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Wileyfox: Britischer Smartphone-Hersteller unter Konkursverwaltung

Sebastian Zelada 08.02.2018 - 09:50|12
Wileyfox: Britischer Smartphone-Hersteller unter Konkursverwaltung

Es sieht nicht gut für den britischen Smartphone-Hersteller Wileyfox aus. Das Unternehmen steht seit Neuestem unter Konkursverwaltung und kämpft jetzt ums Überleben. Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter mussten bereits gehen.

Die britische Smartphone-Schmiede Wileyfox scheint vor dem Aus zu stehen. Ein angeblicher Mitarbeiter hatte vor Kurzem auf Reddit darüber berichtet und behauptet, er sei deswegen entlassen worden. Inzwischen haben Wileyfox-Manager die schlechten Nachrichten bestätigt.

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Wie es heißt, haben die Insolvenzverwalter gegenüber der Website The Register erklärt, dass Wileyfox Probleme mit einer russischen Kreditbank habe, die an der Unternehmens-Finanzierung beteiligt ist. Die eigenen Geräte, wie das Mittelklasse-Smartphone Swift 2 X, haben sich nicht gut genug verkauft. Dem Unternehmen fehlen nun offenbar die Mittel, um das Geschäft weiter betreiben zu können. Das führte zu einem radikalen Stellenabbau: Von den ursprünglich 30 Mitarbeitern haben 20 Leute die Firma bereits verlassen müssen.

Das Unternehmen wird nun einen Umstrukturierungsprozess einleiten, der die Marke retten soll. Wileyfox existiert dabei erst seit 2015 und erregte über das Angebot von Smartphones mit Cyanogen OS Aufmerksamkeit. Doch nachdem Cyanogen eingestellt wurde, hatte das Unternehmen sein größtes Alleinstellungsmerkmal verloren und setzte seitdem auf pures Android OS.

500.000 Smartphones sind nicht genug

Die Investoren hinter Wileyfox hatten zuvor bereits mit der Smartphone-Marke Kazam den europäischen Markt betreten. Wileyfox ist zwar ebenfalls eine europäische Marke, mit Sitz in Großbritannien, doch die angebotenen Smartphones kommen wie auch die der meisten anderen Smartphone-Firmen aus China. Mit einem Absatz von über 500.000 Geräten im Jahr 2016 ging die Rechnung aber wohl nicht auf. Das Unternehmen steht nun unter Konkursverwaltung.

In Großbritannien bedeutet Konkursverwaltung, dass eine außenstehende Partei, das Unternehmen versucht zu retten. Im Falle eines Scheiterns ist der Verwalter in der Pflicht, für die Rückgabe eines möglichst großen Teils des Investments an die Kreditgeber zu sorgen. Das Verfahren der Insolvenzverwaltung dauert in der Regel etwa 12 Monate.

Mehr zum Thema: Android-Smartphones, Smartphones, Smartphone-Markt

Quelle: Reddit, The Register

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Kommentare
  1. 09.02.18 21:52 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @nohtz: Wenn man hier im Forum ist, könnte man denken, dass das der Normalfall ist. Zum Glück stellt sich das in der Realtität anders dar, aber auffällig ist es auch dort - zugegeben.

  2. 09.02.18 12:36 Fritz_The_Cat (Advanced Handy Master)
    Smartphonehersteller kommen und gehen

    Hier nun also ein kleiner unbedeutender. So what! That is how the ball bounces.…

  3. 09.02.18 08:05 nohtz (Professional Handy Master)

    Ja, apple-poser trifft man überall...

  4. 09.02.18 07:00 bocadillo (GURU)

    Antiappler

    So unterschiedlich sind Erfahrungen - schau ich in mich meinen Umkreis , im Urlaub auf einem cruiseship oder auch geschäftlich um könnte ich mich nur fragen wo denn die ganzen Androiden sind .

    Mit einem „ tollen PL Verhältnis“ aus Konsumentensicht mit Focus auf dem Preis kann nunmal kein Hersteller Geld verdienen !

  5. 09.02.18 06:18 Antiappler (Handy Profi)

    @Oannes

    ""klar" vielleicht deshalb, weil man niemals jemanden in seinem persönlichen Umfeld kannte, der ein Gerät dieses Herstellers gekauft hat und vielleicht auch jemals selbst kein Interesse am Kauf eines solchen Gerätes hatte."

    Also wenn ich danach gehen würde, dann wäre Apple zwar nicht pleite, aber lange nicht so erfolgreich. Ich kenne nämlich nicht nur in meinem persönlichen Umfeld eine Menge Leute die kein iPad, nicht mal das neueste iPhone, geschweige eine Apple Watch haben.

    Was auch immer der Grund für den Misserfolg war, werden wir vielleicht nie erfahren, vielleicht der Grund den ibnam angeführt hat und/oder zu wenig Werbung?

    Auf jeden Fall zu wenig Geld, um auch schlechte Zeiten zu überstehen, und ohne Querfinanzierung von einer Firma die noch andere, erfolgreiche Standbeine hat, ist das Handygeschäft sowieso mehr als schwierig.

  6. 09.02.18 03:33 bocadillo (GURU)

    Hört hört - ein Anflug von Logik .

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