Nach Angaben der Sunday Times ist die Deutsche Telekom an der Übernahme des englischen Festnetzanbieters British Telecom interessiert, allerdings soll sich bereits im Aufsichtsrat Unmut gegenüber diesen Plänen geäußert haben.
Wie aus einem Artikel der Sunday Times hervorgeht, prüft die Deutsche Telekom derzeit die Übernahme des englischen Netzbetreibers British Telecom, dabei soll vor allem der IT-Dienstleistungsbereich von großem Interesse sein. Der aktuelle Wert des börsennotierten Netzbetreibers liegt bei etwa 19 Milliarden Pfund, was rund 27,8 Milliarden Euro entspricht (Deutsche Telekom: 52,8 Milliarden Euro). Laut Zeitung ist dem deutschen Marktführer eine Übernahme des britischen Konkurrenten bis zu 25 Milliarden Pfund (36,4 Milliarden Euro) wert.
Die British Telecom ist der einzige große Telekommunikationsanbieter, der kein Mobilfunknetz betreibt, allerdings erwirtschaftet das Unternehmen 44 Prozent seines Gesamtumsatzes mit dem Bereich Global Services, welcher hervorragend in T-Systems eingegliedert werden könnte. Mit diesem Schritt würde der Bereich seine weltweite Stellung im herkömmlichen Telefonmarkt ausbauen. Es wird jedoch vermutet, das die Europäische Wettbewerbskommission ihr Veto gegen eine Übernahme einlegt, zudem soll sich auch im Aufsichtsrat Unmut geäußert haben. Nach Einschätzung von Analysten sei die Marktmacht bei einem erfolgreichen Zukauf zu groß. Seit einigen Monaten ist in Europa eine interessante Entwicklung zu beobachten: Mit einer Übernahme des irischen Netzbetreibers Eircom stieg die Investmentgruppe Babcock and Brown in den Markt ein, das Volumen belief sich auf 2,36 Milliarden Euro. In Erinnerung geblieben ist zudem die Übernahme des britischen Anbieters O2 durch den spanischen Marktführer Telefonica, welcher den Spaniern rund 26 Milliarden Euro wert war. Zuvor wurde spekuliert, dass die Deutsche Telekom zusammen mit dem niederländischen Anbieter KPN, zu dem auch E-Plus gehört, an einem Kauf der Briten interessiert seien.
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