Wer seine Sekretärin bereits durch einen Blackberry ersetzt hat, wird bereits festgestellt haben, dass viele Office-Attachments nur träge aufs Endgerät fließen. Vodafone verspricht Abhilfe: der neue 8707v wird Daten übers UMTS-Netz vom Server beziehen können.
Manche Geräte schaffen ihre Anforderungen ganz von selbst. Da haben Research In Motion und Co. aber auch etwas angerichtet: seit Smartphones auch mit EMail-Attachments umgehen können, verlangen immer mehr Nutzer nach - nicht immer sinnvollen - Anzeigeprogrammen für ihre Dateianhänge. Wer einmal Blut geleckt hat, liest und beantwortet seine Mails ohnehin nur noch auf dem mobilen Endgerät und nach einiger Zeit merkt man, dass hohe Datenvolumina auch ihre Zeit brauchen, bis sie über den Äther versandt wurden. Das Warten aufs nächste Dokumentenfragment wird ab heute verkürzt. Vodafone stellt zunächst exklusiv ein neues Blackberry-Endgerät vor, das Daten auch via UMTS über die Luftleitung schiebt.
Wie gewohnt landen Mails dank Push-Mechanismus mit nur sieben Sekunden Verzögerung auf dem neuen Blackberry 8707v an, dafür sorgt RIMs Blackberry Enterprise Server, den Vodafone beim Hersteller lizensiert. Die Serverversion arbeitet nahtlos mit den beliebten Groupware-Produkten Exchange, Lotus Domino und Novell GroupWise zusammen und lässt sich damit bei einem hohen Prozentsatz von Kunden verwenden; lediglich eingefleischte Linux-Admins werden auf die Blackberry-Lösung verzichten müssen. Natürlich lassen sich mit dem Endgerät auch ISP-Mailaccounts, z.B. vom firmeneigenen Internet-Hoster oder Providern wie GMX oder Web.de in Push-Manier abrufen.
Das Endgerät ist im Prinzip eine aufgebohrte Variante des bereits erhältlichen 8700c, der wie seine Vorgänger über eine vollwertige und großzügig angelegte QWERTZ-Tastatur sowie die beliebte Bedienkombination aus Scrollrad und ESC-Taste verfügt. Intuitive Bedienbarkeit soll darüber hinaus mit gesonderten Telefonietasten, Senden-, Beenden- und Stummschalttasten gewährleistet sein. Die zumeist länger ausfallenden Business-Informationen finden auf einem 320x240 Pixel großen transflektiven 65.536-Farbdisplay ausreichend Raum zur Entfaltung, Office-Attachments kommen dank neuen Viewer-Technologien (insbesondere im PPT-Bereich) besser zur Geltung als auf Vorgängermodellen. Neu hinzugekommen sind Viewer fürs verbreitete Corel WordPerfect-Format sowie für Fax-typische TIFF-Bilder sowie die Möglichkeit, MP3-Töne als Klingelton einzustellen. Über Bluetooth verbindet sich das Gerät mit Kfz-Freisprecheinrichtungen oder drahtlosen (Mono-)Headsets. Alternativ nutzt man die rückseitig verbaute, zumeist recht dynamische und lautstarke Freisprecheinrichtung. Speicher lässt sich unglücklicherweise nicht nachstecken: hier muss der Nutzer mit 64MB ROM und 16MB Flash-RAM auskommen. Da sich Attachments in der Regel immer in UMTS-Geschwindigkeit direkt vom Server beziehen lassen, dürfte das aber eher nebensächlich sein.
Die UMTS-Connectivity des 8707v hat noch einen weiteren Vorteil: sie macht den Handheld bei Bedarf zu einem vollwertigen Ersatz für die UMTS-Modemkarten in PCMCIA-Bauweise, die in manchem Business-Notebook einen Steckplatz belegen. So kann man bei Bedarf den Blackberry auch als Modem für den Gang ins WWW nutzen. Ist gerade kein Rechner zur Hand, lassen sich Websites auch relativ ansprechend direkt auf dem Browser des Endgeräts betrachten. Laut Vodafone lässt sich der UMTS-schnelle Internetzugang mittlerweile in 1800 deutschen Städten verwenden. Das Endgerät erhält man in Verbindung mit einer Vodafone-BlackBerry L/XL- oder International-Option für ca. 130€ zusammen mit einem BusinessClassic-Tarif. Ohne vertragliche Bindung kostet das Gerät ca. €500,-; mit diesem Paket lassen sich bis zu 10 EMail-Accounts in Echtzeit auf neue Post überprüfen.
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