen. Aber auch das ist derzeit noch graue Theorie.

    @Gorki
    Wenn man keine Argumente hat, dann kommt man eben nur mit Lügen weiter. Daran hat man sich bei Macianer doch schon seit Jahren gewöhnt. Mit so einem Verhalten kann man doch sogar Potus werden. Einfach immer besonders laut irgendwas behaupten. ;)

  6. 26.01.18 16:02 polli69 (Advanced Handy Profi)

    Diese Situation ist sicherlich ein Sonderfall. Zeigt sie aber doch ganz deutlich die Problematik der Diversifikation im Lager der Android Geräte. Wenn man dann noch die Überlegungen mit einbezieht, die AM in einem früheren Artikel erwähnt hat, dann verdichtet sich für mich das Bild.
    Entweder Android bleibt langfristig ein System, was open source agiert oder der Kunde läuft immer wieder Gefahr morgen nicht zu wissen, was sein heute gekauftes Gerät für Überraschungen bereithält.

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