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Autor: AreaMobile Redaktion | 22.02.2006 - 11:13 | 0

Auslandsgespräche und Terminierungsentgelte sollen fallen

Auslandsgespräche und Terminierungsentgelte sollen fallen
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Foto: Telefonieren im Urlaub

Der weltweit größte britische Netzbetreiber Vodafone will seine Preise für das Telefonieren im Ausland nicht senken. Grund dafür ist die Ankündigung der EU Telekommunikations-Kommissarin Viviane Reding durch eine neue Verordnung die Roaming-Gebühren, die beim Telefonieren im Ausland anfallen, zu beschränken. Vodafone äußerte sich zu den geplanten Veränderungen, dass man keinerlei Anlass für eine Senkung sehe. Da Vodafone in den meisten Ländern über ein eigenes Netz verfügt, müssen die Briten keine Fremdnetze anmieten, so dass geringe Kosten bei einem Auslandsgespräch in vielen Ländern auftreten.

Dies kann Vodafone an die Kunden weitergeben, was teilweise mit der hinzu buchbaren Option Reiseversprechen bereits gemacht wird. Dabei kann der Kunde seit Juni vergangenen Jahres in 20 Ländern zu den Preisen des jeweiligen Heimatlandes telefonieren, jedoch zahlt er ein Einmalentgelt von 0,75 Euro pro ab- oder eingehendem Telefonat.

T-Mobile sieht ebenfalls keinen Handlungsbedarf der EU-Kommision und setzt auf die Kräfte des Marktes, so T-Mobile-Chef Rene Obermann. Gleichzeitig kündigen die Bonner jedoch an, im Frühjahr die Preise für Roaming im Ausland weiter zu senken. T-Mobile hat mit seiner wiedereingeführten Option RelaxHoliday ein optionales 20 Minuten-Paket, welches der Urlauber für 10 Euro zu seinem Tarif hinzu buchen kann. Auch E-Plus will mit einem neuen Preismodell für Auslandsgespräche reagieren. Die Tochter der niederländischen KPN wird ab 1. Mai künftig einen Blocktarif mit nur noch drei Länderzonen bereitstellen. Auch der kleinste Anbieter o2 wird sicher zukünftig auf die Konkurrenten reagieren, da für o2 durch die Übernahme der spanischen Telefonica weitaus mehr Möglichkeiten im Ausland bestehen. Dorn im Auge sollte der europäischen Kommision die sogenannten Terminierungsentgelte der Netzbetreiber sein, welche bei einer Weiterleitung eines Festnetzgespräches mit einem Mobilfunkteilnehmer anfallen. Hiermit verdienen die Netzbetreiber viel Geld, da für eine Minute von T-Mobile und Vodafone 11 Cent und E-Plus und o2 12,4 Cent verlangt werden. So können die Netzbetreiber in den Tarifen zwar billiges Telefonieren ins Festnetz garantieren, da die Regulierungsbehörde diese Terminierungsentgelte auf sehr niedrigen Niveau festgesetzt hat, jedoch müssen Festnetzanbieter immer noch mit diesen hohen Preisen kalkulieren. Der Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, setzte in einem Statement der letzten Woche noch auf eine Eigeninitiative von Seiten der Betreiber, schloss aber ein baldiges Festsetzen dieser Preise durch die Bundesnetzagentur nicht aus, die sich mit der EU-Kommission einig darüber ist, dass alle vier deutschen Netzbetreiber bei Gesprächen, die aus dem Festnetz in ihr jeweiliges Netz gehen, eine marktbeherrschende Stellung innehaben.

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