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Autor: Andreas Seeger | 10.05.2006 - 08:06 | 0

Studie: Festplatten-Handys vs. MP3-Player

Haben MP3-Player ausgedient ? Eine Studie von ABI Research ruft das Ende von iPod und Co. aus: MP3-fähige Handys sollen die kleinen lärmenden Begleiter überflüssig machen.

Studie: Festplatten-Handys vs. MP3-Player

Wird der iPod schon bald im Museum zu betrachten sein? Die Marktforscher von ABI Research prognostizieren in einer Studie das Ende des herkömmlichen MP3-Players. Erinnern wir uns: Das von Samsung Ende 2004 auf den Markt gebrachte SPH-V5400 mit einer Kapazität von 1,5 GByte war eines der ersten Handys mit Festplatte. Seitdem wurden die Kapazitäten beständig ausgeweitet und sind aktuell bei Nokias N91 mit 4 GByte und Samsungs SGH-i310 mit 8 GByte Speicherkapazität angelangt. Damit sind aber die Grenzen des derzeit machbaren erreicht und die Handys noch immer weit vom MP3-Player mit 30 oder 60 GByte Speicher entfernt.

Samsung SGH-i310 Design

Foto: Das SGH-310i

Doch Alan Varghese, Chefanalyst der Abteilung Wireless Semiconductors Research bei ABI glaubt, dass der Kunde irgendwann an einen Punkt gelangt, an dem es keinen Unterschied mehr macht, ob das mobile Gerät 2000 oder 7500 Songs speichern kann. Auch bieten die Netzbetreiber immer mehr iTunes-ähnliche Services an, die dem Kunden den mobilen Musikgenuss via Handy erleichtern. "Das Handy wird zum einzigen Gerät, das Menschen in Zukunft mit sich herumtragen werden", meint Varghese. Für Konsumenten sei wichtig, dass es ein Produkt gibt, das Funktionen wie Telefonieren, Fotografieren, Videos, Musik, E-Mails und Web-Browsing in einem Gerät vereint. Die wachsende Bedeutung des MP3-Marktes für Handys wird durch aktuelle Studien belegt. Der Anteil der mobil geladenen Musik in Deutschland ist im letzten Jahr sprunghaft angestiegen wie Media Control/GfK in einer Studie ermittelte (AreaMobile berichtete).

Apple Ipod Plain

Foto: iPod

So geht der seit längerem andauernde Kampf des Multifunktions-Handys gegen Stand-Alone-Geräte, der in der aktuellen Runde (PDA vs. Smartphone) bereits zugunsten des Handys entschieden wurde, in eine neue Phase. Wird nun das Ende des MP3-Players eingeläutet? Bei den MP3-Herstellern ist von aufkommender Panik wenig zu spüren. Florian Richter, Public Relations Specialist von Creative, bringt die Nachteile des Handys auf den Punkt:

"Natürlich gibt es die Tendenz, dass immer mehr Leute das eigene Handy auch als MP3-Player einsetzen wollen. Sowohl von der Akkuleistung, als auch von der Größe des Displays sind hier derzeit aber klare Grenzen gesetzt". Auch wird auf Seiten der MP3-Hersteller davon ausgegangen, dass der Markt genügend Raum für beide Produktkategorien bietet. Hinzu kommt, dass sich nicht nur das Handy weiter entwickelt: durch Ausweitung der Funktionalität - etwa die Integration von WLAN in MP3-Playern - können diese zukünftig noch attraktiver gemacht werden.

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