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Android: Sicherheitsupdates werden Pflicht für Smartphone-Hersteller

Tobias Czullay 11.05.2018 - 10:30|2
Android: Sicherheitsupdates werden Pflicht für Smartphone-Hersteller

Mehr als zwei Jahre nach der Einführung monatlich erscheinender Android-Sicherheitsupdates, ziehen immer noch nicht alle Smartphone-Hersteller am selben Strang. Viele beliefern nur sehr unregelmäßig und vor allem nur hochpreisige Modelle. Das will Google jetzt ändern.

Smartphone-Hersteller sollen künftig auch regelmäßig Android-Sicherheitsupdates ausliefern. In einem Workshop auf der Entwicklerkonferenz I/O hat der Android-Sicherheitschef David Kleidermacher angekündigt, dass Google einen entsprechenden Passus in das OEM-Agreement für Android integrieren wird. Das werde dafür sorgen, dass es eine "drastische Zunahme an Geräten und Nutzern gibt, die regelmäßig Sicherheitspatches" erhalten. Bislang gibt es in den Lizenzbestimmungen des Betriebssystems keine Vorgabe, die Unternehmen wie Samsung, HTC oder LG dazu zwingt, die monatlich von Google herausgegebenen Updates an den Kunden weiter zu geben.

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Laut XDA Developers erfolgte die Ankündigung in Zusammenhang mit neuen Sicherheitsfeatures für Android P, für die vorige Oreo-Version wird die Patch-Pflicht wohl noch nicht gelten. Damit diese auch für die Gerätehersteller mit möglichst wenig Aufwand verbunden ist, hat Google schon die Vorarbeit geleistet: Mit "Project Treble" ist die Integration der Sicherheitsupdates leichter als zuvor. Zwar unterstützt jedes neue mit Android 8 Oreo auf den Markt kommende Smartphone Treble, hingegen sind es nur wenige, die nach dem Update von einer älteren Android-Version fit für die neue Update-Routine gemacht wurden.

Die monatlichen Sicherheitsupdates führte Google in Reaktion auf die 2015 bekannt gewordene Stagefright-Sicherheitslücke ein. Mittlerweile werden sie auch von vielen größeren Herstellern ausgeliefert, wenn auch nicht regelmäßig und häufig nur für die teureren Smartphones aus der Oberklasse. Zumindest zuletzt genannter Punkt könnte sich mit einer Patch-Pflicht ändern - ob Samsung & Co. die Patches auch monatlich ausliefern müssen ist hingegen noch nicht bekannt.

Mehr zum Thema: Android-Update, Android P

Quelle: XDA Developers via GSM Arena

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Kommentare
  1. 11.05.18 11:49 Antiappler (Advanced Handy Profi)

    So ähnlich hab ich auch gedacht, als ich den Artikel gelesen habe. Wobei 2019 für mich noch sehr optimistisch ist.

  2. 11.05.18 11:45 M.a.K (Handy Master)

    "für die vorige Oreo-Version wird die Patch-Pflicht wohl noch nicht gelten"

    Dann werden wir wohl noch weit in das Jahr 2019 hinein neue High-End Smartphones sehen welche anfangs mit 8.0 ausgeliefert werden um diesen "Updatezwang" so lang wie möglich zu umgehen.

    Dabei macht es Google den Herstellern mit Treble schon recht einfach. Es wird sich zeigen welche Firmen das schnell umsetzen oder einen feuchten Kehricht auf die Sicherheit der Kunden geben.

    Aber sehe ich das richtig?

    Project Treble gibt es seit 8.0.

    Update von Android 7 auf Android 8 - Treble muss nicht unterstützt werden.
    Android 8 von Werk aus - Treble muss unterstützt werden
    Update von Android 8 auf 9 - Treble muss unterstützt werden, aber regelmäßige Sicherheitsupdates sind keine Pflicht.
    Android 9 von Werk aus - Treble und regelmäßige Sicherheitsupdates müssten unterstützt werden.

    Ist das so richtig?

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