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Autor: AreaMobile Redaktion | 06.03.2006 - 10:30 | 0

Geld macht glücklich: RIM beendet Patentstreit mit NTP

Mit Geld lassen sich Probleme lösen: über eine halbe Milliarde Euro zahlt RIM an NTP, um das jahrelange Tauziehen um Echtzeit-Messaging Patente endlich ad acta zu legen.

Geld macht glücklich: RIM beendet Patentstreit mit NTP

Wer lange genug spart, kann sich später seine Träume erfüllen. Die Binsenweisheit von Vermögensberatern und Privatbanken wurde für das kanadische Unternehmen Research In Motion - dem Schöpfer der beliebten Blackberry-Technologie - am vergangenen Samstag zur Gewissheit. Nach jahrelanger Auseinandersetzung mit der US-amerikanischen Firma NTP über mehrere fragwürdige Patente im Bereich der Echtzeit-Kommunikation schaffte es RIM nun, sich außergerichtlich mit dem Kläger zu einigen.

Satte 612,5 Millionen US-Dollar(!) bewegten NTP dazu, die Klage vor Gericht fallen zu lassen - wozu NTP, die derzeit keine erwähnenswerten Produkte auf dem Mobilfunkmarkt anbieten, die halbe Milliarde Euro jetzt nutzen will, ist derzeit nicht bekannt. 450 Millionen Dollar zahlt RIM aus Rückstellungen, die man bereits früher für die Beilegung des Rechtsstreits angespart hatte, die übrigen 162,5 Millionen Dollar muss sich RIM im vierten Quartal vom Munde absparen.

Während deutsche Kunden (und Politiker) sich den ungläubigen Blick auf die astronomische Summe aus den Augen wischen müssen, dürften die meisten Regierungsmitarbeiter und Verwaltungsbeamten der US-Administration am Samstagabend einen großen gemeinsamen Stoßseufzer der Erleichterung von sich gegeben haben.

8700g

Foto: RIM Blackberry 8700g

Denn ihr liebstes Spielzeug - den Blackberry - dürfen sie mit dieser Einigung ab sofort ohne Einschränkungen nutzen. Alle Befürchtungen, eine einstweilige Verfügung könnte das behördliche Leben zeitweise stilllegen, sind mit RIMs Einigung vom Tisch. Ohne die genauen Beweggründe für RIMs Engagement zu kennen, darf man dem kanadischen Unternehmen auch ein wenig dankbar sein. Denn die Patente, die NTP gegen RIM geltend gemacht hatte, hätte man seinerzeit möglicherweise auch gegen andere Push-Lösungen vorbringen können. Mittlerweile war die Gefahr einer Abschaltung des Blackberry-Diensts aber ohnehin in weitere Ferne gerückt, da mehrere US-Gerichte NTPs Patentansprüche bereits für ungültig erklärten.

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