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Telekom testet vernetzte IMEI-Sperrliste

Björn Brodersen 08.06.2018 - 17:40|0
Telekom testet vernetzte IMEI-Sperrliste

Die interne IMEI-Sperrliste der Telekom verhindert, dass dort registrierte gestohlene Handys ins Telekom-Netz eingebucht werden können. Künftig soll die Gerätesperre über eine dezentral geführte IMEI-Liste auf Blockchain-Basis netz- und unternehmensübergreifend funktionieren.

Das eigene Smartphone über die jeweilige IMEI-Nummer sperren lassen ist nach Angaben der Telekom bislang die beste Antwort bei Diebstahl oder Verlust des Geräts. Das verhindert jedoch nicht, dass Fremde die SIM-Karte im Handy austauschen und es in anderen Netzen nutzen können, denn die interne Sperrliste des Mobilfunkanbieters verhindert nur eine weitere Einwahl des Smartphones ins Telekom-Netz. Künftig soll das Sperren des Smartphones in solchen Fällen netzübergreifend funktionieren.

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Dafür testet die Telekom eine selbst entwickelte Anwendung mit der Bezeichnung "Global IMEI Storage and Services“, die auf der neuen Cloud-Plattform Blockchain des Software-Entwicklers SAP. Die Idee: Eine dezentral geführten Sperrliste auf Blockchain-Basis können auch andere Unternehmen wie beispielsweise die beiden anderen deutschen Mobilfunkbetreiber Vodafone und Telefónica Deutschland oder auch die Gerätehersteller oder die IT-Assetmanager in Unternehmens einsehen, verwalten, verifizieren. Fügt einer der Partner die IMEI eines Smartphones der Sperrliste hinzu, wird diese neue Information allen anderen an der Plattform beteiligten Firmen in Echtzeit mitgeteilt.

Die Telekom hat die Anwendung für eine gemeinsam mit anderen Unternehmen betriebene IMEI-Sperrliste zusammen mit Camelot Innovative Technologies Lab (Camelot ITLab) entwickelt. Ein Manipulieren der in die Blockchain eingetragenen Daten soll durch die Verwendung Kryptoalgorithmen und durch die Weitergabe an alle Partner des Netzwerks nicht möglich sein. Nutzer, die ihr Handy verloren oder denen das Handy entwendet wurde, müssen nicht einmal die IMEI-Nummer des Geräts wissen, um es sperren zulassen. Die betreffende, bei der Telekom hinterlegte IMEI wird dem beispielsweise vom Hersteller oder beim Mobilfunkbetreiber gemeldeten Gerät zugeordnet. Ein Whitelistung eines wiedergefundenen oder -erhaltenen Geräts sei ebenso problemlos, heißt es.

Mehr zum Thema: Mobilfunkbetreiber, Smartphone

Quelle: Telekom, SAP

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