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Feind hört mit: Sicherheitslücke erlaubt Alexa Dauerlauschen

Stefan Schomberg 26.04.2018 - 10:30|4
Feind hört mit: Sicherheitslücke erlaubt Alexa Dauerlauschen

Skeptiker hatten offensichtlich recht: Amazons Echos ließen sich tatsächlich zum permanenten Abhören ihrer Umgebung missbrauchen. Das Problem ist nach Angaben von Amazon inzwischen behoben, allerdings schürt der Vorfall die Angst vor heimlicher Überwachung durch Amazon, Apple, Google und Co.

Smarte Lautsprecher wie die Echos von Amazon sollen nach Wunsch der Hersteller möglichst in jedem Wohnzimmer stehen. Vielen Nutzern ist das aber zu unheimlich, sie fürchten, über die Geräte ohne ihr Wissen ausgespäht oder zumindest permanent abgehört zu werden. Nicht ganz zu unrecht, wie der neueste Vorfall bei Amazon zeigt. Forscher des Sicherheitsunternehmens Checkmarx hatten nämlich einen Weg gefunden, die intelligenten Lautsprecher mit Alexa als Sprachassistentin zum dauerhaften Zuhören zu bewegen.

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Dazu entwickelten sie einen harmlos wirkenden Taschenrechner-Skill, der Alexa auch dann noch weiter zum zuhören bewegte, nachdem sie eigentlich längst hätte die Mikrofone abschalten sollen. Amit Ashbel von Checkmarx äußerte im Gespräch mit CNET, dass es offenbar kein Aufnahmelimit gegeben habe. Ohne Anweisung zum Stoppen der Aufnahme habe Alexa theoretisch unbegrenzt weiter aufgenommen, so Ashbel. Checkmarx hat nach eigenen Aussagen die Sicherheitslücke Anfang April an Amazon weitergegeben, auf Anfrage von CNET bestätigte Amazon den Vorgang. Inzwischen sei das Problem behoben.

Heimliches Belauschen eigentlich unmöglich - sagt Amazon

Nach Angaben von Amazon ist ein permanentes Abhören der Umgebung durch Echos eigentlich nicht möglich. Die zylindrischen Lautsprecher lauschen zwar tatsächlich mit ihren sechs Fernfeldmikrofonen permanent, allerdings nur auf festgelegte Auslöseworte wie "Alexa" oder "Computer". Die dabei aufgezeichneten Wortfetzen werden alle fünf Sekunden automatisch gelöscht und nicht an Amazon übertragen. Erst wenn die Echos ein Auslösewort wahrnehmen, wird gezielt auf weitere Spracheingaben gelauscht und entsprechende Äußerungen werden an Amazon übertragen. Wie gut das alles funktioniert, haben wir in diesem Artikel für euch überprüft.

Mehr zum Thema: Amazon Echo

Quelle: Checkmarx via CNET

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Kommentare
  1. 26.04.18 15:42 M.a.K (Handy Master)

    War ja klar. Alles was passieren kann wird auch passieren. Dabei ist das was wir wissen nur die Spitze des Eisbergs. Mir kommen solche Spione auch nicht in's Haus. Genau wie ich auch nie Elektronik anschaffen werde die mich Funktionen im Haushalt steuern lässt wenn ich nicht daheim bin. Da ist die Sicherheit genau so ein Witz wie Nachhaltigkeitszertifikate für Palmöl.

  2. 26.04.18 13:07 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    Die Geräte sind genau dafür konzipiert die ganze Zeit mitzuhören. Da es keinen Akku gibt benötigt man auch keine festgelegten Begriffe um es zu aktivieren um die Akkulaufzeit nicht zu beeinträchtigen.

    @tayler: Man darf Deutsche Demokratische Republik bzw DDR sagen. Man darf sogar NSDAP sagen.

    "Ähnlich ist das mit den chinesischen Geräten."
    >>Auf welche chinesischen Smart Speaker spielst du an? Dass du jetzt die bösen Chinesen wieder aus der Mottenkiste holst, ist wohl in sich schon ziemlich tendenziös. Falls du auf chinesische Smartphonehersteller anspielst, dann muss ich dich außerdem enttäuschen. Diese Art der Massenüberwachung hat es so noch nicht gegeben. Das wäre eben auch aufgefallen, Stichwort: Akkulaufzeit.

  3. 26.04.18 11:52 Fritz_The_Cat (Advanced Handy Master)

    So verurteilungswürdig die Praxis der ständigen Bespitzelung in der "DDR" auch war, ist sie in Relation zu dem, was wir heutzutage erleben, m.E. geradezu ein Sandkastenspiel.

    Was mich aber fast noch mehr erschreckt, ist die Einfältigkeit der meisten Menschen und ihre Sorglosigkeit im Umgang mit ihren persönlichen Daten. Und mit letzterem meine ich nicht bloß Daten wie Name, Adresse, Geburtsdatum etc..

  4. 26.04.18 11:14 tayler (Advanced Member)

    Nichts aber auch gar nichts anderes habe ich erwartet.
    Jedes Tönchen wird registriert.

    Ähnlich ist das mit den chinesischen Geräten.

    Lustig, wie früher in der Deutschen Demokratischen ....

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