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Google kauft Lytro: Kommt eine Lichtfeldkamera für Smartphones?

Stefan Schomberg 21.03.2018 - 17:27|0
Google kauft Lytro: Kommt eine Lichtfeldkamera für Smartphones?

Google ist offenbar am Kauf von Lytro interessiert. Deutet das auf den Versuch hin, eine Lichtfeldkamera in ein Smartphone zu integrieren oder ist Google nur hinter den Patenten her?

Das Unternehmen Lytro soll angeblich an Google verkauft werden. Das berichtet Techcrunch unter Berufung auf verschiedene Quellen. Lytro hatte ursprünglich Lichtfeld-Kameras für Privatanwender hergestellt, sich dann aber auf Gewerbekunden und Virtual Reality (VR) für professionelle Videoproduktionen spezialisiert. Jetzt wird das Startup angeblich für nur 40 Millionen oder laut anderen Quellen sogar nur 25 Millionen US-Dollar an Google verkauft - ein Bruchteil dessen, was die Entwicklung der Technologien gekostet hat. Die Kosten dafür dürften sich auf etwa 200 Millionen US-Dollar belaufen. Zumindest ist das die Summe, die bislang insgesamt als Venture-Kapital von Geldgebern wie Foxconn oder Qualcomm eingesammelt wurde.

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Ob Google damit den Versuch wagen will, eine Lichtfeldkamera in ein Smartphone zu integrieren, sein Knowhow zum Thema VR erweitern oder sich einfach nur die 59 Patente einverleiben will, die Lytro zum Thema bildgebende Verfahren hält, ist derzeit unbekannt. Klar scheint aber schon jetzt zu sein, dass nicht alle Mitarbeiter von Lytro übernommen werden. Einige sollen bereits Abfindungen erhalten oder von sich aus das Unternehmen verlassen haben.

Was unterscheidet eine Lichtfeld- von einer herkömmlichen Kamera?

Eine Lichtfeldkamera fängt nicht nur das Licht ein, das direkt durch das Objektiv auf den Sensor einfällt, sondern erfasst zudem auch Daten zur Richtung einfallender Lichtstrahlen. Durch die zusätzliche Dimension sind in solchen Aufnahmen auch detaillierte Informationen über die Bildtiefe enthalten, wodurch eine Refokussierung auch im Nachhinein noch möglich ist. Die Lichtfeldtechnik geht dabei über die Software-Lösungen in aktuellen Smartphones mit einer Dual-Kamera wie dem Samsung Galaxy S9 Plus deutlich hinaus. Zudem lässt sich aus einer Lichtfeld-Aufnahme ein 3D-Bild erstellen.

Lytro setzte auf eine zu kleine Nische

Lytro wurde ursprünglich im Jahr 2006 als Refocus Imaging gegründet und brachte als erstes eine Consumer-Lichtfeldkamera im ungewöhnlichen Schachtel-Design auf den Markt. Später folgte die Bridgecam Illum mit lichtstarkem Zoomobjektiv, bevor im Jahr 2016 das Angebot für Privatkunden eingestellt wurde. Seither konzentrierte sich Lytro auf die Entwicklung einer Lichtfeld-VR-Plattform.

Mehr zum Thema: Kamera, Google-Smartphones, Google Daydream

Quelle: Techcrunch via Golem

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