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Asus Rog Phone: Blitzpartie mit dem coolen Gaming-Smartphone

Oliver Nickel | Golem.de 09.06.2018 - 17:45|2
Asus Rog Phone: Blitzpartie mit dem coolen Gaming-Smartphone

Asus richtet sich mit dem Rog Phone klar an die anspruchsvollen Zocker. Wir haben das Gamepad- und Handheld-Modul, den Desktop-Dock und einen externen Kühler im Hands-on angetestet.

Asus hat auf der Computex 2018 sein ungewöhnliches Smartphone Rog Phone vorgestellt, wir haben es am Stand des Herstellers auf der Computermesse in Taipeh genauer angeschaut. Unser erster Eindruck ist positiv: Das Design ist eindeutig an Gamer gerichtet. Auf der Rückseite ist der rautenförmige und kantige Fingerabdrucksensor als Designelement zu sehen. Auch die Kamera ist in das Muster integriert. Auffällig ist, dass Asus zum Laden des Gerätes einen USB-3.0-Micro-B-Anschluss nutzt. Dieser ist an der linken Seite des Telefons angebracht, so dass beim Spielen das Ladekabel nicht im Weg ist - clever. Allerdings ist der Anschluss nicht gerade für seine lange Haltbarkeit bekannt, weshalb er so selten genutzt wird.

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Asus Rog Phone | (c) Asus
Das Asus Rog Phone als Konsolenersatz | (c) Asus

Das Display des Telefons wirkt auf den ersten Blick im Innenraum hell genug. Es reagiert sehr flott auf Fingereingaben und stellt Spiele wie das auf dem Asus-Stand gezeigte Battle-Royale-Game "Free Fire" flüssig dar. Die 90 Hz Bildfrequenz merken wir in Menüs des Betriebssystems, allerdings werden die meisten Spiele nicht auf so hohe Bildraten beschleunigt oder sind auf 60 Hz ausgelegt. Wir fragen uns auch, ob die auf 2,94 GHz übertaktete Snapdragon-845-CPU wirklich Vorteile bringt. Spürbar schneller ist die CPU nicht.

Zubehör macht das Telefon einzigartig

Bei der Hardware unterscheidet sich das Gerät wenig von anderen High-End-Smartphones. Das Rog Phone hebt sich durch das Zubehör von Wettbewerbern ab. Da wäre zum einen das Desktop-Dock. Mit dieser Station lässt sich das Telefon an einen großen Monitor sowie an eine Maus und eine Tastatur koppeln. Das bringt PC-Gaming für mobile Spiele. Die Station bietet genügend Anschlüsse: USB-A, HDMI und sogar kabelgebundenes Ethernet.

Das zweite Zubehörteil ist eine Art Handheld-Controller, in den das Smartphone eingesteckt wird. Es nimmt dabei den Platz des oberen von zwei Bildschirmen ein. Der zweite Bildschirm kann beispielsweise eine Internetseite oder ein Video einblenden. Das Controllermodul verfügt noch einmal über zusätzliche Schultertasten. Das erinnert ein wenig an den Nintendo DS. An der Rückseite führen zudem noch ein USB-Typ-C-Stecker und ein SD-Kartenleser statt microSD-Kartenleser heraus. Die Verarbeitungsqualität ist gut, reicht aber nicht an den erwähnten Nintendo DS oder Gamepads wie den Xbox One Controller heran. Außerdem ist der Controller schlecht ausbalanciert, da das im Vergleich schwere Smartphone sich im oberen Teil befindet.

Asus Rog Phone | (c) Asus
Das Rog im Gaming-Modul | (c) Asus

Skurril ist der externe aktive Anstecklüfter des Rog Phone. Dieser soll dem integrierten System-on-a-Chip Luft zuführen während gespielt wird. Der Lüfter an sich ist recht schwer und klobig, stört beim Spielen aber nicht sehr, da er zentriert an den Ladeanschluss angesteckt wird. An der Unterseite des Produktes befinden sich zusätzlich ein USB-Typ-C-Port und ein Klinkenstecker.

Ebenfalls ein Zubehörteil ist ein Controller-Dock, das an den Seiten des Telefons eingeklickt wird. Beide Controllerhälften sind mit Analogsticks, Schultertasten und Steuerkreuz respektive Eingabeknöpfen versehen. Sie sind über ein Gummiband miteinander verbunden, das zudem das Telefon stabil in der Fassung hält. Uns erinnert diese Konfiguration an die mobile Version einer Nintendo Switch. Die Verarbeitungsqualität ist - wie schon beim Handheld-Dock - gut, könnte aber verbessert werden.

Asus Rog Phone | (c) Asus
Asus Rog Phone mit externer Kühlung | (c) Asus
Asus Rog Phone | (c) Asus
Mit Desktop-Stand für stationäres Gaming | (c) Asus

Allerdings handelt es sich beim ausgestellten Zubehör bisher um Modelle, die noch nicht serienreif sind. Das erklärt uns das Personal am Stand. Preise und Verfügbarkeit konnten wir bisher nicht herausfinden. Insgesamt hat uns das Gerät beim ersten Ausprobieren gefallen. Das Konzept ist konsequent für Gamer ausgerichtet. Trotzdem hat es Asus geschafft, ein optisch ansprechendes Smartphone zu bauen - ein Gerät, das vielleicht auch europäischen Käufern gefällt.

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone, Computex, Gaming

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Kommentare
  1. 10.06.18 12:58 Hunter (Handy Profi)

    Ist auf jeden Fall witzig. Problematisch ist wahrscheinlich der Preis. Denke mal bei 1000 Euro inkl dem Zubehör werden es sich die wenigsten kaufen wollen, einfach deshalb weil's von Asus und nicht von Samsung etc kommt.

  2. 09.06.18 19:20 Gandalf (Expert Handy Profi)

    Eigentlich ein sehr geiles Smartphone. Gerade in der Gaming-Broadcaster/Streamer Szene könnte das Gerät Anklang finden. Provider sollten diese Gaming Smartphones zudem aufnehmen.

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