Seit dem Aufkommen der Mobilfunkdiscounter verfolgt E-Plus eindeutig eine Mehrmarkenstrategie. So „steckt“ hinter bekannten Namen wie z.B. simyo oder Base im Wesentlichen der in Deutschland drittgrößte Netzbetreiber E-Plus. In diesem Jahr soll diese Strategie weiter fortgesetzt und mit einem damit verbundenen Preiskampf die Konkurrenz „attackiert“ werden.
Dies ging aus einem Gespräch von E-Plus-Chef Thorsten Dirks mit der Financial Times Deutschland hervor. Angesichts der zunehmenden Marktsättigung könne Wachstum nur noch über häufigeres Telefonieren via Handy zu Lasten des Festnetzes und durch das Abwerben von Kunden anderer Netzbetreiber generiert werden, schätzt E-Plus. Zusatzmarken bieten laut Dirks die Möglichkeit, verschiedene Zielgruppen besser zu bedienen.
Ob es E-Plus mit der Billigmarkenstrategie aber tatsächlich gelingen kann, etwa den Branchenriesen T-Mobile und Vodafone so genannte Premium-Kunden abzuwerben, ist allerdings ungewiss. Solche Angebote dürften sich in erster Linie an eine weitgehend eingrenzbare Zielgruppe richten: flexible Prepaid-Kunden und nicht zu vergessen die so genannten Schnäppchenjäger, die weniger auf Qualität, als vielmehr auf den Preis achten. Auf jeden Fall wird sich die Preisspirale durch solche Billigmarken und den damit folgenden Wettbewerbsdruck auch für den gesamten Mobilfunkmarkt weiter nach unten drehen, so dass alle Mobilfunknutzer davon profitieren.
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