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iPhone 6: Apple sah Bendgate-Skandal kommen

Tobias Czullay 25.05.2018 - 10:22|10
iPhone 6: Apple sah Bendgate-Skandal kommen

Vier Jahre nach der Veröffentlichung des iPhone 6 kommen neue Details zum damaligen Bendgate-Skandal ans Licht. Laut einem Gerichtsdokument wusste Apple, dass sich das Smartphone leichter verbiegen lässt als die Vorgänger. Auch das vom Hersteller bislang nicht eingestandene "Touch Disease" ist auf einen Qualitätsmangel zurückzuführen.

Das iPhone 6 beschäftigt auch knapp vier Jahre nach dem Marktstart das Bundesgericht in San José. In einer Sammelklage hatten sich mehrere Besitzer des Apple-Smartphones über die Qualitätsmängel beschwert, die das Unternehmen nur in Einzelfällen im Rahmen der Garantie repariert hatte. Ein Gegenstand der Klage ist unter anderem das Gehäuse des Geräts, das sich wegen des Einsatzes von zu weichem Aluminium leicht biegen ließ. Schon der Wechsel hin zu einer härteren Aluminium-Serie für den Nachfolger kann als stilles Eingeständnis von "Bendgate" seitens Apple angesehen werden, öffentlich hatte das Unternehmen das Problem aber stets heruntergespielt.

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Aus dem US-Gericht in San José vorliegenden Dokumenten geht nun allerdings hervor, dass Apple den Bendgate-Skandal hätte voraussehen können. So hätten interne Untersuchungen bei Apple ergeben, dass das iPhone 6 sich 3,3 Mal, das iPhone 6 Plus sogar 7,2 Mal leichter verbiegen lasse als der Vorgänger iPhone 5S. Dieses Ergebnis stand schon vor dem Verkaufsstart der Smartphones fest. Apple befürchtete daher, dass die iPhones "sich im Vergleich zu vorangegangenen Generationen leichter verbiegen lassen".

Touch Disease: Apple wechselte heimlich Bauteil aus

Auch das als "Touch Disease" bekannt gewordene Problem mit den Smartphones wird in der Klage behandelt. Und auch hier lautet der Vorwurf, dass Apple wissentlich einen Touch-Controller im iPhone 6 verbaute, der nicht stabil genug war und nach einiger Zeit zu fehlerhaften Darstellungen oder dem Ausfall der Bildschirme führen konnte. Die Untersuchungen ergaben nun, dass Apple trotz Schuldabwälzung auf die Nutzer und der Erklärung, dass kein Qualitätsmangel am Produkt selbst vorliegt, Nachbesserungen am Touch-Controller durchführte. Anderthalb Jahre nach dem Release des iPhone 6 wurde das Bauteil in neu gebauten Einheiten ohne eine Ankündigung seitens Apple durch ein robusteres ersetzt.

Apple sieht im "Touch Disease" keinen Garantiefall. Im November 2016 erkannte der Hersteller an, dass die Bildschirme von iPhone 6 und iPhone 6 Plus "nach mehreren Stürzen" zum Flackern neigten und reduzierte den Preis für eine Display-Reparatur solcher Einheiten auf rund 170 Euro. Heute kostet sie 180 Euro.

Prozess geht weiter

Abgeschlossen ist der Fall vor Gericht noch nicht. Die Richterin Judy Koh wies die Klage vorerst wegen eines Formfehlers ab: Die Kläger konnten kein überzeugendes Modell für mögliche Rückerstattungen von Apple vorlegen, für den Fall, dass sie gewinnen würden. Sie kündigten Berufung an.

Mehr zum Thema: iPhone, Smartphone

Quelle: Motherboard via The Verge

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Kommentare
  1. 26.05.18 07:41 peter0815 (Handy Profi)

    Samsung und co basteln an flexiblen Displays — Apple hat flexible iPhones, WAHNSINN

  2. 25.05.18 23:05 Antiappler (Advanced Handy Profi)

    "Wie in einem Gerichtsverfahren vorgelegte interne Dokumente nun zeigen, war sich Apple entgegen früherer Behauptungen sehr wohl der Probleme des eigenen Smartphones bewusst."

    Naja, man kann ja erst mal so tun als hätte man das wirklich nicht gewusst, und bei Bedarf scheibchenweise mit der Wahrheit rausrücken. Außerdem findet ja nicht jeder die passenden Links dazu. ;-)

    Obwohl ich mir bei Echse ganz sicher bin, dass ihm dieser oder andere Links bekannt sind. Er findet doch schließlich auch sonst alles. ;-)
    Und auf den Versuch von Fritz, Apple zu verteidigen, braucht man nicht weiter einzugehen.

  3. 25.05.18 16:34 nohtz (Professional Handy Master)

    Zander
    "Apple ist da ungefähr auf dem Stand von VW.^^ "
    -->Da haben sich 2 gefunden ;-)

    https://www.mobiflip.de/apple-vw-auto/

    Echse
    "dass sich das iPhone in der vorderen Hosentasche nicht verbiegt"
    -->https://www.mobiflip.de/bendgate-apple-war-sich-instabilitaet-des-iphone-6-bewusst/
    "Wie in einem Gerichtsverfahren vorgelegte interne Dokumente nun zeigen, war sich Apple entgegen früherer Behauptungen sehr wohl der Probleme des eigenen Smartphones bewusst."

  4. 25.05.18 16:30 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @DerZander: Das heißt nicht Betrug, sondern Geschäftsmodell. Lern das doch endlich! :p

  5. 25.05.18 14:02 Tring

    ....ist ja nix Neues, dass Apple qualitativ zumindest bei Smartphones nur Unterdurchschnittliches anbietet. Wer aber einmal im Apple-Ökosystem gefangen ist, dem ist das mehrheitlich egal.

  6. 25.05.18 13:59 DerZander (Handy Profi)

    @Hbelix
    Ja, keine Ahnung, was Apple noch bringen muss bis die Jünger der "Church of Apple distortion field" einsehen, dass Apple in eines der kundenunfreundlichsten und unkulantesten Unternehmen ist.

    Das Akku-Desaster beim Note 7 hat Samsung zugegebenermaßen recht sauber aufgearbeitet. Fritz und Echse haben ja auch immer behauptet, dass Samsung niemals sagen würde woran es lag und alles totschweigen würden. Tja, offenbar gibt es auch andere Kundenstrategien als die Taktiks des Leugnens bei Apple.

    Apple ist da ungefähr auf dem Stand von VW.^^

    Ich finde "Betrug" ist da schon der richtige Ausdruck.

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