Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
Autor: AreaMobile Redaktion | 17.05.2006 - 17:23 | (1)

JSR232: Java Enterprise-Logik für mobile Applikationen

Nokia schlägt einen weiteren Java Specification Request für mobile Applikationen vor und will damit nichts geringeres erreichen, als die leichtere Integrierbarkeit von Middleware und J2EE-Komponenten auf mobilen Telefonen.

JSR232: Java Enterprise-Logik für mobile Applikationen

Nokia bittet wieder zur Probe. Aktuell geht es um den Specification Request 232, Das das finnische Unternehmen gibt ihn jetzt als Entwicklertest frei. Der JSR232 definiert ein komponentenorientiertes Framework auf Basis mobiler Infrastruktur. Der Entwurf (Basis: eine Komponententechnologie der Open Services Gateway Initiative = OSGi Alliance) erlaubt die Verwaltung von dynamisch installierbaren Komponenten. Sie nutzen die Internet- und Netzwerkservices. Das Zentrum des JSR232 bildet eine Architektur ähnlich der Java Enterprise Edition und ist damit ähnlich skalierbar, sicher und wartbar wie der "große Bruder" J2EE. Praktisch: das Management-Framework passt sich den auf einem mobilen Gerät verfügbaren Ressourcen an. Automatisch!

OSGi Framework

Foto: Wikimedia | Das OSGi-Framework

Möglicher Vorteil durch JSR232: er bringt potentielle Applikationsbauer in Verzückung. So spricht der amerikanische Netzbetreiber Sprint von spannenden neuen Services, die sich durch Nokias JSR erschließen. Insbesondere bestehende SOA (Service Oriented Architecture)- oder Komponentenframeworks (Stichwort: Enterprise Beans) ließen sich durch den Einsatz des JSR232 einfacher auf mobilen Endgeräten einpassen. Direkten Nutzen sieht beispielsweise auch IBM, die ihre Collaboration-Objekte der Workplace-Produkte so auf mobilen Endgeräten nutzen könnten.

Lange kann dauern, bis der "Otto Normalverbraucher" von Nokias Initiativgeist profitiert. Denn der JSR232 definiert vor allem ein Framework, das großgewachsene Enterprise-Applikationen dem Handy oder Smartphone ein Stückchen näher bringt. Dynamische Shopsysteme, ineinander übergreifende Workflows verschiedener Office-Applikationen und nahtloses Messaging dürften die ersten - zumindest für Unternehmens-ITler - spürbaren Erfolge sein, die man mit dem JSR232 feiern wird.

Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Kommentare
  1. 10.05.07 10:26 Joachim Ritter (Gast)

    Für den interessierten Leser hier noch ein paar Ergänzungen zum JSR 232:

    -
    Fernwartung: in Anlehnung an den OMA-DM Standard definiert JSR 232 eine
    Fernwartungsschnittstelle, die sich leicht mit dem auf modernen Telefonen schon
    vorhandenem OMA-DM Framework verbinden läßt. Dadurch kann in Zukunft die mobile
    Java Plattform bis auf Applikationsebene ferngewartet werden!

    - JSR 232
    basiert auf J2ME CDC (Connected Device Configuration) und bietet den
    Programmierern J2SE 1.4 kompatible APIs, was die Entwicklung komplexer mobiler
    Anwendungen erheblich vereinfacht.

    - Nachladbarkeit von Code: im Gegensatz zu
    MIDP2/CLDC Java können Anwendungen modular aufgebaut werden. Module können
    jederzeit nachgeladen werden und, die notwendigen Zugriffsberechtigungen
    vorausgesetzt, von allen Anwendungen verwendet werden. Daraus ergeben sich
    mächtige Deployment-Szenarien, mit denen u.a. auch das
    Java-Fragmentierungsproblem reduziert werden kann.

antworten
 
Mehr Informationen
Aktuelle Handys im Test
LG Prada 3.0 Test Black is beautiful
Samsung Galaxy Xcover Test Harter Kerl mit schlappem Akku
Archos 80 G9 Turbo Test Viel Power für wenig Geld
Asus Transformer Prime Test Vier gewinnt
Nokia Lumia 710 Test Billig-Windows Phone ohne große Schwächen
Weltbild-Tablet im Test Android-Tablet für 160 Euro