Das indische Unternehmen hat mit Lost Mobile Tracking System ein Programm vorgestellt, welches gestohlene Mobiltelefone aufspürt und den Eigentümer benachrichtigt.
Mit steigenden Verkaufszahlen und breiterem Funktionsumfang rückt auch die Problematik des Diebstahls von Mobiltelefonen immer stärker in den Vordergrund. Zum Verlust des Gerätes, der für sich genommen schon ärgerlich genug ist, kommt der Verlust sensibler Daten, des Adressbuches, gespeicherter E-mails, von Fotografien oder Dokumenten. Im letzten Jahr appellierte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bereits an die Netzbetreiber, sich stärker mit dem Thema Diebstahl auseinander zu setzen (Areamobile berichtete). Der Privatnutzer kann seine Telefongesellschaft zwar veranlassen, Handy und Karte zu sperren, doch das Gerät selbst und die Daten bleiben verschwunden.
Wer sich damit nicht zufrieden geben möchte, dem bietet das indische Softwareunternehmen Micro Technologies zum Preis von 8 Dollar eine Software, die das gestohlene Handy aufspürt und den ursprünglichen Besitzer benachrichtigt. Das Lost Mobile Tracking System ist ein kleines Programm, das via Remote Server auf das Handy geladen und in einer etwas umständlichen Prozedur, die aber auf der Homepage gut dokumentiert ist, installiert wird. Auf der Homepage findet sich neben der Installationsanleitung auch eine Liste der unterstützten Geräte, bisher werden die Hersteller Nokia, Panasonic, Samsung und XDA unterstützt. Einmal installiert, aktiviert sich das Programm erst nach einem – für einen Diebstahl typischen - Wechsel der SIM-Karte und sendet nun eine E-mail oder SMS an den ursprünglichen Besitzer mit der neuen Telefonnummer und dem ungefähren Standort des Handys.
Wer mutig ist, kann nun den Dieb oder den neuen Besitzer telefonisch zur Rede stellen oder sich gleich ins Auto setzen und das Telefon persönlich zurück verlangen. Eine andere Möglichkeit ist, die Polizei zu benachrichtigen, allerdings bleibt es fraglich, ob wegen eines einzelnen gestohlenen Handys ein Einsatzwagen losfährt. Überhaupt: Was, wenn sich das Handy bereits in Marrakesch oder Moskau befindet? Unabhängig von der Brauchbarkeit dieses Services für Privatpersonen steht eines fest: der Markt für auf das Handy bezogene Sicherheitsdienste wächst. Mark Edwards, Chef der Firma mFormation schätzt den Umsatz in diesem Bereich auf 1 Milliarde Dollar im Jahr 2010 ein. Das Programm von Microsystems wurde bisher immerhin schon 35.000 Mal verkauft.
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