Während in Europa noch darüber diskutiert wird, wann sich endlich der 3G-Standard UMTS auf dem Massenmarkt durchsetzen wird, ist man in Japan bereits eifrig am Werk, um die 4. Mobilfunkgeneration weiterzuentwickeln.
Der größte japanische Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo vermeldete nun, dass er seine im Dezember 2005 begonnenden Tests der 4G-Services mit einem Weltrekord bei der paketvermittelten Datenübertragung in einem Mobilfunknetz abgeschlossen hat. Dabei wurde eine erstaunliche Download-Geschwindigkeit von sage und schreibe 2,5 Gbps (Gigabit pro Sekunde) erreicht. Der Empfänger bewegte sich während der Tests mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde.
Die Steigerung der Übertragungsgeschwindigkeit wurde sowohl durch den Ausbau der MIMO-Antennen von vier auf sechs als auch durch den Einsatz von 64-QAM (Quadrature Amplitude Modulation) ermöglicht. Mit der Spektrumseffizienz von 25 Bit/s/Hz bzw. 2,5 Gbit/s/100 MHz ist NTT DoCoMo zufolge der von der EU-Initiative "Wireless World Initiative New Radio" vorgegebene Maximalwert erreicht. Auf dieser Geschwindigkeits-Basis will NTT DoCoMo die 4G-Technologie weiterentwickeln und ab 2010 kommerziell zur Verfügung stellen. Das erste 4G-Netz könnte dann u.U. in Kuwait in Betrieb genommen werden, denn die Scheichs hatten bereits im Mai vergangenen Jahres ihr Interesse bekundet.
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