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Autor: AreaMobile Redaktion | 02.01.2006 - 16:14 | 0

Smartphone-Chips: Realtime-Systeme auf neuen TI-Prozessoren

Smartphone-Chips: Realtime-Systeme auf neuen TI-Prozessoren

Die Parallelentwicklung von PDAs und Handys und die damit einhergehenden Unterschiede zwischen Systemen für Telefonie und Systemen fürs mobile Arbeiten hat dazu geführt, dass die meisten Smartphones derzeit über (mindestens) zwei Prozessoren verfügen. Ein "herkömmlicher" Rechenknecht kümmert sich um die Aufgaben des PDA-Systems, ist z.B. verantwortlich für Applikationen wie Kontaktverwaltung, Datei-Viewer oder Medienplayer. Der andere sorgt für unterbrechungsfreie Erreichbarkeit im Mobilfunknetz, enthält Sprachencoder zur Stimmübertragung und steuert die Verbindungen mit den Mobilfunkbasisstationen. Letztgenannter Chiptyp muss mit einem Echtzeit-System ausgerüstet und entsprechend schnell sein, damit mobile Telefonie so komfortabel wie das Festnetz sein kann und Anrufe auch dann entgegengenommen werden können, wenn man beispielsweise beim MDA Pro das Display dreht. Seit mehreren Jahren wünschen sich die Hersteller von Mobiltelefonen von den Chipsatzherstellern Hardware, die in der Lage ist, beide Funktionen auf einer einzelnen Komponente zusammenzuführen.

Als erster Hersteller stellte Texas Instruments seinen TI OMAP 2420-Prozessor vor, der die Brücke zwischen Telefon- und Betriebssystem-Komponente zu schließen weiß; für die Hersteller von Mobiltelefonen bedeutet das laut Texas Instruments eine Ersparnis von über 20% an Materialkosten gegenüber herkömmlichen Chipsätzen. Nachdem Texas Instruments seinem Hauptkonkurrenten Intel beim Bau von mobilen Prozessoren leistungsmäßig etwas hinterherhinkte, verspricht der OMAP 2420 einen fünffachen Geschwindigkeitsvorteil bei aktuellen Smartphone-Modellen, bei den insbesondere für Gaming-Applikationen wichtigen Fließkomma-Operationen erreicht der Prozessor bis zu 100 Mal mehr Rechenleistung als sein Vorgänger.

Texas Instruments OMAP 2420

Foto: Texas Instruments | TI OMAP 2420 Architektur

Es gibt bereits erste Geräte, die den OMAP2420-Prozessor verwenden, auch wenn die Hersteller dessen Einsatz noch nicht an die große Glocke hängen. Nokias neue N- und E-Series-Modelle werden allesamt über ein Symbian-System mit Realtime-Kernel verfügen, der auf der "EPOC Kernel Architecture 2" basiert. Mit dem System ist es möglich, die Rechenleistung des Prozessors gleichermaßen für Telefon- und PDA-Funktionen zu nutzen. Auch Sony Ericssons fürs 2.Quartal angekündigtes P990i wird über einen entsprechenden TI OMAP-Prozessor verfügen. Konkurrenz für die SymbianOS 8 und 9-basierten Plattformen seitens Microsoft oder PalmSource ist derzeit nicht zu erwarten. Der Chip passt auf eine Fläche von 12x12mm, integriert einen 3D-Beschleuniger, der über 2 Millionen Polygone pro Sekunde aufs Display malt, unterstützt Kamera-Komponenten mit über 4 Megapixeln Auflösung und hilft sogar dank einer optimierten Power Management-Komponente, kostbaren Akku-Strom zu sparen.

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