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O2-Verkauf: Telefónica-Chef äußert sich zu Gerüchten

Tobias Czullay 11.06.2018 - 12:31|0
O2-Verkauf: Telefónica-Chef äußert sich zu Gerüchten

Der Telefónica-Chef José María Álvarez-Pallete erteilt Gerüchten eine Absage, nach denen sich das spanische Unternehmen von O2 in Deutschland trennen möchte. Für das Jahresende verspricht er ein stabiles Netz, in Zukunft will O2 technisch stark aufrüsten.

Der spanische Telefónica-Konzern will sich nicht von der Mobilfunkmarke O2 in Deutschland trennen. Das erklärt der Chef des Unternehmens, José María Álvarez-Pallete, im Gespräch mit dem Handelsblatt. Im März berichtete die Wirtschaftswoche, intern werde bereits ein Abschiedsszenario durchgespielt, weil Telefónica die "Lust auf weitere Duelle mit den beiden Marktführern Deutsche Telekom und Vodafone verloren" habe. Im Interview gibt sich der Konzernchef stattdessen nun kampfeslustig. "Wenn wir verkaufen wollten, hätten wir von KPN nicht für 8,5 Milliarden Euro E-Plus gekauft."

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Weiter verweist er auf die Investitionen in Höhe von 25 Milliarden Euro, die Telefónica seit 2005 in Deutschland investiert hat. Deutschland sei "strategisch wichtig", der "größte Telekommunikationsmarkt in Europa" und "ein stabiler und wachsender Markt." Auch Aktien von O2 werde man nicht verkaufen, trotz Verlusten seit der Fusion mit E-Plus liegen die Zahlen "voll im Plan."

Mit 350 Millionen Telefónica-Kunden weltweit habe man eine "enorme Vertriebskraft für Handy- und Netzhersteller" und sei in einer Position, in der man aufgrund der "Größenvorteile" nicht weiter wachsen bräuchte. In Zukunft will sich Telefónica zum Technologieunternehmen wandeln, erklärt Álvarez-Pallete.

Prioritäten: Stadt vor Land

Für deutsche Kunden soll sich die Situation mittelfristig verbessern. Immerhin gilt O2 zwar nach Kundenzahl als der größte hiesige Anbieter, allerdings auch als der mit dem schlechtesten Netz. Zwar gesteht Álvarez-Pallete ein, dass die Telekom auf dem Land mehr in den Ausbau investiert. Die Stärken von O2 lägen vor allem in den Städten und Vorstädten. Hier soll das O2-Netz bis zum Ende dieses Jahres sein volles Potenzial zeigen können, dann soll die Integration der O2- und E-Plus-Netze abgeschlossen sein.

Für den Umbau hatte Telefónica länger gebraucht hat, als intern kalkuliert war - und das schlägt sich auch auf die Kundenzufriedenheit nieder, sagt Álvarez-Pallete. "Wenn wir an einer Basisstation arbeiten, merkt der Kunde das und denkt, das Netz sei schlecht. Aber inzwischen sind 80 Prozent der Arbeiten erledigt. Und da, wo wir fertig sind, haben wir das leistungsfähigste Netz in Deutschland. Bis Ende des Jahres wollen wir alle Arbeiten abschließen, dann werden alle sehen, wie potent das Netz ist."

O2 will bei 5G-Versteigerung mitbieten

Auch in das 5G-Netz will Telefónica investieren. Wenn ab 2019 die Lizenzen für den neuen Mobilfunkstandard versteigert werden, will der Konzern ohne einen Partner mitbieten. Weiterhin steht der Launch des eigenen Sprachassistenten Aura für dieses Jahr auf dem Plan, für den sich Telefónica bereits Netflix als Partner sichern konnte.

Mehr zum Thema: LTE, Netzzusammenlegung (O2 und E-Plu

Quelle: Handelsblatt via Golem

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