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Autor: Andreas Seeger | 09.05.2006 - 13:59 | 0

Telekommunikationskonzerne veröffentlichen positive Zahlen

Die von E-Plus und mobilcom heute veröffentlichten Quartalszahlen können sich sehen lassen. Doch bei genauerer Betrachtung wird deutlich: der Konkurrenzdruck auf dem deutschen Mobilfunkmarkt wächst - zum Vorteil des Kunden, der sich über sinkende Tarife freuen kann.

Die von E-Plus und mobilcom heute veröffentlichten Quartalszahlen können sich sehen lassen. Doch bei genauerer Betrachtung wird deutlich: der Konkurrenzdruck auf dem deutschen Mobilfunkmarkt wächst - zum Vorteil des Kunden, der sich über sinkende Tarife freuen kann.

Beim Büdelsdorfer Telekomunternehmen mobilcom stieg der Umsatz im ersten Quartal 2006 um 16 Prozent auf 522 Millionen Euro. Im Bereich Mobilfunk-Serviceprovider stieg die Kundenzahl um 180.000 auf 5 Millionen. Doch besonders erfolgreich ist die Bilanz von E-Plus: mit 694.000 Neukunden allein im 1. Quartal 2006 ist der Konzern nach eigenen Angaben stärker gewachsen als jeder Wettbewerber im Markt und konnte damit ein Drittel aller Neukunden für sich gewinnen.

E-Plus folgt seit Juni vergangenen Jahres einer Mehrmarkenstrategie mit neuen Eigenmarken wie simyo oder Base und der Kooperation mit auf den ersten Blick branchenfremden Unternehmen wie Viva und Medion (Aldi) zur effizienteren Auslastung des Netzes. Ein Ziel, die Senkung der Kosten für die Neukundengewinnung, konnte damit erreicht werden. Lagen die Kosten Ende März 2005 noch bei ca. 189 Euro pro Kunde, so betrugen sie ein Jahr später nur noch 75 Euro.

Die Neuausrichtung scheint sich also auszuzahlen. Kein Wunder, dass der Aufsichtsratsvorsitzende von E-Plus, Stan Miller, optimistisch in die Zukunft blickt: "Obwohl es für ein Urteil über den Erfolg noch zu früh ist, sind wir doch sehr erfreut, die ersten zufrieden stellenden Resultate unseres Strategiewechsels zu beobachten."

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt, wie ein Blick auf den durchschnittlichen Monatsumsatz pro Kunde zeigt. Dieser ging im Jahresvergleich im Postpaid-Bereich um ganze 11 Prozent auf 30 Euro im Monat zurück. Im Prepaid-Bereich blieb er mit einem durchschnittlichen Monatsumsatz von 6 Euro stabil. Der Gesamtumsatz konnte verglichen mit dem ersten Quartal 2005 zwar von 640 Millionen Euro auf 665 Millionen Euro gesteigert werden, Ende des letzten Quartals lag der Umsatz allerdings schon bei 755 Millionen Euro.

Bei mobilcom sank trotz der Umsatz- und Kundensteigerung der operative Gewinn von 57,2 auf 38,1 Millionen Euro. So verdeutlichen die Zahlen vor allem den starken Konkurrenzdruck auf dem deutschen Mobilfunkmarkt. Eine Tatsache, die sich zur Freude der Kunden in immer weiter sinkenden Kosten für das mobile telefonieren niederschlägt. Die stetig fallenden Preise für Telekommunikation wurden vor einigen Tagen auch vom Statistischen Bundesamt in einer Untersuchung bestätigt (AreaMobile berichtete).

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