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DCI-P3 auf dem Smartphone-Display erklärt

Tobias Czullay 09.06.2018 - 14:00|0
DCI-P3 auf dem Smartphone-Display erklärt

Ob iPhone X, Galaxy S9 oder OnePlus 6: Das Highend-Smartphone von heute ist für die Darstellung des Farbraums DCI-P3 kalibriert. Doch was genau heißt das eigentlich? Wir klären auf.

Mehr und mehr Smartphones haben ein Display, das nicht mehr nur den Farbraum sRGB, sondern DCI-P3 abdecken kann. Hersteller versprechen den Kunden damit eine sichtbare Verbesserung, Farben sollen unabhängig vom verwendeten Panel kräftiger und lebhafter dargestellt werden als je zuvor werden. Im Folgenden erklären den Hintergrund zu DCI-P3.

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Die Grundlage eines Farbraums ist die CIE-Normfarbtafel. Sie stellt die Gesamtheit der wahrnehmbaren Farben in einem sohlenförmigen Modell dar und bildet damit einen idealen, theoretischen Farbraum ab, der unabhängig von der Ausgabe auf einem Gerät oder einem Ausdruck besteht. In diesem Modell werden wiederum jene Farbräume angelegt, die ein Gerät auch tatsächlich darstellen kann. In der Regel geschieht das in Form eines Dreiecks, in dessen Mitte ein Weißpunkt (6500K) und in den Ecken die Primärfarben dieses Farbraums markiert werden. Die Formen der Dreiecke und ihre Ausrichtung unterscheiden sich je nach Farbraum-Definition.

DCI-P3 ist eine solche Definition, ein Farbraum innerhalb der CIE-1931-Norm, der ursprünglich für Kinoprojektoren entwickelt wurde. Sie hat dieselbe blaue Primärfarbe wie die bekannteren Farbräume Adobe RGB und sRGB, verlagert aber die Rot- und Grünfarbtöne. Gegenüber sRGB hat DCI-P3 ein um 26 Prozent größeres "Gamut", hat also den größeren Farbumfang - salopp gesagt: Das Farbraum-Dreieck ist größer, DCI-P3 kann mehr Farben darstellen.

DCI-P3, Adobe RGB und sRGB | (c) Marc Wielage, via Blackmagic Forum
DCI-P3, Adobe RGB und sRGB | (c) Marc Wielage, via Blackmagic Forum

Ob das auf dem Smartphone eine so große Rolle spielt, sei aber einmal dahingestellt. Denn tatsächlich stellen die meisten Bildschirme ohnehin schon mehr Farben dar als vom Standard-Farbraum sRGB vorgegeben. Auf den auf DCI-P3 kalibrierten Displays werden deshalb vor allem die Farbtöne ein wenig anders ausfallen, Grün und Rot etwas kräftiger dargestellt.

Diese Smartphones haben ein DCI-P3-Display

Zu den mobilen Geräten, deren Bildschirme DCI-P3 oder sogar noch einen weiteren Farbraum darstellen können, zählen Samsungs Galaxy-S8-, Galaxy-S9-Smartphones und das Galaxy Note 8, das Google Pixel 2 XL, Mate 10 Pro, P20 und P20 Pro von Huawei, LGs V30 und G7 ThinQ, die HTC-Smartphones U11 Plus und U12 Plus, OnePlus 5, 5T und 6 sowie Apples iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X und mit Ausnahme des ersten 12,9-Zoll-Modells alle bislang erschienenen iPad Pro.

Als nächster Schritt in der Display-Farbdarstellung gilt Rec.2020 (BT.2020). Dabei handelt es sich um einen auf die 10- und 12-Bit-Ausgabe ausgelegten Farbraum mit einem gegenüber sRGB AdobeRGB um 17 Prozent größeren und gegenüber DCI-P3 um 26 Prozent größeren Gamut.

Mehr zum Thema: iPhone, Android-Smartphone, iPhone-Display, Smartphones, AMOLED-Display

via Display Mate

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