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HTC Exodus: Genesis eines Sicherheits-Smartphones fürs dezentralisierte Web

Björn Brodersen 20.05.2018 - 16:15|1
HTC Exodus: Genesis eines Sicherheits-Smartphones fürs dezentralisierte Web

Nach Android-, Metall- und LTE-Smartphones nimmt der Hersteller HTC einen neuen Bereich im Markt in Angriff. Unter dem Projekt HTC Exodus entwickelt er ein Sicherheits-Smartphone als Hub für die Blockchain-Community.

Der Name soll kein Omen sein: Mit dem Projekt Exodus bereitet der taiwanische Hersteller HTC nicht den Ausstieg aus dem Smartphone-Geschäft vor, sondern eröffnet sich eine neue Nische im Markt - die der Sicherheits-Handys. Offenbar hatte das Unternehmen zunächst den zutreffender klingenden Namen "Genesis"  für das Smartphone-Projekt im Sinn, doch das Probleme mit einer gleichnamigen Musikband zur Folge haben können.

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Auch der Zeitpunkt der am vergangenen Dienstag Ankündigung des Blockchain-Smartphones erscheint angesichts des nahenden Launches des HTC U12 Plus überraschend. Dass die  Blockchain-Konferenz Consensus in New York aber der geeignete Ort und Zeitpunkt für einen ersten Ausblick auf das HTC Exodus ist, entschieden HTC-Manager wohl sehr kurzfristig. Die dort zum Sicherheits-Smartphone bekannt gegebenen Informationen fallen auch sehr spärlich aus - so wie die auf der Projekt- und Reservierungs-Website gemachten Angaben.

Blockchain-Community als Zielgruppe für HTC Exodus

Schon in New York hatte HTC-Manager Phil Chen Android als Software-Plattform für das HTC Exodus bestätigt. Das Google-Betriebssystem erweitert der Smartphone-Hersteller in diesem Fall um eine Trusted UI genannte Benutzeroberfläche sowie um eine Wallet-Funktion für Kryptowährungen wie Bitcoin, Lightning Networks, Ethereum und Dfinity. Das Smartphone soll dabei als Verbindungspunkt für Bitcoin und andere Kryptowährungen dienen, so dass jedes neue aktivierte HTC Exodus das Netzwerk erweitert, und auch andere Blockchain-basiert verteilte Anwendungen (dApps) unterstützen. Damit eignet es sich als Alternative zu Smartphones mit Anbindung an Cloud-Dienste großer Technologiefirmen.

HTC richtet das Exodus-Smartphone an die Blockchain-Community und an Nutzer, die die volle Kontrolle über ihre Daten behalten wollen. Dies werde zumindest bei allen auf dem Gerät vorinstallierten Apps der Fall sein, heißt es. Auch ein Opt-out aus dem Peer-2-Peer-Netzwerk sei jederzeit möglich, nur erhalten die User dann keine der auf den Blockchains erzeugten Tokens mehr.

Kein Exodus: HTC hält an Smartphones fest

Allein dieses Projekt zeigt, dass HTC das Smartphone-Geschäft noch längst nicht abgeschrieben hat - trotz der schlechten wirtschaftlichen Zahlen, die das Unternehmen Quartal für Quartal präsentiert, und trotz des aufgebauten zweiten Standbeins mit der AR-Brille HTC Vive. Da die Hardware-Experten aus Taiwan anders als beispielsweise Huawei im Smartphone-Bereich nicht auf Masse setzen können, müssen sie die richtigen Akzente setzen.

In der Vergangenheit waren sie bei nachhaltigen Trends wie Android und Metallgehäusen sowie bei LTE-Smartphones gleich prominent vorne dabei. Bei der aktuellen Flaggschiff-Serie HTC U schaffen sie dies durch raffiniertes, hochwertig anmutendes Design ("Liquid Surface") und die Edge-Sense-Steuerung. Das Zeug, hervorragende Hardware als Hub für ein dezentralisiertes Ökosystem bereitzustellen, hat HTC.

Was haltet ihr von dem Projekt HTC Exodus: Setzt HTC hier auf das richtige Pferd oder sollte sich das Unternehmen den Einsatz lieber sparen? Vielen Dank für eure Kommentare zum Thema!

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone

Quelle: HTC

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Kommentare
  1. 20.05.18 16:31 Arminator (Advanced Handy Profi)

    Das richtige Pferd! Ist auf jedenfall eine zukunftstechnologie. Allerdings intressiert sich die breite maße noch lange nicht dafür, deßhalb glaube ich nicht dass HTC kurz und mittelfristig die erfolge damit haben wird die das angeschlagene unternehmen eigentlich braucht. Ich finds trotzdem toll dass sie sich dem Thema widmen

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