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App-Store: Betrüger nutzen Lücke in Abo-Richtlinien von Apple aus

Stefan Schomberg 21.04.2018 - 12:03|3
App-Store: Betrüger nutzen Lücke in Abo-Richtlinien von Apple aus

Die von Apple überarbeiteten Richtlinien für Abonnements in Apps werden offenbar immer häufiger dazu genutzt, um Nutzern unbemerkt teure Abos unterzujubeln. Dabei geben die Apps vor, kostenfrei zu sein, verlangen dann aber tatsächlich bis zu 10 Euro pro Woche. Die Nutzer sind aber auch nicht ganz schuldlos an der Abzocke.

Mit der zum Jahreswechsel überarbeiteten Option für Einführungspreise hat sich Apple nach einem Bericht von Heise offenbar eine Menge betrügerischer Apps in den App Store geholt. Die Funktion erlaubt es, Apps für einen bestimmten Zeitraum kostenlos anzubieten und sie dann automatisch zu einem kostenpflichtigen Abo zu machen. Dabei werden oft Fenster angezeigt, in denen angeblich kostenlose Funktionen angeboten werden. Möglichkeiten, diese Fenster wegzuklicken, werden meist erst verzögert eingeblendet. Stattdessen hoffen die Anbieter der Apps, dass ungeduldige Nutzer sich das Kleingedruckte, dem sie anschließend per Fingerabdruck oder PIN zustimmen müssen, nicht richtig durchlesen. Das scheint zu klappen.

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Während der Nutzer glaubt, eine zwar aufdringliche, aber kostenfreie Zusatzoption zu nutzen, lassen solche Apps teilweise bis zu 10 Euro pro Woche vom Konto der Betroffenen abbuchen. Tatsächlich sind entsprechende Apps verstärkt unter den umsatzstärksten Apps im App Store zu finden. Als Beispiel nennt Entwickler David Barnard eine zweifelhafte Wetter-App, die 20 US-Dollar pro Monat von ihren Nutzern verlangt. Er zeigt sich verwundert darüber, warum Apple solchen Methoden nicht Einhalt gebietet. Entsprechende Abos müssen Nutzer stattdessen erst umständlich über die Account-Einstellung ihrer Apple-ID im App Store kündigen, um nicht weiterhin Geld zu verlieren. Bei Reklamation scheint Apple sich aber häufig kulant zu zeigen, das wegen solcher Abos gezahlte Geld wird oft zurückgebucht.

Betrug mit Methode dank falscher Bewertungen?

Außerdem weist Heise auf Auffälligkeiten bei den Bewertungen solcher Apps hin. Während sie in der Gesamtheit scheinbar gute Beurteilungen von Nutzern erhalten haben, weisen die meisten jüngeren Wertungen hingegen im Detail nur einen Stern (die schlechteste Wertung) und Kommentare zu der betrügerischen Abo-Funktion solcher Apps auf.

Seid ihr auch schon auf solche Abo-Modelle hereingefallen?

Mehr zum Thema: App-Store, Kurioses

Quelle: Heise, Bernard via Twitter

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Kommentare
  1. 23.04.18 18:55 Antiappler (Advanced Handy Profi)

    Der Jahreswechsel ist ja schon eine Zeit her, da hätte es mittlerweile auffallen müssen, dass sich ziemlich viel "Dreck" im AppStore befindet, mit dem die Kundschaft heftig abgezockt wird.

    Also schaut Apple nicht so genau hin, was sich im Store befindet.

    "Er zeigt sich verwundert darüber, warum Apple solchen Methoden nicht Einhalt gebietet. Entsprechende Abos müssen Nutzer stattdessen erst umständlich über die Account-Einstellung ihrer Apple-ID im App Store kündigen, um nicht weiterhin Geld zu verlieren."

    Und solch ein Gebahren lässt entweder auf große Gleichgültigkeit und/oder Ahnungslosigkeit schließen, denn sonst hätte man die Möglichkeit der Kündigung viel besser zum Wohle des Kunden regeln können/müssen!!!

    "Bei Reklamation scheint Apple sich aber häufig kulant zu zeigen, das wegen solcher Abos gezahlte Geld wird oft zurückgebucht."

    Ist ja wohl das mindeste was man als verarschter Kunde verlangen kann!

  2. 23.04.18 10:23 polli69 (Advanced Handy Profi)
    Hanebüchen

    Apple ist wie jedes betriebswirtschaftlich organisierte Unternehmen natürlich gewinnorientiert. Ihnen aber zu unterstellen kein Interesse daran zu haben diesen "Betrügern" Einhalt zu gebieten ist wohl zu kurz gesprungen. In der Vergangenheit wurde Lücken oder Schlupflöcher immer recht schnell gestopft.
    Man kann Apple vorwerfen, dass sie durch Änderung der Abo-Richtlinien diese Lücke ermöglicht haben, aber ganz sicher nicht, dass sie sehenden Auges Betrüger auf ihrer Plattform dulden.

  3. 21.04.18 15:44 Antiappler (Advanced Handy Profi)

    "Er zeigt sich verwundert darüber, warum Apple solchen Methoden nicht Einhalt gebietet. Entsprechende Abos müssen Nutzer stattdessen erst umständlich über die Account-Einstellung ihrer Apple-ID im App Store kündigen, um nicht weiterhin Geld zu verlieren."

    Da Apple ja eine hohe Gebühr kassiert, kann es daher nicht im Interesse sein, wenig von diesem betrügerischen Zeug an die Kunden zu bringen. ;-)

    Schon komisch, dass Apple bei solchen Sachen so fest die Augen zudrückt und den Müll nicht einfach ganz schnell entfernt, dazu die überarbeiteten Richtlinien ganz schnell wieder ändert.

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