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Autor: AreaMobile Redaktion | 04.04.2006 - 11:09 | 0

NTT DoCoMo: DCMX macht Handys zur Kreditkarte

NTT DoCoMo startet im Mai einen eigenen Kreditkartendienst auf VISA- oder Mastercard-Basis für Handys. Der japanische Netzbetreiber beweist damit ein weiteres Mal, dass mobiler Lifestyle nirgendwo sonst als in Japan definiert wird.

NTT DoCoMo: DCMX macht Handys zur Kreditkarte
NTT DoCoMo P901iS VISA Karte

Bezahlen kann man in Japan mit dem Handy schon lange. NTT DoCoMo bietet seit etwa zwei Jahren mit den Lösungen FeliCa und SuiCa zwei regional anerkannte Bezahldienste für Kleinbeträge und Bahnfahrkarten an. Nun geht der japansiche Netzbetreiber noch einen Schritt weiter und macht Handys zum vollständigen Ersatz für Kreditkarten. DCMX soll das neue Produkt heißen und deutlich sicherer sein als die herkömmlichen Plastikkarten der Kreditinstitute. Wie alle anderen sicherheitskritischen Dienste des Betreibers basiert auch DCMX auf RFID-Technologie ("Osaifu-Keitai"), die in vielen der Handys steckt, die NTT DoCoMo vertreibt. Das Produkt wird in zwei Linien geteilt: Mit dem DCMX-Service lassen sich ab Mitte Mai Beträge größer als 200.000 Yen (ca. 1400 Euro) übertragen, DCMX mini ermöglicht Transfers ab 10.000 Yen (ca. 70 Euro) und wird bereits am 28. April gelauncht.

Ab 10.000 Yen muss der Kunde zusätzlich zur Datenübertragung via Telefon eine 4-stelligen PIN an der Kasse eingeben, um sich zu authentifizieren. Ein DCMX Gold-Service soll Ende des Jahres folgen, wenn sich der Kreditkartendienst bewährt hat. DCMX dient außerdem als Rabattsystem: für jede getätigte Transaktion werden dem Kunden Punkte auf seinem Konto gutgeschrieben, die er nach fleißigem Sammeln in Prämien umwandeln kann. Damit der Kunde im Ausland bzw. in noch nicht entsprechend ausgerüsteten Shops nicht ohne Bezahlmöglichkeit dasteht, bekommt er zusätzlich eine Plastikkarte der Unternehmen Visa oder Mastercard gestellt. Da Handys wie Kreditkarten leicht verloren gehen, wird NTT DoCoMo noch den speziellen Sperrservice "Omakase Lock" vorstellen, mit dem man Handys zentral über ein Call-Center sperren lassen kann. Der Dienst wird allen volljährigen Japanern zur Verfügung stehen und jährlich etwa 10€ kosten; im ersten Jahr sollen noch keine Grundgebühren anfallen. Anmelden kann man sich über NTT DoCoMos mobilen Online-Dienst i-mode, die Vorlage eines Personalausweises und der Bankverbindung muss allerdings schriftlich vorgenommen werden.

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