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Huawei über das P20 Pro: "Die Kamera-Software macht den Unterschied"

Matthias Zellmer 20.04.2018 - 15:40|1
Huawei über das P20 Pro:

Ersten vorsichtigen Einschätzungen zufolge ist das Huawei P20 Pro mit neuartiger Triple-Kamera ein voller Erfolg für das chinesische Unternehmen. Doch ist diese auch einen Aufpreis von 250 Euro gegenüber dem P20 wert? Diese und weitere spannende Fragen haben wir dem Hersteller im Interview gestellt.

Dürfen wir den ersten vorsichtigen Prognosen des Herstellers vertrauen, so verkauft sich das Huawei P20 Pro wie geschnitten Brot. Zeit für uns, ein paar kritische Fragen an das Unternehmen zu stellen, die uns Frank Bauderer, PR Manager Consumer Business bei Huawei Technologies Deutschland, beantwortet hat.

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Areamobile: Huawei hat zur Markteinführung der drei P20-Modelle den Slogan "Renaissance der Fotografie" gewählt. Was will das Unternehmen damit zum Ausdruck bringen?

Frank Bauderer: Mit der "Wiedergeburt der Fotografie" will Huawei auf eine Art Generationswandel aufmerksam machen. Mit der dritten Kamera-Optik eröffnet Huawei ein neues Level der digitalen Smartphone-Fotografie. Da aber Fotografie an sich seit vielen Jahren existiert, ist es mehr eine Wiedergeburt, aber eben auf digitaler Ebene.

AM: Beim Huawei P20 und Huawei P20 Pro liegt der Fokus auf Video und Fotografie. Warum lässt sich der interne Speicher von 128 GB nicht mithilfe einer microSD-Karte erweitern?

Bauderer: Bei unserer engen Zusammenarbeit mit professionellen Fotografen haben wir festgestellt, dass für eine Foto-Session, trotz maximaler Auflösung von 40 Megapixel (7.296 x 5.472 Pixel) und Dateien im RAW-Format, zirka 30 GB an interner Programmspeicher benötigt werden. Da bleibt bei 128 GB Speicher noch ausreichend Platz für Spiel, Musik, Videos und anderen Dokumente.
    Weiterhin ist der interne UFS-3.1-Speicher um ein Vielfaches beim Lesen und Schreiben effizienter, als es die schnellste externe Speicherkarte zu leisten vermag. Zum Auslesen der Bildinformationen durch die künstliche Intelligenz benötigt die NPU der Kirin 970 auch diese Geschwindigkeit.

AM: Warum hat das Huawei P20 keine IP-Zertifizierung wie das Huawei P20 Pro?

Bauderer: Nur das Huawei P20 Pro bietet eine IP67-Zertifizierung. Aber auch das Huawei P20 hat einen Schutz gegen Staub und Wasser. Mit der IP-Schutzklasse 53 ist eine Nutzung bei Regen gefahrlos möglich. Das Huawei P20 ist zwar nicht wasserdicht, aber gegen Spritzwasser bis zu einem Einfallwinkel von 60 Grad geschützt.

AM: Trotz Glasrückseite unterstützt weder das Huawei P20, noch das P20 Pro die Qi-Technologie zum kabellosen Akkuladen. Warum?

Bauderer: Huawei sieht kabelloses Laden noch nicht auf einem ausreichend ausgereiften technischen Niveau. Das kabellose Laden erfolgt im Gegensatz zu dem TÜV-geprüften "SuperCharge"-Standard noch deutlich zu langsam. Dennoch steht das Unternehmen bei der Weiterentwicklung der Technologie kurz vor dem Durchbruch und kann sich bereits für die nächste Generation an Smartphones die Unterstützung von kabellosem Laden vorstellen. Das Huawei Mate RS Porsche Design hat beispielsweise schon diese Funktion.

AM: Viele neue Funktionen der P20- und P20-Pro-Kamera werden durch die neue "Master KI" realisiert. Basis dafür ist der hauseigene HiSilicon Kirin 970 mit neuronalem Prozessor. Das Huawei Mate 10 Pro hat ebenfalls diese CPU verbaut, können Besitzer des Smartphones ebenfalls mit den gleichen Funktionen rechnen?

Bauderer: Aktuell prüfen wir in enger Zusammenarbeit mit den Kamera-Experten von Leica, inwieweit die neuen KI-Funktionen auch in dem Mate 10 Pro zum Einsatz kommen können. Wann und in welchem Umfang ein solches Software-Update ausgeliefert wird, können wir jetzt noch nicht beantworten.

AM: Auf der Rückseite des Huawei P20 und P20 Pro ist Glas. Von welchem Hersteller und wie bruchsicher ist das?

Bauderer: Wie auf der Vorderseite hat Huawei auch auf der Rückseite des Smartphones Corning Gorilla Glass der neuesten Generation verbaut. Gorilla Glass 5 übersteht zu 80 Prozent der Stürze aus einer Höhe von 1,60 Meter auf einen harten und rauhen Boden ohne Schaden. Das sind bis zu viermal bessere Werte, als es Droptests von Konkurrenzprodukten zu leisten vermögen.

AM: Das Huawei P20 Pro kostet knapp 250 Euro mehr als das P20. Ein dritter Kamera-Sensor - auch wenn er 40 Megapixel hat - kann doch diese Differenz nicht ausmachen. Was rechtfertigt diesen Aufpreis?

Bauderer: Zum einen ist das Huawei P20 Pro mit einem OLED-Display gegenüber dem IPS-LC-Display des P20 ausgestattet. Aber auch das macht nicht die Differenz aus. Das entscheidende Bauteil ist das 8-Megapixel-Teleobjektiv. Die Kosten stecken nicht in dem Material, sondern vielmehr in der Entwicklung. Drei Kamera-Linsen und Sensoren für einen 5-fachen Hybrid-Zoom in Einklang zu bringen, ist das Geheimnis. Sony-Sensoren nutzen die Mitbewerber auch, die Software liefert die Unterschiede, und hier haben wir zu diesem Zweck im Jahr 2016 gemeinsam mit Leica ein Forschungszentrum in Deutschland gegründet.

Kamera-Tests mit dem Huawei P20 Pro

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone, Kirin 970

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Kommentare
  1. 26.04.18 17:42 giuseppe failla
    Trotz Triple Lens, SW-Sensor, "KI"...

    ... macht das P20 Pro leider KEINE besseren Fotos als das bereits 2012 erschienene Nokia 808, nicht einmal bei Low Light.

    Schade, aber erwartbar. Dieser Test hier zeigt es noch einmal schwarz auf weiß:

    http://www.allaboutsymbian.com/features/item/22923_By_popular_demand_Nokia_808_Pu.php

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