Windows Mobile 5.0 ist ein beliebtes und bekanntes System für Smartphones und PDAs. Microsoft plant eine offensive Strategie für die Nachfolger - der erste soll bereits gegen Ende des Jahres erscheinen.
Windows XP gehört gemessen an anderen Betriebssystemen zum "alten Eisen". Nach unzähligen Service-Updates, Hotfixes und Sicherheitspannen, konnten sich die Redmonder Häuptlinge erst Ende 2005 dazu durchringen, den Nachfolger "Vista" des dann fast 5 Jahre alten Systems für Anfang 2007 anzuberaunen. Beim mobilen Betriebssystem will der Software-Riese sich stärker und vor allem schneller bewegen. Der Nachfolger für Windows Mobile 5.0, das 2005 vorgestellt wurde und gegen Ende des vergangenen Jahres erstmals in mobilen Endgeräten Einzug hielt, soll bereits Ende 2006 von seinem Nachfolger beerbt werden. Unter dem Codenamen "Crossbow" plant Microsoft ein System mit Basisähnlichkeit zu Windows Mobile 5.0 - echte Neuerungen soll der Systemkern demnach offenbar nicht enthalten. Stattdessen will man die Interoperabilität mit bestehenden Groupware- und Backoffice-Infrastrukturen stärken.
Zu den fokussierten Produkten zählt Microsoft insbesondere seinen Mail- und PIM-Austauschserver Exchange, der gegen Ende 2006 in Version 12 ausgeliefert werden soll sowie die Office Suite 2007. Alle Office-nahen Produkte sollen sich über eine mobile Version des Office Communicators austauschen, der erstmals mit Office 2007 vorgestellt werden wird. Er stellt im Grunde eine Plattform für den Austausch von Daten und Dokumenten in privaten und öffentlichen Netzwerken dar und ermöglicht auch das Instant Messaging.
Auch wenn ein fester Launchtermin noch nicht in Aussicht gestellt wurde, bestätigten Microsoft-Mitarbeiter gegenüber der amerikanischen IDG-Publikation ComputerWorld, dass die Strategie des Unternehmens im mobilen Bereich die jährliche Vorstellung neuer Systemversionen vorsehe. Damit will Microsoft besser auf die Ansprüche des Marktes für mobile Software reagieren, der sich deutlich schneller entwickelt als der ohnehin schon dynamische Desktop- und Servermarkt.
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Microsoft wird mit seiner Strategie versuchen, seinem stärksten Konkurrenten Blackberry das Wasser abzugraben. Setzt das Backoffice eines Unternehmens heute auf Exchange- und Outlook-Lösungen, lässt sich mit Windows Mobile 5.0-basierten Endgeräten eine rasche Lösung für die "Mobilisierung" von PIM-Daten finden. Das "Messaging And Security Feature Pack (MSFP) sowie das Service Pack 2 für Microsoft Exchange 2003 sorgen dafür, dass EMails und PIM-Daten nahtlos zwischen Endgerät und Server ausgetauscht werden. Man erreicht so eine vergleichbare Produktivität wie beim Blackberry, nur dass Microsofts Lösung - ähnlich wie Nokias IntelliSync - auch für zukünftige Anwendungen vorbereitet ist.
Wie so oft rechnet Microsoft gerne die Ersparnis vor, die man durch den Umstieg von Blackberry auf Windows Mobile erreichen könnte. Pieter Knook, Vizepräsident des Bereichs mobile Endgeräte bei Microsoft Intl., spricht von einer Ersparnis über 1,5 Mio US$, wenn man sich bei etwa 20.000 Nutzern für die Lösung seines Unternehmens entscheidet. Der Marktanteil des Systems ist weltweit gesehen aber noch marginal. Gegenüber Spitzenreiter Symbian (63%) ist Microsoft mit weitem Abstand Nummer 2 (16%). 7% Anteil entfallen auf RIMs Java-basiertes Blackberry-System, 4.5% auf exotischere Systeme, darunter auch solche auf Linux-Basis (Zahlen: Canalys.com Ltd.).
Der verbockt doch gerade den gleichen Mist nochmal bei Vodafone mit dem Samsung H1/M1... unverständlich wie man sich soeinen Ignoranten einkaufen kann.