Nokias neues 5500 ist der neueste Wurf der Finnen, wenns um Robustheit und sportive Featureauswahl geht. Das Gerät im spritzwassergeschützten Mantel liest sogar SMS vor.
Hört, hört. Nokia erweitert mit dem 5500 sein Portfolio an Outdoor-Handys. Zumindest optisch ist eine Verwandschaft zum 3220 zu erkennen, die "Einsatzbereiche" sind jedoch vollkommen unterschiedlich. So kann das 5500 in drei verschiedenen Betriebsmodi genutzt werden: Im Normalbetrieb dient es als herkömmliches Telefon; wer hingegen nicht von anderen gestört werden und lediglich Musik hören möchte, kann die GSM-Funktion abschalten. Der Sportmodus soll beim Trainieren unterstützen und zeigt über den integrierten Pedometer die bisher zurückgelegte Strecke an. Daraus lässt sich der Kalorienverbrauch errechnen. Zwischen den Modi wechselt man mit eigens dafür vorgesehenen Softkeys. Nicht umsonst hat Nokia dem fitten Outdoor-Gerät den Zusatz "Sport" angehängt, vor allem Freunde der körperlichen Ertüchtigung sollen mit diesem Modell ihre Freude haben. Wie es sich für ein belastbares Lifestyle-Handy gehört, ist das 5500 sowohl stoßfest als auch spritzwasserabweisend - Edelstahlrahmen und Gummidichtungen machen's möglich. Einem Ausflug in die Berge steht daher ebensowenig entgegen wie dem Einsatz am Strand.
Mit 107x45x18mm Größe und 103 Gramm Gewicht ist das Gerät zwar alles andere als filligran, wartet dafür aber mit dem vollwertigen Betriebssystem Symbian und Nokias neuer S60-Plattform auf. Das 5500 ist erstmals ein Outdoor-Gerät des Herstellers, das funktional zur Smartphone-Riege aufschließt und mit vielen Funktionen überzeugt: Das Display bietet eine Auflösung von 208x208 Pixeln und stellt bis zu 262.144 Farben dar. Die in der dritten S60-Generation eingeführten skalierbaren UIs sorgen dafür, dass sich das Gerät dennoch ähnlich bedienen lässt wie ein Smartphone mit größerem Display. Eine 2-Megapixelkamera mit 4x-Digizoom hält die bewegendsten Stürze bei der letzten Nordic-Walking-Runde fest. Via vollausgestattetem HTML-Browser (auf KHTML/Safari-Basis) surft man durchs Internet.
Die standardmäßigen PIM-Funktionen des S60-Systems sind natürlich ebenfalls mit von der Partie, und so lassen sich mit dem 5500 bequem Kontakte und Kalenderdaten verwalten und EMails samt Attachments abrufen - mit Hilfe eines QuickOffice-Viewers kann man die gängigsten Office-Formate direkt auf dem Handy betrachten. Mit 64MB internem Speicher bietet das 5500 genügend Raum für weitere Applikationen, die sich dank vollausgestattetem Betriebssystem in Form von Java- bzw. nativen Symbian-Applikationen nachrüsten lassen. Eine bis zu 1GB große MicroSD-Speicherkarte stellt zudem ausreichend Kapazität bereit, um auch größere Musiksammlungen (im AAC(+)-, WMA- oder MP3-Format) auf dem Handy ablegen zu können. Weniger versierte Digitalmusik-Fans können auch auf ein integriertes UKW-Radio samt Visual Radio-Client ausweichen. Besonderes Highlights des 5500: eine Text-to-Speech-Funktion liest dem Nutzer Kurznachrichten vor - das klappt ggf. auch übers mitgelieferte Kabelheadset, sodass man auch beim Joggen nicht auf seine SMS verzichten muss. Ein 3D-Sensor ermöglicht im Sportmodus die Bedienung einiger (bislang nicht näher bezeichneten) Features, ohne die Tastatur bemühen zu müssen. Das Nokia 5500 wird vermutlich ab Sommer verfügbar sein und soll etwa 300 Euro kosten. Der Lieferumfang wird reichhaltig ausfallen: Nokia verspricht die Beigabe eines Sport-Headsets, einer 64MB großen microSD, eines USB-Kabels sowie einer Tragetasche nebst eines vom 5140(i) bekannten Halters fürs Handgelenk oder schmale Oberarme.
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