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Smartphone-Branche lieferte 2017 weniger Geräte aus als im Vorjahr

Sebastian Zelada 02.03.2018 - 15:40|4
Smartphone-Branche lieferte 2017 weniger Geräte aus als im Vorjahr

Etwas überraschend kommt von IDC die Meldung, dass der Smartphonemarkt 2017 im Vergleich zum Vorjahr erstmals geschrumpft ist. Vor allem China trug zum Rückgang bei. Eigentich war bislang von zwar abgeschwächtem, aber weiter anhaltendem Wachstum die Rede.

Die International Data Corporation (IDC) veröffentlicht eine interessante Beobachtung: Erstmals schrumpft der Smartphone-Markt im Vergleich zum Vorjahr. 2017 haben die Hersteller 0,5 Prozent weniger Geräte ausgeliefert als noch 2016. Die Analysten sagen zudem nur ein moderates Wachstum von 2,8 Prozent für die nächsten fünf Jahre voraus. 2022 sollen 1,46 Milliarden Smartphones ausgeliefert werden. Dieses Jahr waren es 1,24 Milliarden. 85,1 Prozent davon machten 2017 Android-Geräte aus. 2022 soll diese Zahl fast unverändert bei 85,5 Prozent liegen.

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Markt wird sich konsolidieren

Laut Ryan Reith, dem Program Vice President bei IDC, hat vor allem ein Rückgang der Auslieferungen in China dazu geführt, dass die Zahlen auch global nach unten zeigen. Die EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) verbuchte ebenfalls einen Rückgang um 3,5 Prozent. Die USA blieb stabil. Lediglich in den Entwicklungsländern steigen die Zahlen. IDC sagt aufgrund des steigenden Wettbewerbs eine Konsolidierung des Marktes in den kommenden fünf Jahren voraus.

Smartphone-Vorhersage 2018 | (c) IDC
Smartphone-Vorhersage 2018 | (c) IDC

Für 2018 erwarten die Analysten, dass Phablets mit einem Screen von mindestens 5,5 Zoll und mehr die Verkaufszahlen anderer Smartphone übersteigen werden. Für den durchschnittlichen Konsumenten werden die Unterschiede zwischen den Herstellern zudem schwer auszumachen sein, egal ob es um Verarbeitungsqualität, Displaytypen und andere Features geht.

5G wird sich auf den Markt auswirken

Mit der von Qualcomm und seinen Partnern bestätigten Veröffentlichung von 5G im Jahr 2019 werden bis 2022 fast ein Fünftel der Smartphones Gigabit-Geschwindigkeiten unterstützen. Anthony Scarscella, Research Manager bei IDC, erklärt, dass Verbesserungen hinsichtlich Geschwindigkeit und Akkulaufzeit elementar wichtig werden, soll der Markt wachsen. Die Hersteller müssten zudem darauf achten, die Kosten dabei nicht in die Höhe zu treiben.

Mehr zum Thema: Smartphone

Quelle: IDC via GSMArena

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Kommentare
  1. 03.03.18 14:44 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @nohtz: "wenn so ein akku bei normaler nutzung nur einen (8-10h-arbeits-)Tag durchhält ist die grenze mMn deutlich unterschritten."
    >>Definiere "normal" "deutlich" und spezifiziere "Akku" (insbesondere Kapazität/Gerät und Alter). So allgemein kann ich diesen Trend nämlich nicht erkennen, denn weder beim S8 oder iPhone 8 kommt man üblicherweise mit 8-10h Laufzeit raus, wenn man nicht die ganze Zeit rumdaddelt damit. Selbst bei schlechtem Empfang dürfte das schwierig werden.

    "ich glaube aber auch, dass der trend der hersteller, die geräte (zumindest die flagschiffe... bisher) immer und immer teurer zu machen, obwohl technologie immer günstiger wird, auch ein grund ist, werden wird, dass weniger abgesetzt wird"
    >>Du meinst von den Flaggschiffen. Denn in anderen Bereichen und herstellerübergreifend steigen die Preise, wenn überhaupt, dann nur geringfügig. Die Preisspanne ist aber sicherlich größer geworden.

  2. 02.03.18 20:49 nohtz (Professional Handy Master)

    wenn so ein akku bei normaler nutzung nur einen (8-10h-arbeits-)Tag durchhält ist die grenze mMn deutlich unterschritten.
    ja, vieles ist besser geworden, und man kann sein handy dadurch länger nutzen.
    ich glaube aber auch, dass der trend der hersteller, die geräte (zumindest die flagschiffe... bisher) immer und immer teurer zu machen, obwohl technologie immer günstiger wird, auch ein grund ist, werden wird, dass weniger abgesetzt wird

  3. 02.03.18 19:30 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @Antiappler: Man muss aber fairerweise anmerken, dass die Laufzeiten sich im Vergleich zu früher (sagen wir 5 Jahre zuvor) doch schon verbessert haben, was hauptsächlich an der Effizienz liegt, aber dennoch. Ich würde mich natürlich auch über größere Akkus freuen in Kombination mit der gleichen bzw bestmöglichen Effizienz, aber es ist auch nicht ganz so schlecht wie es manchmal aussieht, wenn man nur aufs Papier schaut.

    Achja und den Schlankheitswahn finde ich auch bescheuert. Ich hab so meine Zweifel, dass das die Kunden wirklich so brennend interessiert, ob ihr Handy jetzt 0,5mm dünner oder dicker ist.

  4. 02.03.18 18:18 Antiappler (Advanced Handy Profi)

    "Anthony Scarscella, Research Manager bei IDC, erklärt, dass Verbesserungen hinsichtlich Geschwindigkeit und Akkulaufzeit elementar wichtig werden, soll der Markt wachsen."

    Da ich befürchte, dass es auch bis zum Jahr 2022 keine Akkus geben wird die erheblich länger halten, hab ich aber wenigstens die kleine Hoffnung, dass dieser Trend, die Geräte schmaler und dünner zu machen, dann endlich vorbei geht.

    Damit man bei erhöhten Anforderungen seines Gerätes wenigstens halbwegs, ohne den Akku neu zu laden, über den Tag kommt.

    Man läuft schließlich nicht mit seinem Ladegerät durch die Gegend und es gibt nicht immer erreichbare Steckdosen, wo man in "5 Minuten 50%" seines Akkus aufladen kann.

    Es gab Zeiten, da hatte ich für meine damaligen Geräte immer einen Reserveakku im Portemonnaie. Ist heutzutage schon fast überflüssig, da fast alle Hersteller fest verbaute Akkus haben. :-(

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