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Exportstopp: Trump will ZTE doch nicht helfen

Tobias Czullay 17.05.2018 - 11:45|7
Exportstopp: Trump will ZTE doch nicht helfen

US-Präsident Trump bezeichnet Berichte, die USA wären an einer Rettung des Smartphone-Herstellers ZTE interessiert, als Falschmeldungen. Er knüpft eine Lockerung des Exportverbots an die Verhandlungen mit China im aktuellen Handelsstreit.

Für ZTE ist keine Rettung in Sicht. Wenngleich der US-Präsident Donald Trump jüngst bei Twitter erklärte, der chinesische Technikkonzern solle mit milderen Strafen als dem derzeit gültigen Exportverbot verhängt werden, schreibt er in aktuellen Tweets, dass entsprechende Verhandlungen mit ZTE davon abhängig seien, wie die chinesische Regierung im derzeitigen Handelsstreit reagiert. Darin sind die Fronten zwischen den USA und China verhärtet, jede Partei erhebt Strafzölle auf gewisse Waren. Jüngst stellte China eine Liste mit Forderungen auf, die bei Erfüllung seitens der USA wieder für Entspannung sorgen sollte - darin war auch ein "angemessener Umgang im ZTE-Fall zur Sicherung der globalen Lieferkette" aufgeführt.

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Offenbar wurden die Bemerkungen des US-Präsidenten, dem Technikkonzern womöglich wieder den Import von US-Technologien zu erlauben, als Erfüllung einer dieser Forderungen aufgefasst - und unter anderem von der Washington Post und CNN deshalb stark kritisiert. Auf diese Berichte reagiert Trump nun und nennt sie "falsche Geschichten", an der Situation mit China habe sich nichts geändert. Er macht klar, dass die Rettung von ZTE von der Klärung des Handelsstreits abhängt. In diesem Fall bedeutet das weitere Zugeständnisse seitens China, mit den aktuellen Forderungen ist die US-Regierung nicht einverstanden.

Keine schnelle Schlichtung in Sicht

Damit dürfte auch bei ZTE die Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Exportverbots und unabhängig vom Handelsstreit geführte Verhandlungen verpufft sein. Von dem Handelsverbot der USA ist vor allem die Smartphone-Sparte von ZTE betroffen.

Der Hersteller darf keine Hardware mehr von Qualcomm erhalten, Geräte mit Snapdragon-Chips wird es daher zunächst nicht mehr geben. Auch die Nutzung des Android-Betriebssystems bleibt ZTE untersagt. Das Unternehmen hat aufgrund dieser drastischen Einschränkungen die Smartphone-Fertigung vorerst eingestellt. Auch die Software-Abteilung kann unter diesen Bedingungen nicht weiter arbeiten, Updates für bereits ausgelieferte Smartphones sind demnach nicht mehr zu erwarten.

Quelle: CNN via Winfuture

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Kommentare
  1. 19.05.18 12:20 M.a.K (Handy Master)

    @ Gorki,

    GenFood ist hier zum Glück kein Thema und die Qualität unseres Leistungswassers ist zu gut um es massiv mit Chlor zu versetzen. Auch sind wir keine Waffenfetischisten. Ich sehe hier einfach keinen Markt für deren Produkte :)

  2. 19.05.18 09:28 Gorki (Advanced Handy Master)

    @ MAK, er argumentierte sogar, das amerikanische Bauern keine Produkte" in die EU bzw. nach Deutschland verkaufen dürfen und im Gegenzug Deutschland den Markt mit BMW und Mercedes überschwemmt.

    Da ist die Frage schon angebracht, welche Landwirtschaftlichen Produkte die amerikanischen Bauern in der EU/Deutschland produzieren...

  3. 18.05.18 17:15 M.a.K (Handy Master)

    Heute sagte Trump erst wie unglücklich er über die EU ist. Die Amerikaner werden von deutschen Autos überschwemmt...

    Dabei bauen VW, Mercedes und BMW die Autos für die Amis doch schon hauptsächlich dort oder in Mexico.

    Eher sollte gefragt werden welche US-Firmen ihre Autos in Deutschland fertigen. Ausser Ford gibt es da so gut wie nichts. Wenn sich das hier für andere Autobauer nicht lohnt liegt das Problem wohl eher an andere Stelle...

  4. 18.05.18 10:36 Hubelix (Member)

    An Chinas Stelle einfach mal den Verkauf von Apple Geräten verbieten, mal sehen wie schnell Trump zurück rudert.


    Klar können die USA Sanktionen verhängen und Konzernen verbieten auf US Ressourcen zu zugreifen. Dann sollten sie sich auch über Vergeltungsmaßnahmen im Klaren sein. Europäischen Konzernen die nach dem Iran Abkommen Aufträge erhalten haben drohen nun auch Sanktionen, weil die USA eben NICHT Vertragstreu sind! Genauso wollen die USA die North Stream 2 Pipeline verhindern und drohen daran arbeitende Firmen zu sanktionieren. Wer da wohl sein Flüssiggas verkaufen will?

    Europa und China sollten auf das Gebaren der Trump Administration einfach knallhart antworten. Mal sehen wo die ihren Mistdann noch verkaufen.

    Wären die USA selber so moralisch wie sie von anderen verlangen, aber so ist es einfach nur lächerlich! Die USA "killen" 70000 Arbeitsplätze bei nem ausländischen Konzern. Dann sollen die Chinesen sich mal brav revanchieren!

  5. 18.05.18 08:19 Antiappler (Advanced Handy Profi)

    "Die haben Dinge bewusst getan und gegen Regeln verstoßen..."

    Ist doch möglich, dass es mit Billigung der chinesischen Regierung geschehen ist. Wer weiß das denn schon?

  6. 17.05.18 21:30 nohtz (Professional Handy Master)

    "Die haben Dinge bewusst getan und gegen Regeln verstoßen"
    -->wenn man nur überall den gleichen massstab anlegen würde...

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