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Apple: iOS 12 erhöht Schutz gegen iPhone-Cracking

Björn Brodersen 14.06.2018 - 16:10|0
Apple: iOS 12 erhöht Schutz gegen iPhone-Cracking

Seit das FBI für das Cracken eines gesperrten iPhone eines Massenmörders bezahlte, holen sich Polizei und Sicherheitsbehörden in den USA vermehrt Hilfe von Experten für das Entsperren von Apple-Smartphones. Cupertino will die auf iPhone und iPad gespeicherten Daten jetzt besser vor dem Zugriff schützen.

Apple erschwert mit der neuen Betriebssystemversion iOS 12 Polizei, Sicherheitsbehörden oder Kriminellen den Zugriff auf das iPhone und das iPad. Die neue Software soll die Datenübertragung über den USB- bzw. Lightning-Port verhindern, wenn das iOS-Gerät eine Stunde lang gesperrt blieb - nur das Laden des Akkus ist dann über den Port noch möglich. Erst wenn Anwender ihr iPhone oder iPad wieder per Passworteingabe, Fingerabdruckscan oder Gesichtserkennung entsperren, gibt das System die Datenleitung wieder frei.

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Das automatische Abschalten der USB-Verbindung nach außen dient als Schutzmaßnahme gegen Entsperrwerkzeugen wie Graykey vom US-Hersteller Grayshift. Am Daten-Port von iPhone oder iPad angeschlossen kann die Box die gegen iOS-Hacks gerichtete Zeitsperre im System umgehen und per Brute-Force-Attacke alle möglichen PIN-Kombinationen durchspielen. Das ab 15.000 Dollar teure Gerät wird unter anderem teilweise von der Polizei in den USA eingesetzt, seit im Februar 2016 das FBI auf der Suche nach Beweismaterial Experten für das Cracken des iPhone 5C eines Mörders bezahlte - im Bundesstaat Indiana offenbar schon an 96 iPhones, jeweils nach Gerichtsbeschluss. Auch das israelische Unternehmen Cellebrite soll mit Hilfe eines Exploits gesperrte iPhones cracken können.

Ein solches Gerät wie das von Grayshift könne aber auch in die Hände von Kriminellen geraten, warnen Sicherheitsexperten. Apple verwahrt sich in einem Statement gegenüber der "New York Times" vor dem Vorwurf, gegen die Sicherheitsbehörden zu arbeiten. Wie auch Google und Microsoft gewährt Apple den US-Sicherheitsbehörden auf Anforderung Zugang zu den auf Servern gespeicherten Daten von Kunden. Das neue Sicherheits-Feature von iOS 12 schützt nur die lokal auf iPhone oder iPad gespeicherten verschlüsselten Daten.

Mehr zum Thema: iPhone, Smartphones, Apple-Smartphones, Mobile Betriebssysteme

Quelle: New York Times via Heise

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