Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
Anzeige
 
 

Micro-LED: Apple arbeitet an eigener Display-Technik

Stefan Schomberg 19.03.2018 - 12:45|2
Micro-LED: Apple arbeitet an eigener Display-Technik

Eigene Displays – das ist angeblich der nächste Schritt von Apple, um die Abhängigkeit von Zulieferern weiter zu minimieren und maßgeschneiderte Komponenten für seine Produkte zur Verfügung zu haben. Dafür soll Apple eine neue Display-Technologie namens Micro-LED vorantreiben.

Nach Angaben von Bloomberg ist Apple dabei, ein eigenes Display zu entwickeln. Der iPhone-Hersteller hat angeblich bereits in der Nähe seines Hauptquartiers in Cupertino eine geheime Produktionsstätte errichtet, in der momentan kleine Stückzahlen von Displays hergestellt werden. Dies geschehe derzeit aber nur zu Testzwecken, heißt es weiter. Apple arbeite aktuell nämlich an der Entwicklung einer neuen Display-Generation namens Micro-LED.

Anzeige

Micro-LED soll im Vergleich zu OLED-Displays heller und kleiner sein, dadurch würden dünnere Displays möglich. Gleichzeitig soll der Stromverbrauch niedriger sein. Offenbar gab es bei der Forschung und Entwicklung bislang aber schon etliche Probleme, denn die neue Technologie stellte sich als schwierig umzusetzen heraus. So schwierig sogar, dass das Vorhaben beinahe vor etwa einem Jahr abgebrochen worden wäre, so Bloomberg. Diese Probleme seien inzwischen überwunden und Apples Forschung nun schon recht weit fortgeschritten. Allerdings werde es wohl noch drei bis fünf Jahre dauern, bis erste Apple-Displays tatsächlich in Produkten des Unternehmens verfügbar seien. Zu Beginn sollen kommende Modelle der Apple Watch mit Micro-LEDs ausgestattet werden.

Micro-LE-Displays sind derzeit nur unter großem Aufwand herzustellen. Je nach Display-Größe können Millionen von Einzelpixel nötig sein, jedes Pixel besteht aus roten, grünen und blauen Subpixel und jede der winzigen LEDs muss einzeln hergestellt und kalibriert werden.

Kurssturz als Reaktion auf Apple-Pläne

In den letzten Jahren stammten die Displays in iPhones, iPads und Apple Watches von Zulieferern wie LG, Sharp, Japan Display und Samsung. Immer wieder kommt es dabei zu Lieferproblemen, so wurde immer wieder darüber spekuliert, dass Apple nicht genügend OLED-Displays für seine iPhones erhalten könnte. Bei Prozessoren setzt Apple schon länger auf eigene Chips, die allerdings außer Haus produziert werden. Das dürfte bei den in der Entwicklung befindlichen Micro-LEDs ähnlich sein, sofern Apple die überhaupt als erster Hersteller bis zur Serienreife bringen kann. Allein die Aussicht darauf ließ die Aktien von Apples bisherigen Display-Zulieferern zeitweise allerdings um fast fünf Prozent absacken.

Mehr zum Thema: Apple-Gerüchte, AMOLED-Display

Quelle: Bloomberg

Kommentar schreiben

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Kommentare
  1. 19.03.18 15:54 Hubelix (Member)

    Wenn man sieht wie schwer sich andere Konzerne tun bei den Displays mit Samsung mit zu halten, wünsche ich Apple viel Spaß in dem Bereich Kompetenzen auf zu bauen.

    Weder Japan Display (Sony, Toshiba, Hitachi) noch LG Displays können Samsung das Wasser reichen.

    Vor allem wenn man an den nächsten Sprung, flexible Displays denkt die zwangsläufig auf der Basis von OLEDs basieren. Da hat Samsung min. 5 Jahre Vorpsrung vor allen anderen.

    Dann reicht es auch nicht einfach nur ein Display zu entwickeln, es kommt ja auch noch das Oberflächenmaterial dazu welches hart genug sein muss um Kratzer ab zu weisen und weich genug es zu biegen. Dann man muss es auch noch in hohen Stückzahlen fertigen können.

  2. 19.03.18 12:51 Oannes (Advanced Member)

    Das Display des Smartphones ist das zentrale UI überhaupt. Deshalb ist jeder Fortschritt hinsichtlich Darstellungsqualität und Energieeffizienz zu begrüßen.

    Hoffe, der praktische Einsatz wird nicht so lange dauern wie das seiner angekündigte "Liquid Metal". Wenn ich mich richtig erinnere, hatte Apple ein Firma, welche jenes "Liquid Metal" entwickelte, für sehr viel Geld übernommen. Man versprach sich davon neue Möglichkeiten bei der Gehäusekonstruktion. Um dieses Thema ist es irgendwie verdächtig still geworden.

antworten
 
Anzeige
Aktuelle Geräte im Test
Anzeige